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Forschungszulagen-Rechner 2026

Forschungszulage in 2 Minuten schätzen.

Die Forschungszulage nach dem Forschungszulagengesetz (FZulG) ist eine steuerliche Förderung für Forschungs- und Entwicklungs-Aufwendungen — keine klassische Förderbank-Zuschuss, sondern eine Steuergutschrift über das Finanzamt. Anspruchsberechtigt sind alle in Deutschland steuerpflichtigen Unternehmen und Selbständigen, auch Einzelunternehmer und Solo-Freelancer im Nebenerwerb. Quote: 25 %, für KMU 35 %. Maximale Bemessungsgrundlage seit 28. März 2024 bei 12 Mio. € pro Wirtschaftsjahr.

KMU-Quote
35 %
Standard 25 %
Eigenleistung 2026
100 €/h
vorher 70 €/h
Max. Bemessung
12 Mio €
pro Wirtschaftsjahr
Wirtschaftsjahr & Status
Wirtschaftsjahr
Was zählt überhaupt als Forschung & Entwicklung?

Förderfähig: Entwicklung neuartiger Verfahren, Algorithmen oder Produkte mit ungewissem Ausgang. Beispiele: KI-/ML-Modelle, neue Software-Architekturen, Verfahrens-Innovation, Prototyp-Erprobung.

Nicht förderfähig: Standard-Programmierung, Webseiten-Aufbau, Auftragsentwicklung mit bekannten Techniken, Bug-Fixing, Routine-Verbesserungen.

Maßstab sind die fünf Frascati-Kriterien der OECD: neuartig, schöpferisch, ungewiss, systematisch, übertragbar. Die BSFZ prüft im Antrag.

Deine eigene Arbeitszeit an der Innovation
Geschätzte Forschungszulage
21.000 €/ Jahr
So setzt sich das zusammen
Deine Arbeitszeit (10 h × 50 Wo × 100 €)50.000 €
+ Gemeinkostenpauschale (20 %)10.000 €
= Förderfähige Summe60.000 €
× Quote 35 % (KMU-Bonus)21.000 €
BSFZ-Bescheinigung beantragen →
So haben wir gerechnetaufklappen

Bemessungsgrundlage nach § 3 FZulG: FuE-Personalkosten (100 %) + Eigenleistung Einzel-/Mitunternehmer (Stunden × Pauschale) + Auftragsforschung (70 %). Ab Wirtschaftsjahr 2026 zusätzlich pauschale 20 % Gemeinkostenpauschale auf die direkten Projektkosten.

Eigenleistungs-Pauschale für Einzel-/Mitunternehmer: 70 €/h für Wirtschaftsjahre 2024 und 2025, ab 1. Januar 2026 pauschal 100 €/h (Standortfördergesetz). Maximal 40 Wochenstunden pro Person sind anrechenbar — alles darüber wird gekappt.

Förderquote nach § 4 FZulG: 25 % der Bemessung für alle anspruchsberechtigten Unternehmen, 35 % für KMU (eingeführt durch das Wachstumschancengesetz vom 28.03.2024). KMU-Definition: weniger als 250 Mitarbeitende und weniger als 50 Mio € Umsatz oder weniger als 43 Mio € Bilanzsumme — inklusive Partner-/Verbundunternehmen nach EU-Empfehlung 2003/361/EG.

Cap-Logik: Maximale Bemessungsgrundlage seit 28. März 2024 bei 12 Mio € pro Wirtschaftsjahr — ein KMU kann also bis zu 4,2 Mio € Forschungszulage pro Jahr beantragen, alle anderen bis 3 Mio €.

Was wir vereinfachen: KMU-Status wird als Bool erfragt — die tatsächliche EU-KMU-Definition prüft Mitarbeiter, Umsatz, Bilanzsumme und Partner-/Verbundunternehmen. Auftragsforschung an gemeinnützige Forschungseinrichtungen mit Sondervorschriften ist nicht modelliert. Verbindlich ist der Festsetzungsbescheid des Finanzamts.

Quellen: § 3, § 4 FZulG (gesetze-im-internet.de), Wachstumschancengesetz vom 28.03.2024, Standortfördergesetz Inkrafttreten 01.01.2026, Merkblatt der Bescheinigungsstelle Forschungszulage.

