Förderungen für ESF+ Berufliche Bildung
Aus dem Europäischen Sozialfonds finanzierte Programme für Qualifizierung und Beschäftigungsfähigkeit. Umgesetzt werden sie von den Ländern, in mehrjährigen Förderperioden und mit eigenen Aufrufen, die feste Einreichfristen haben.
3 Förderungen im Überblick — immer auf dem neusten Stand.
3 Förderungen im Bereich ESF+ Berufliche Bildung
Betriebliche Weiterbildung Bayern (ESF+)
Die Förderung Betriebliche Weiterbildung Bayern unterstützt Unternehmen mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) dabei, ihre Beschäftigten beruflich weiterzubilden. Gefördert werden Anpassungsqualifizierungen für Erwerbstätige sowie der Aufbau betrieblicher Fortbildungssysteme. Ziel ist es, Beschäftigte an den technologischen und demografischen Wandel anzupassen.
Sozioökonomische Integration von Menschen mit Migrationsgeschichte
Das Land Brandenburg fördert die Integration von Menschen mit Migrationsgeschichte über zwei Fördergegenstände: ein kommunales Projektmanagement in Landkreisen und kreisfreien Städten sowie eine landesweite Koordinierungsstelle für Deutschkurse für Geflüchtete. Die Förderung erfolgt als Zuschuss aus Mitteln des ESF+.
bis zu 3,5 Mio. €
Hamburger Weiterbildungsbonus PLUS
Der Hamburger Weiterbildungsbonus PLUS ist ein Zuschuss der Freien und Hansestadt Hamburg zur beruflichen Weiterbildung von Beschäftigten und Selbstständigen mit Wohn- oder Arbeitsort in Hamburg. Gefördert werden in der Regel 40 Prozent der Lehrgangskosten, maximal 750 Euro (ab 2.500 Euro Lehrgangskosten maximal 1.000 Euro); im Handwerk bis zu 75 Prozent und maximal 1.000 Euro, bei SGB-II-Bezug bis zu 100 Prozent und maximal 1.500 Euro.
bis zu 1.500 €
ESF+ Berufliche Bildung: So greifen die Programme ineinander
Wer steht hinter dem ESF Plus — und wie kommt EU-Geld in deinen Betrieb?
Der Europäische Sozialfonds Plus ist kein einzelnes Förderprogramm, sondern ein Topf der EU-Strukturpolitik, aus dem viele Programme gespeist werden. Die laufende Förderperiode reicht von 2021 bis 2027. Auf Deutschland entfallen davon rund 6,56 Milliarden Euro — und die liegen nicht an einer Stelle: ungefähr 2,22 Milliarden Euro und damit 33,9 Prozent fließen in das ESF-Plus-Bundesprogramm, die übrigen rund 4,34 Milliarden Euro beziehungsweise 66,1 Prozent verwalten die Bundesländer.
Für dich als Betrieb ist das die aussagekräftigste Zahl auf dieser Seite. Zwei Drittel der Mittel liegen bei den Ländern. Deshalb heißt betriebliche Weiterbildungsförderung in Hamburg anders als in Bayern, hat andere Sätze, andere Antragswege und andere Zielgruppen. Ein bundesweit einheitliches ESF-Weiterbildungsprogramm für Unternehmen existiert in dieser Logik gar nicht — und wer danach sucht, sucht am falschen Ort.
Zweite Konstante: Der Fonds zahlt nie die volle Rechnung. Der ESF Plus fördert anteilig die Gesamtkosten, der Rest wird durch Eigenmittel des Projekts beziehungsweise durch private sowie öffentliche Drittmittel erbracht. Wer diesen Rest stellt — Land, Bund oder dein Betrieb —, legt das jeweilige Programm fest, nicht der Fonds.
Warum ESF-Programme in Aufrufen und Fenstern arbeiten
Ein Strukturfonds verteilt ein für sieben Jahre festgelegtes Budget, aufgeteilt auf Programme und Regionenkategorien. Daraus folgt eine Mechanik, die viele Betriebe irritiert: Es gibt kein dauerhaft geöffnetes Antragsformular, sondern Förderaufrufe. Sie werden im Bundesanzeiger und auf den ESF-Seiten veröffentlicht und laufen entweder einstufig als direkte Antragstellung oder zweistufig — dann reichst du zuerst eine Interessenbekundung ein und wirst erst nach positiver Prüfung zur Antragstellung aufgefordert.
Ein geschlossenes Fenster bedeutet deshalb selten, dass ein Programm beendet ist. Meist ist eine Tranche ausgeschöpft oder ein Aufruf abgearbeitet, und der nächste folgt. Für die Planung heißt das: Ein Qualifizierungsvorhaben, das an ESF-Mitteln hängt, braucht einen Zeitkorridor mit Puffer, kein fixes Startdatum.
Durchgängig ausgeschlossen ist die Doppelförderung — dieselbe Rechnung darf nicht aus zwei öffentlichen Quellen bezahlt werden. Kombinationen sind möglich, aber nur über sauber getrennte Kostenpositionen.
