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Förderungen für ESF+ Berufliche Bildung

Aus dem Europäischen Sozialfonds finanzierte Programme für Qualifizierung und Beschäftigungsfähigkeit. Umgesetzt werden sie von den Ländern, in mehrjährigen Förderperioden und mit eigenen Aufrufen, die feste Einreichfristen haben.

6 Förderungen im Überblick — immer auf dem neusten Stand.

6 Förderungen im Bereich ESF+ Berufliche Bildung

Zuschuss Land

Qualifizierte Ausbildung im Verbundsystem (PAV) Brandenburg

Brandenburger Zuschuss aus ESF+ und Landesmitteln für die Ausbildung im Verbund: Ausbildungsbetriebe und ihre Verbundpartner erhalten Pauschalen je Lehrgangstag und Auszubildendem, wenn Ausbildungsabschnitte bei einem Verbundpartner stattfinden. Für Zusatzqualifikationen und Prüfungsvorbereitung stellen Verbund- oder Kooperationspartner wie Bildungsträger den Antrag, nicht der ausbildende Betrieb.

Zuschuss Bund

ESF-Sozialpartnerrichtlinie - Wandel der Arbeit

Zuschuss für Tarif- und Sozialpartner sowie juristische Personen für Maßnahmen zur sozialpartnerschaftlichen Gestaltung der Arbeitswelt. Förderquote bis zu 80 % der Gesamtausgaben, die auf 2 Mio. € je Vorhaben begrenzt sind; Regellaufzeit drei Jahre.

Zuschuss Land

Betriebliche Weiterbildung Bayern (ESF+)

Die Förderung Betriebliche Weiterbildung Bayern unterstützt Unternehmen mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) dabei, ihre Beschäftigten beruflich weiterzubilden. Gefördert werden Anpassungsqualifizierungen für Erwerbstätige sowie Overheadmaßnahmen im Rahmen von Umstrukturierungsprozessen und Insolvenzen. Ziel ist es, Beschäftigte an den technologischen und demografischen Wandel anzupassen.

Zuschuss Land

Soziale Innovation - Projekte

Nicht rückzahlbarer Zuschuss für innovative, übertragbare Projekte in Arbeitswelt und Daseinsvorsorge. Die Anteilfinanzierung beträgt bis zu 70 Prozent im SER-Gebiet und bis zu 80 Prozent im ÜR-Gebiet (Übergangsregion). Gesamtausgaben für Projekte sind bis zu maximal 750.000 Euro förderfähig.

Zuschuss Bund

Kompakte Hilfe für Solo-Selbstständige (KOMPASS)

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales fördert mit KOMPASS Solo-Selbstständige bei beruflichen Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen. Der Zuschuss deckt bis zu 90 % der förderfähigen Ausgaben aus ESF-Plus- und Bundesmitteln, maximal 4.500 Euro netto pro Qualifizierungsscheck.

bis zu 4.500 €

Zuschuss Land

Hamburger Weiterbildungsbonus PLUS

Der Hamburger Weiterbildungsbonus PLUS ist ein Zuschuss der Freien und Hansestadt Hamburg zur beruflichen Weiterbildung von Beschäftigten mit Wohnsitz in Hamburg und/oder Arbeit bei einem Hamburger Unternehmen sowie von Selbstständigen mit Wohnsitz in Hamburg. Gefördert werden in der Regel 40 Prozent der Lehrgangskosten, maximal 750 Euro (ab 2.500 Euro Lehrgangskosten maximal 1.000 Euro); für angestellt Beschäftigte im Handwerk bis zu 75 Prozent und maximal 1.000 Euro, für angestellt Beschäftigte mit SGB-II-Leistungen bis zu 100 Prozent und maximal 1.500 Euro.

bis zu 1.500 €

Gut zu wissen

ESF+ Berufliche Bildung: So greifen die Programme ineinander

Wer steht hinter dem ESF Plus — und wie kommt EU-Geld in deinen Betrieb?

Der Europäische Sozialfonds Plus ist kein einzelnes Förderprogramm, sondern ein Topf der EU-Strukturpolitik, aus dem viele Programme gespeist werden. Die laufende Förderperiode reicht von 2021 bis 2027. Auf Deutschland entfallen davon rund 6,56 Milliarden Euro — und die liegen nicht an einer Stelle: ungefähr 2,22 Milliarden Euro und damit 33,9 Prozent fließen in das ESF-Plus-Bundesprogramm, die übrigen rund 4,34 Milliarden Euro beziehungsweise 66,1 Prozent verwalten die Bundesländer.

Für dich als Betrieb ist das die aussagekräftigste Zahl auf dieser Seite. Zwei Drittel der Mittel liegen bei den Ländern. Deshalb heißt betriebliche Weiterbildungsförderung in Hamburg anders als in Bayern, hat andere Sätze, andere Antragswege und andere Zielgruppen. Ein bundesweit einheitliches ESF-Weiterbildungsprogramm für Unternehmen existiert in dieser Logik gar nicht — und wer danach sucht, sucht am falschen Ort.

Zweite Konstante: Der Fonds zahlt nie die volle Rechnung. Der ESF Plus fördert anteilig die Gesamtkosten, der Rest wird durch Eigenmittel des Projekts beziehungsweise durch private sowie öffentliche Drittmittel erbracht. Wer diesen Rest stellt — Land, Bund oder dein Betrieb —, legt das jeweilige Programm fest, nicht der Fonds.