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Wie haben sich die FZulG-Pauschalen entwickelt?

Die Forschungszulage wurde seit Einführung 2020 mehrfach verbessert. Wesentliche Änderungen kamen mit dem Wachstumschancengesetz (28.03.2024) und dem Standortfördergesetz (1.1.2026). Die Tabelle zeigt die Entwicklung der wichtigsten Parameter [3].

Wirtschaftsjahr Eigenleistung Quote KMU Gemeinkosten Max. Bemessung
bis 30.06.2020 40 €/h 25 % 2 Mio €
01.07.2020 – 31.03.2024 40 €/h 25 % 4 Mio €
28.03.2024 – 31.12.2025 70 €/h 35 % NEU 12 Mio € NEU
ab 01.01.2026 100 €/h NEU 35 % +20 % NEU 12 Mio €

Quelle: § 3 + § 4 FZulG, Wachstumschancengesetz vom 28.03.2024, Standortfördergesetz mit Inkrafttreten zum 1. Januar 2026. Förderdauer für KMU effektiv stark verbessert.

Wie beantragst du die Forschungszulage?

Der Antrag läuft in drei Schritten — der erste Schritt ist die BSFZ-Bescheinigung, die den FuE-Charakter des Vorhabens unabhängig vom Finanzamt prüft. Erst danach kommt der eigentliche Steuer-Antrag.

  1. BSFZ-Bescheinigung beantragen — Online-Antrag bei der Bescheinigungsstelle Forschungszulage. Beschreibe dein FuE-Vorhaben mit Hypothesen, Methodik und erwarteten Ergebnissen. Bearbeitung ~3 Monate, kostenlos. Bescheinigung gilt für das gesamte Vorhaben über mehrere Wirtschaftsjahre.
  2. Anlage zur Steuererklärung — Mit der jährlichen Einkommen- oder Körperschaftsteuer-Erklärung wird die Anlage Forschungszulage eingereicht. Aufstellung der förderfähigen Aufwendungen pro Wirtschaftsjahr (Personalkosten, Eigenleistung, Auftragsforschung) — die BSFZ-Bescheinigung wird beigelegt.
  3. Festsetzung + Anrechnung/Auszahlung — Das Finanzamt prüft formell und erlässt einen Festsetzungsbescheid. Die Zulage wird auf die Steuerschuld angerechnet. Übersteigt sie diese, wird der Differenzbetrag innerhalb 4–12 Wochen direkt ausgezahlt — auch im Verlustfall.

Welche Persona passt zu dir?

Vier typische Konstellationen mit unterschiedlichen Voreinstellungen für den Rechner. Klick zur Persona für konkrete Beispiele und Antrags-Hinweise.

Häufige Fragen zur Forschungszulage 2026

Wer hat Anspruch auf die Forschungszulage?

Alle in Deutschland steuerpflichtigen Unternehmen und Selbständigen — unabhängig von Größe, Rechtsform oder Branche. Eingeschlossen sind Kapitalgesellschaften (GmbH, AG), Personengesellschaften, Einzelunternehmer und Freiberufler. Auch Solo-Selbständige im Nebenerwerb sind anspruchsberechtigt, solange sie steuerpflichtige Einkünfte aus selbständiger Tätigkeit erzielen [1].

Wie hoch ist die Forschungszulage 2026?

Die Quote beträgt 25 % der förderfähigen Aufwendungen für alle anspruchsberechtigten Unternehmen, für KMU 35 % [2]. Maximale Bemessungsgrundlage seit 28. März 2024 (Wachstumschancengesetz): 12 Mio. € pro Wirtschaftsjahr — ein KMU kann also bis zu 4,2 Mio. € Forschungszulage pro Jahr beantragen. Ab 1. Januar 2026 zusätzlich 20 % Gemeinkostenpauschale auf direkte Projektkosten [3].

Wieviel zählt meine eigene Arbeitszeit als Einzelunternehmer?