Wo findest du das ESF-Programm deines Bundeslandes?
Für Bundesvorhaben ist esf.de die Anlaufstelle. Die dortige Programmsuche führt von einer Kategorie zu passenden Programmen samt Projektkontakten, und die ESF-Infostelle der DRV KBS berät Projekte und Antragstellende, die an einer ESF-Plus-Förderung des Bundes interessiert sind. Weil aber der größere Teil der Mittel bei den Ländern liegt, führt der Weg für betriebliche Weiterbildung fast immer über das ESF-Portal deines eigenen Landes oder dessen Förderbank.
Rechne bei Betriebsförderung außerdem mit einer beihilferechtlichen Frage im Antrag. Zuschüsse an Unternehmen werden häufig als De-minimis-Beihilfe abgewickelt. Dann musst du erklären, welche De-minimis-Beihilfen dein Unternehmen in den zurückliegenden Jahren bereits erhalten hat. Halte diese Übersicht laufend aktuell — sie ist regelmäßig der Punkt, an dem ein sonst fertiger Antrag liegen bleibt.
Bundesweite Förderlandschaft, mit Quellen belegt.
Wir halten alle Förderprogramme aktuell und liefern dir die besten Ergebnisse — direkt verlinkt zur offiziellen Stelle, damit du immer auf dem neusten Stand bist.
Förderprogramme von Bundesbanken, Landesförderinstituten und kommunalen Trägern.
Jede Aussage verweist auf die offizielle Primärquelle.
Neue Richtlinien fließen in die Detail-Seiten ein, sobald sie veröffentlicht sind.
Keine geheime Redaktionslogik — alle Kriterien, Beträge und Fristen sind verlinkt.
Mehr rund um ESF+ Berufliche Bildung
Verwandte Themen-Hubs und thematisch passende Programme.
Wichtigste Programme
Verwandte Themen
Andere Themen-Hubs
Auch das könnte für dich relevant sein.
Förderungen aus anderen Themen-Welten — oft profitierst du von mehreren Programmen gleichzeitig.
SAB Gründungsberatungen Sachsen (ESF Plus)
Die SAB fördert professionelle Gründungsberatung in Sachsen: Neugründer erhalten bis zu 2.000 Euro (5 Tagwerke à 400 Euro), Unternehmensnachfolger bis zu 5.000 Euro (10 Tagwerke à 500 Euro). Voraussetzung: Haupt- oder Nebenwohnsitz in Sachsen.
Distr@l – Förderung digitaler Technologien und Innovationen (Hessen)
Mit dem Programm Distr@l fördert das Land Hessen digitale Technologien und Innovationen. Über sieben Förderlinien werden Machbarkeitsstudien, digitale Produkt- und Prozessinnovationen sowie Wissens- und Technologietransfer bezuschusst. Antragsberechtigt sind vor allem KMU der gewerblichen Wirtschaft mit Betriebssitz in Hessen.
Breitbandförderung Hessen — Darlehen an Infrastrukturgesellschaften
Ergänzend zum zuschussgeförderten Gigabitausbau in 'grauen Flecken' vergibt die WIBank Darlehen zur Finanzierung des Eigenanteils. Die maximale Laufzeit und Sollzinsbindung beträgt 20 Jahre, der Zinssatz liegt am unteren Rand des aktuellen Kapitalmarktniveaus.
KMU-innovativ: Zukunft der Wertschöpfung
KMU-innovativ: Zukunft der Wertschöpfung (bis 2023 „KMU-innovativ: Produktionsforschung") fördert risikoreiche Forschungs-, Entwicklungs- und Transformationsvorhaben von KMU und mittelständischen Unternehmen mit Zuschüssen. Unternehmen erhalten in der Regel bis zu 50 Prozent der förderfähigen Kosten, Hochschulen bis zu 100 Prozent. Skizzeneinreichung jeweils zum 15.04. und 15.10.
Landesinvestitionsförderprogramm (LIP 2014)
Das Land Bremen fördert mit dem Landesinvestitionsförderprogramm (LIP 2014) betriebliche Investitionen von Unternehmen des Handwerks, Handels, der Industrie und des Dienstleistungsgewerbes in Bremen und Bremerhaven. Gefördert werden Investitionsdarlehen der BAB, sachkapitalbezogene Investitionszuschüsse und Zinsverbilligungen.
LR-Förderkredite für Energieunternehmen (Rentenbank)
Zinsgünstiger Förderkredit der Landwirtschaftlichen Rentenbank für Energieunternehmen im ländlichen Raum — Bioenergie, Windenergie, Photovoltaik, Wasserkraft, Erdwärme sowie Speicherung und Verteilung erneuerbarer Energien. Finanziert werden bis zu 100 Prozent der förderfähigen Investitionskosten.
Noch mehr zu ESF+ Berufliche Bildung?
Schau dir verwandte Themen an, oder starte direkt mit deiner PLZ — wir zeigen dir, was in deiner Region zusätzlich gefördert wird.