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Forschungszulage · GmbH KMU

Forschungszulage für GmbHs und KMU mit angestelltem FuE-Personal.

Kapitalgesellschaften mit angestelltem FuE-Personal sind die größte Empfänger-Gruppe der Forschungszulage. Personalkosten zählen zu 100 % zur Bemessungsgrundlage, Auftragsforschung zu 70 %. Bei der maximalen Bemessungsgrundlage von 12 Mio € für Aufwendungen ab 2026 fließt für KMU bis zu 4,2 Mio € Steuergutschrift jährlich (2024/2025: 10 Mio € Bemessung, bis 3,5 Mio € Zulage).

Beispiel-Rechnung
Beispiel: KMU mit 2 Vollzeit-FuE-Mitarbeitern + 50 k Auftragsforschung 2026

200.000 € FuE-Personalkosten (2 × 100.000 € Bruttogehalt + AG-Anteile) + 50.000 € × 70 % = 35.000 € Auftragsforschung = 235.000 € direkte Kosten. + 20 % Gemeinkostenpauschale = 282.000 € Bemessungsgrundlage. × 35 % KMU-Quote = **98.700 € Forschungszulage pro Jahr**. Bei mittlerer KMU-Größe mit 5–10 FuE-Mitarbeitern steigt das in den 250–500 k-Bereich pro Jahr.

Wie hoch ist deine Forschungszulage in diesem Fall?

Der Rechner unten ist mit den typischen Eckwerten für deine Konstellation vorbelegt — du kannst Stunden, Wirtschaftsjahr und KMU-Status anpassen und siehst sofort, wie sich Bemessungsgrundlage nach § 3 FZulG und Quote nach § 4 FZulG auf deine Steuergutschrift auswirken [1].

Wirtschaftsjahr & Status
Wirtschaftsjahr
Was zählt überhaupt als Forschung & Entwicklung?▾

Förderfähig: Entwicklung neuartiger Verfahren, Algorithmen oder Produkte mit ungewissem Ausgang. Beispiele: KI-/ML-Modelle, neue Software-Architekturen, Verfahrens-Innovation, Prototyp-Erprobung.

Nicht förderfähig: Standard-Programmierung, Webseiten-Aufbau, Auftragsentwicklung mit bekannten Techniken, Bug-Fixing, Routine-Verbesserungen.

Maßstab sind die fünf Frascati-Kriterien der OECD: neuartig, schöpferisch, ungewiss, systematisch, übertragbar. Die BSFZ prüft im Antrag.

Deine eigene Arbeitszeit an der Innovation
Geschätzte Forschungszulage
98.700 €/ Jahr
So setzt sich das zusammen
+ Lohnkosten FuE-Mitarbeiter (100 %)200.000 €
+ Externe Forschungsaufträge × 70 %35.000 €
+ Gemeinkostenpauschale (20 %)47.000 €

Nur für Vorhaben mit Beginn nach dem 31.12.2025 — bei früher gestarteten Vorhaben entfällt die Pauschale.

= Förderfähige Summe282.000 €
× Quote 35 % (KMU-Bonus)98.700 €
BSFZ-Bescheinigung beantragen →
So haben wir gerechnetaufklappen

Bemessungsgrundlage nach § 3 FZulG: FuE-Personalkosten (100 %) + Eigenleistung Einzel-/Mitunternehmer (Stunden × Pauschale) + Auftragsforschung (70 %). Für Vorhaben mit Beginn nach dem 31. Dezember 2025 zusätzlich pauschal 20 % Gemein- und Betriebskosten auf die übrigen förderfähigen Aufwendungen — der Rechner setzt sie für das Wirtschaftsjahr 2026 an.

Eigenleistungs-Pauschale für Einzel-/Mitunternehmer: 70 €/h für Tätigkeiten nach dem 27. März 2024, für Tätigkeiten ab 1. Januar 2026 pauschal 100 €/h (Investitionssofortprogramm) — auch in Vorhaben, die vorher begonnen haben. Maximal 40 Wochenstunden pro Person sind anrechenbar — alles darüber wird gekappt.