Einzel- und Mitunternehmer können ihre eigene FuE-Arbeitszeit pauschal mit 70 €/h für Wirtschaftsjahre 2024 und 2025 ansetzen, ab 1. Januar 2026 mit 100 €/h (Standortfördergesetz). Maximal 40 Wochenstunden pro Person sind anrechenbar — das ergibt eine maximale Eigenleistung von 200.000 € pro Person und Jahr ab 2026 (40 h × 50 Wo × 100 €) [3].

Was zählt als FuE-Vorhaben im Sinne des FZulG?

Das Vorhaben muss die fünf Frascati-Kriterien der OECD erfüllen: neuartig (Stand der Technik wird übertroffen), schöpferisch (eigene Hypothesen, Konzepte), ungewiss (Ergebnis nicht vorhersehbar), systematisch (planmäßiges Vorgehen) und übertragbar (Ergebnisse reproduzierbar). Reine Standardprogrammierung, klassische Auftragsentwicklung oder routinemäßige Verbesserungen reichen nicht aus [4].

Wie lange dauert die BSFZ-Bescheinigung?

Im Schnitt drei Monate ab Eingang des vollständigen Antrags. Die Bescheinigung ist kostenlos und gilt für das gesamte FuE-Vorhaben — auch über mehrere Wirtschaftsjahre hinweg. Bei Folgejahren ist nur eine Aktualisierungs-Anzeige notwendig, kein neuer Vollantrag [5].

Was passiert, wenn meine Steuerschuld kleiner ist als die Forschungszulage?

In diesem Fall wird die Differenz durch das Finanzamt direkt ausgezahlt. Auch im Verlustfall — also bei keiner oder negativer Steuerschuld — fließt die volle Zulage. Damit funktioniert die Forschungszulage praktisch wie ein Liquiditäts-Zuschuss, gerade für junge Unternehmen mit Anlaufverlusten.

Wann lohnt sich der Antrag rückwirkend?

Der Antrag beim Finanzamt kann rückwirkend für die letzten vier Wirtschaftsjahre gestellt werden, solange die jeweilige Steuererklärung noch änderbar ist. Bei einem typischen Solo-Selbständigen mit 20 h FuE/Woche summiert sich die Nachzahlung auf 50.000–70.000 € — bei Antragstellung in 2026 für die Jahre 2022 bis 2025.

Quellen

  1. FZulG § 1 — Anspruchsberechtigte§ 1 FZulG: alle nach EStG/KStG steuerpflichtigen Unternehmen mit Einkünften aus Land-/Forstwirtschaft, Gewerbe oder selbständiger Tätigkeit.
  2. FZulG § 4 — Höhe der Forschungszulage§ 4 FZulG: 25 % der Bemessungsgrundlage, KMU 35 % (eingeführt durch Wachstumschancengesetz 2024).
  3. FZulG § 3 — Bemessungsgrundlage§ 3 FZulG: Personalkosten (100 %) + Eigenleistung (100 €/h ab 2026) + Auftragsforschung (70 %) + Gemeinkostenpauschale (20 % ab 2026).
  4. Frascati-Kriterien für FuEBSFZ-FAQ zu förderfähigen FuE-Vorhaben: neuartig, schöpferisch, ungewiss, systematisch, übertragbar (OECD-Frascati-Manual).
  5. Antrags-Portal BSFZbescheinigung-forschungszulage.de/antrag: Online-Antragstellung für die Bescheinigung. Bearbeitungsdauer ~3 Monate, kostenlos.
  6. WachstumschancengesetzBMF-Information zum Wachstumschancengesetz: KMU-Quote 35 %, max. Bemessung 12 Mio € (Inkrafttreten 28.03.2024).
Was du als Nächstes tun kannst
  • BSFZ-Bescheinigung beantragen: bescheinigung-forschungszulage.de/antrag — kostenlos, ~3 Monate Bearbeitung, gilt mehrere Wirtschaftsjahre.
  • Master-Page lesen: /foerderung/forschungszulage-fzulg — Vollständige redaktionelle Programm-Beschreibung mit Voraussetzungen, Statistiken, Antragsweg.
  • Mit anderen FuE-Förderungen kombinieren: ZIM und KMU-innovativ sind direkt kumulierbar — nur die geförderten Aufwendungen dürfen nicht doppelt geltend gemacht werden.