Warum ESF-Programme in Aufrufen und Fenstern arbeiten

Ein Strukturfonds verteilt ein für sieben Jahre festgelegtes Budget, aufgeteilt auf Programme und Regionenkategorien. Daraus folgt eine Mechanik, die viele Betriebe irritiert: Es gibt kein dauerhaft geöffnetes Antragsformular, sondern Förderaufrufe. Sie werden im Bundesanzeiger und auf den ESF-Seiten veröffentlicht und laufen entweder einstufig als direkte Antragstellung oder zweistufig — dann reichst du zuerst eine Interessenbekundung ein und wirst erst nach positiver Prüfung zur Antragstellung aufgefordert.

Ein geschlossenes Fenster bedeutet deshalb selten, dass ein Programm beendet ist. Meist ist eine Tranche ausgeschöpft oder ein Aufruf abgearbeitet, und der nächste folgt. Für die Planung heißt das: Ein Qualifizierungsvorhaben, das an ESF-Mitteln hängt, braucht einen Zeitkorridor mit Puffer, kein fixes Startdatum.

Durchgängig ausgeschlossen ist die Doppelförderung — dieselbe Rechnung darf nicht aus zwei öffentlichen Quellen bezahlt werden. Kombinationen sind möglich, aber nur über sauber getrennte Kostenpositionen.

Wo findest du das ESF-Programm deines Bundeslandes?

Für Bundesvorhaben ist esf.de die Anlaufstelle. Die dortige Programmsuche führt von einer Kategorie zu passenden Programmen samt Projektkontakten, und die ESF-Infostelle der DRV KBS berät Projekte und Antragsteller, die an einer ESF-Plus-Förderung des Bundes interessiert sind. Weil aber der größere Teil der Mittel bei den Ländern liegt, führt der Weg für betriebliche Weiterbildung fast immer über das ESF-Portal deines eigenen Landes oder dessen Förderbank.

Rechne bei Betriebsförderung außerdem mit einer beihilferechtlichen Frage im Antrag. Zuschüsse an Unternehmen werden häufig als De-minimis-Beihilfe abgewickelt. Dann musst du erklären, welche De-minimis-Beihilfen dein Unternehmen in den zurückliegenden Jahren bereits erhalten hat. Halte diese Übersicht laufend aktuell — sie ist regelmäßig der Punkt, an dem ein sonst fertiger Antrag liegen bleibt.

Datenbasis

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Bundesweit
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Förderungen aus anderen Themen-Welten — oft profitierst du von mehreren Programmen gleichzeitig.

Gewerbe-Photovoltaik

KfW 570 — Erneuerbare Energien Plus

bis 150,0 Mio. €

Zinsgünstiger KfW-Förderkredit für Unternehmen jeder Größe und Freiberufler, die in Anlagen zur Erzeugung von Strom, Wärme oder Kälte aus erneuerbaren Energien oder in Energiespeicher investieren. Finanziert werden bis zu 100 Prozent der Investitionskosten, maximal 150 Millionen Euro pro Vorhaben.

Bund Kredit Aktiv
Gewerbe-Photovoltaik

KfW 270 — Erneuerbare Energien Standard

bis 150,0 Mio. €

Der KfW-Kredit 270 finanziert Erneuerbare-Energien-Anlagen -- Photovoltaik, Windkraft, Wasserkraft, Biogas und Batteriespeicher -- zu kapitalmarktnahen Zinsen. Antragsberechtigt sind Privatpersonen, die einen Teil des Stroms einspeisen, Unternehmen, Freiberufler sowie kommunale Zweckverbände; Kommunen selbst sind ausgeschlossen. Der Kreditbetrag beträgt bis zu 150 Mio. Euro pro Vorhaben ohne Mindestbetrag, die Finanzierung deckt bis zu 100 Prozent der Investitionskosten ab.

Bund Kredit Aktiv
Kommunale Förderung

IKK – Investitionskredit Nachhaltige Mobilität

bis 150,0 Mio. €

Mit dem KfW-Investitionskredit Nachhaltige Mobilität (Programm 267) finanzieren Kommunen, Eigenbetriebe und Zweckverbände Investitionen in klimafreundliche Mobilität — bis zu 150 Millionen Euro Kredit pro Jahr und Antragsteller.

Bund Kredit Aktiv
Kommunale Förderung

IKK – Investitionskredit Kommunen

bis 150,0 Mio. €

Der IKK – Investitionskredit Kommunen der KfW finanziert langfristige Investitionen in die kommunale und soziale Infrastruktur. Bis zu 150 Mio. € pro Jahr und Antragsteller mit einem Finanzierungsanteil von bis zu 100 % bei Krediten bis 2 Mio. €.

Bund Kredit Aktiv
Wagniskapital-Zuschuss

Venture Tech Growth Financing (VTGF)

bis 125,0 Mio. €

Finanzierung für junge, innovative und schnell wachsende Technologieunternehmen mit Wagniskapital-Beteiligung. Finanzierungsbeteiligungen pari passu zu privaten Kreditgebern zwischen 500.000 € und 125 Mio. €.

Bund Kredit Aktiv
Kommunale Förderung

IKU – Investitionskredit Kommunale und Soziale Unternehmen

bis 100,0 Mio. €

Mit dem KfW-Investitionskredit für Kommunale und Soziale Unternehmen (Programm 148) finanziert die KfW Investitionen kommunaler und sozialer Unternehmen in Deutschland mit einem zinsgünstigen Förderkredit von bis zu 50 Millionen Euro pro Vorhaben (im Modul Energieversorgung bis 100 Mio. €).

Bund Kredit Aktiv

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