Förderquote nach § 4 FZulG: 25 % der Bemessung für alle anspruchsberechtigten Unternehmen, 35 % für KMU (eingeführt durch das Wachstumschancengesetz vom 27.03.2024, für Tätigkeiten ab 28.03.2024). KMU-Definition: weniger als 250 Mitarbeiter und höchstens 50 Mio € Umsatz oder höchstens 43 Mio € Bilanzsumme — inklusive Partner-/Verbundunternehmen nach EU-Empfehlung 2003/361/EG.

Cap-Logik: Maximale Bemessungsgrundlage 10 Mio € für Aufwendungen vom 28. März 2024 bis 31. Dezember 2025 (bis zu 3,5 Mio € Zulage für KMU, 2,5 Mio € für alle anderen), 12 Mio € für Aufwendungen ab 1. Januar 2026 (bis zu 4,2 Mio € bzw. 3 Mio €).

Was wir vereinfachen: KMU-Status wird als Bool erfragt — die tatsächliche EU-KMU-Definition prüft Mitarbeiter, Umsatz, Bilanzsumme und Partner-/Verbundunternehmen. Auftragsforschung an gemeinnützige Forschungseinrichtungen mit Sondervorschriften ist nicht modelliert. Verbindlich ist der Festsetzungsbescheid des Finanzamts.

Quellen: § 3, § 4 FZulG (gesetze-im-internet.de), Wachstumschancengesetz vom 27.03.2024, Gesetz für ein steuerliches Investitionssofortprogramm (BGBl. 2025 I Nr. 161, FZulG-Änderungen ab 01.01.2026), Bescheinigungsstelle Forschungszulage.

Service · Steuer

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Welche Eckwerte gelten 2026?

Die folgenden Sätze sind die Stand-2026-Bezugsgrößen für jede Forschungszulagen-Berechnung — sie kommen direkt aus § 3 und § 4 FZulG in der Fassung des Investitionssofortprogramms [2][3][4].

FZulG-Eckwerte 2026: Pauschalen, Quoten, Höchstgrenzen
Kennzahl Wert Rechtsgrundlage
Eigenleistungs-Pauschale ab 2026 100 €/Stunde § 3 Abs. 3 FZulG [2]
Maximale Wochenstunden pro Person 40 h/Woche § 3 Abs. 3 FZulG [2]
Quote KMU 35 % § 4 Abs. 2 FZulG [3]
Quote Standard (Nicht-KMU) 25 % § 4 Abs. 1 FZulG [3]
Auftragsforschung-Anrechnung 70 % der Auftragssumme § 3 Abs. 4 FZulG [2]
Gemeinkostenpauschale (Vorhabenbeginn nach 31.12.2025) +20 % auf direkte Kosten Investitionssofortprogramm [4]
Maximale Bemessung (Aufwendungen ab 2026) 12.000.000 € § 3 Abs. 5 FZulG [2]
Max. Forschungszulage KMU/Jahr 4.200.000 € 12 Mio × 35 %

100 €/h und 12 Mio € gelten für Stunden und Aufwendungen ab dem 1. Januar 2026, die 20-%-Pauschale nur für Vorhaben, die nach dem 31. Dezember 2025 beginnen. Für Aufwendungen vom 28. März 2024 bis 31. Dezember 2025 gelten 70 €/h, keine Pauschale und höchstens 10 Mio € Bemessungsgrundlage (Zulage bis 3,5 Mio € für KMU) [4].

Welche Personalkosten zählen voll zur Bemessungsgrundlage?

Anrechenbar nach § 3 Abs. 1 FZulG sind die Bruttoarbeitsentgelte aller FuE-Mitarbeiter plus die Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung — also Bruttolohn, Krankenversicherung, Renten- und Arbeitslosenversicherung, gesetzliche Unfallversicherung, Pflegeversicherung. Nicht anrechenbar sind freiwillige Zusatzleistungen (Dienstwagen, betriebliche Altersvorsorge über die Pflicht hinaus) — diese werden gesondert geprüft. Bei Geschäftsführer-Gehältern in der eigenen GmbH gelten Sondervorschriften (siehe FAQ).

Wie hoch ist die maximale Forschungszulage für KMU?

Für Aufwendungen ab dem 1. Januar 2026 beträgt die maximale Bemessungsgrundlage 12 Mio. € pro Wirtschaftsjahr (Investitionssofortprogramm). Mit der KMU-Quote von 35 % ergibt sich eine maximale Forschungszulage von 4,2 Mio. € pro Jahr — wiederkehrend. Für Aufwendungen vom 28. März 2024 bis 31. Dezember 2025 galten 10 Mio. € (max. 3,5 Mio. € KMU-Zulage), davor 4 Mio. € bei einheitlich 25 % Quote (max. 1 Mio. € Zulage). Maßgeblich ist, wann die Aufwendungen entstanden sind.

Wie wird Auftragsforschung angerechnet?

Extern vergebene FuE-Aufträge an Forschungseinrichtungen, andere Unternehmen oder Hochschulen werden mit pauschal 70 % der bezahlten Rechnungsbeträge angerechnet (§ 3 Abs. 4 FZulG). Wer also 100.000 € Auftragsforschung an ein Fraunhofer-Institut vergibt, kann 70.000 € als Bemessungsgrundlage geltend machen. Bei Auftragsforschung an gemeinnützige Forschungseinrichtungen mit Sitz in der EU gelten zusätzliche Sondervorschriften — bitte mit dem Steuerberater abstimmen.

Was bringt die Gemeinkostenpauschale ab 2026?

Mit dem Gesetz für ein steuerliches Investitionssofortprogramm (BGBl. 2025 I Nr. 161) werden für Vorhaben, die nach dem 31. Dezember 2025 beginnen, Gemein- und Betriebskosten pauschal mit 20 % der übrigen förderfähigen Aufwendungen berücksichtigt — keine Belegpflicht, automatischer Aufschlag. Bei einem KMU mit 1 Mio. € Personalkosten erhöht sich die Bemessung damit auf 1,2 Mio. €, die Forschungszulage steigt von 350.000 € auf 420.000 € — nur durch die Pauschalisierung, ohne zusätzliche FuE-Investition. Für Vorhaben mit Beginn vor 2026 entfällt die Pauschale.

Was zählt als Mitarbeiter im FuE-Bereich?

Anerkannt sind alle Mitarbeiter, die nachweislich an einem von der BSFZ bescheinigten FuE-Vorhaben arbeiten — Software-Entwickler, Wissenschaftler, Ingenieure, Laboranten. Anteilige Arbeitszeit ist möglich: ein Mitarbeiter mit 50 % FuE-Anteil an einem Projekt wird mit 50 % seiner Personalkosten in die Bemessung eingerechnet. Verwaltungspersonal, Vertrieb und reine Auftragsabwicklung zählen nicht.

Kombinierbarkeit mit ZIM, KMU-innovativ oder INVEST

Die Forschungszulage ist mit allen anderen FuE-Förderungen kumulierbar — also auch mit ZIM, KMU-innovativ oder INVEST-Wagniskapital-Zuschuss. Allerdings dürfen die geförderten Aufwendungen nicht doppelt geltend gemacht werden: wenn ein Aufwand bereits über ZIM bezuschusst wird, fällt er aus der Bemessungsgrundlage der Forschungszulage heraus. In der Praxis splitten KMU ihre FuE-Aufwendungen pro Vorhaben in geförderte und ungeförderte Bereiche.

Häufige Fragen

Zählt das Geschäftsführer-Gehalt der eigenen GmbH zur Bemessungsgrundlage?

▾

Bei einer Kapitalgesellschaft (GmbH, AG) gilt das Geschäftsführer-Gehalt als regulärer Personalaufwand und ist anrechenbar — aber nur in dem Anteil, der nachweislich auf FuE-Tätigkeit entfällt. Dokumentation der FuE-Stunden ist Pflicht. Wichtig: bei Solo-Geschäftsführer-GmbHs prüfen Finanzämter die Angemessenheit des Gehalts kritisch — überhöhte Gehälter werden teilweise umqualifiziert und fallen aus der Bemessung.

Was, wenn meine GmbH bereits durch das Wachstumschancengesetz die KMU-Quote von 35 % nutzt?

▾

Die KMU-Quote von 35 % gilt für förderfähige Aufwendungen, die nach dem 27. März 2024 entstanden sind. Die KMU-Definition prüft jährlich neu — wer mit Wachstum die Schwellen überschreitet (250 Mitarbeiter, 50 Mio. € Umsatz oder 43 Mio. € Bilanzsumme), fällt im Folgejahr auf die Standard-Quote von 25 % zurück. Übergangsregeln gibt es nicht — die Schwellenüberschreitung wirkt direkt.

Wie lang gilt eine BSFZ-Bescheinigung für eine GmbH?

▾

Die Bescheinigung gilt für das gesamte bescheinigte FuE-Vorhaben — typisch 3–5 Jahre. Pro Wirtschaftsjahr ist nur eine Aktualisierungs-Anzeige bei der BSFZ notwendig (kein Vollantrag), in der die laufende FuE-Arbeit kurz zusammengefasst wird. Nach Abschluss des Vorhabens ist eine neue Bescheinigung für ein neues Vorhaben erforderlich. Eine GmbH kann beliebig viele FuE-Vorhaben parallel bescheinigen lassen.

Müssen die FuE-Mitarbeiter in Deutschland sitzen?

▾

Ja. Nach § 3 FZulG werden nur Personalkosten von Mitarbeitern mit Sitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in Deutschland anrechenbar. Auftragsforschung an EU-Auftragnehmer ist erlaubt, an Drittstaaten dagegen nicht. Internationale Konzerne mit FuE-Standorten außerhalb der EU müssen die Personalaufwendungen separieren.

Welche Persona passt eher zu dir?

Originalquellen

  1. [1] FZulG — Forschungszulagengesetz Volltext — Bundesrepublik Deutschland (BMJ).
  2. [2] § 3 FZulG — Bemessungsgrundlage — Bundesrepublik Deutschland (BMJ).
  3. [3] § 4 FZulG — Höhe der Forschungszulage — Bundesrepublik Deutschland (BMJ).
  4. [4] Gesetz für ein steuerliches Investitionssofortprogramm — BGBl. 2025 I Nr. 161 (max. Bemessung 12 Mio €, Eigenleistung 100 €/h ab 1.1.2026, 20 % Gemein- und Betriebskosten für Vorhaben mit Beginn nach dem 31.12.2025).
  5. [5] Bescheinigungsstelle Forschungszulage (BSFZ) — DLR-Projektträger im Auftrag des BMFTR.
  6. [6] § 3 FZulG — Bemessungsgrundlage — Bundesrepublik Deutschland (BMJ) .
  7. [7] § 4 FZulG — Höhe der Forschungszulage — Bundesrepublik Deutschland (BMJ) .
  8. [8] BSFZ — Bescheinigungsstelle Forschungszulage — Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR-PT) im Auftrag des BMFTR .
  9. [9] Wachstumschancengesetz — BMF-Monatsbericht April 2024 — Bundesministerium der Finanzen .
  10. [10] Hub-Seite Forschungszulagen-Rechner — /rechner/fzulg (Standard-Rechner mit allen Optionen + Pauschalen-Verlauf).
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