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Förderungen für Ausbildungsförderung

Zuschüsse rund um den Ausbildungsplatz: Einstiegsqualifizierung, assistierte Ausbildung und Prämien für zusätzlich geschaffene Plätze. Für Betriebe in Schwierigkeiten gibt es Programme, die die Fortführung begonnener Ausbildungen sichern sollen.

10 Förderungen im Überblick — immer auf dem neusten Stand.

10 Förderungen im Bereich Ausbildungsförderung

Zuschuss Land

Qualifizierte Ausbildung im Verbundsystem (PAV) Brandenburg

Brandenburger Zuschuss aus ESF+ und Landesmitteln für die Ausbildung im Verbund: Ausbildungsbetriebe und ihre Verbundpartner erhalten Pauschalen je Lehrgangstag und Auszubildendem, wenn Ausbildungsabschnitte bei einem Verbundpartner stattfinden. Für Zusatzqualifikationen und Prüfungsvorbereitung stellen Verbund- oder Kooperationspartner wie Bildungsträger den Antrag, nicht der ausbildende Betrieb.

Zuschuss Land

NBank Auszubildende aus Insolvenzbetrieben

Niedersächsische NBank-Förderung für Unternehmen, die Auszubildende aus Insolvenzbetrieben übernehmen. Zuschuss von bis zu 40 Prozent (Stärker entwickelte Region) bzw. 60 Prozent (Übergangsregion) auf standardisierte Einheitskosten von monatlich 1.200 Euro seit 1. Januar 2026 (ab 1. Januar 2028: 1.300 Euro).

Zuschuss Land

NBank Ausbildungsverbünde Niedersachsen

Niedersächsische NBank-Förderung der Verbundausbildung in anerkannten Ausbildungsberufen: Zuschuss aus ESF+-Mitteln mit grundsätzlich 40 Prozent der förderfähigen Ausgaben im übrigen Niedersachsen und 60 Prozent in der Übergangsregion. Restkostenpauschale von 35 Prozent auf direkte Personalausgaben für Bildungs- und Beratungspersonal sowie Ausbildungsvergütung.

Zuschuss Bund

Ausbildung zum Berufskraftfahrer im Güterkraftverkehr

Zuschuss für Unternehmen des Güterkraftverkehrs für betriebliche Ausbildungsverhältnisse zum Berufskraftfahrer. Förderquote bis 70 % auf pauschal 50.000 € förderfähige Kosten je Ausbildungsverhältnis, max. 3 Mio. € je Ausbildungsvorhaben.

bis zu 3 Mio. €

Darlehen Land

Aus- und Weiterbildungskredit RLP

Die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) vergibt mit dem Aus- und Weiterbildungskredit RLP (601/602) Kredite an Freiberufler, kleine und mittlere Unternehmen sowie MidCap-Unternehmen zur Schaffung und Sicherung von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen. Voraussetzung ist mindestens eine Maßnahme wie die Beschäftigung von Auszubildenden, ein Ausbildungsverbund oder fachliche Weiterbildung. Der Kredit finanziert bis zu 100 Prozent der förderfähigen Kosten, maximal 2 Millionen Euro.

bis zu 2 Mio. €

Zuschuss Bund

Aus- und Weiterbildungsförderung in der deutschen Binnenschifffahrt

Zuschüsse zu Aus- und Weiterbildungskosten für in Deutschland ansässige Binnenschifffahrtsunternehmen, Ausbildungsvereine und Verbundausbildungs-Unternehmen. Gefördert werden 50 Prozent der Kosten, für mittlere Unternehmen 60 und für kleine Unternehmen 70 Prozent — maximal 76.000 Euro für die bis zu 42-monatige Ausbildung zum Binnenschifffahrtskapitän.

bis zu 76.000 €

Zuschuss Land

SAB Beratungsförderung Internationals Sachsen

Sachsen-Zuschuss für KMU, die Fachkräfte oder Auszubildende aus Drittstaaten einstellen. Kleinstunternehmen erhalten bis zu 8.000 € pro Beschäftigungsverhältnis. Bis zu drei Beschäftigungs- und drei Ausbildungsverhältnisse je Antragsteller förderbar. Richtlinie gilt ab 01.07.2024.

bis zu 8.000 €

Zuschuss Land

Ausbildungsplatzförderung Hessen (Förderrichtlinie Berufliche Bildung)

Die hessische Ausbildungsplatzförderung unterstützt Ausbildungsbetriebe, die Ausbildungsplätze für junge Menschen mit schwierigen Startvoraussetzungen oder nach Ausbildungsunterbrechungen bereitstellen. Betriebe erhalten einen einmaligen Zuschuss von 3.000 Euro je Ausbildungsplatz. Antrag online beim Regierungspräsidium Kassel.

bis zu 3.000 €

Zuschuss Land

ISB Förderung der Auszubildenden aus Insolvenzbetrieben Rheinland-Pfalz

Die ISB fördert Ausbildungsbetriebe in Rheinland-Pfalz mit einem einmaligen Zuschuss von 2.500 EUR, wenn sie einen Auszubildenden übernehmen, der seinen Ausbildungsplatz durch Insolvenz, Betriebsschließung oder Verlust der Ausbildungsberechtigung verloren hat.

bis zu 2.500 €

Zuschuss Land

Schulgeldreduzierung Gesundheitsfachberufe (VwVSchulRed)

Baden-Württemberg unterstützt Schulträger freier Ersatz- und Ergänzungsschulen dabei, das monatliche Schulgeld für Auszubildende in Gesundheitsfachberufen wie Physiotherapie, Logopädie, Ergotherapie, Podologie, Medizinisch-Technischer Assistenz, Diätassistenz oder Masseur und medizinischem Bademeister zu senken. Ersatzschulen erhalten dafür bis zu 40 Euro, Ergänzungsschulen bis zu 140 Euro pro Schüler und Monat.

bis zu 140 €

Gut zu wissen

Ausbildungsförderung: So greifen die Programme ineinander

Welche Hilfen der Arbeitsagentur hängen am Ausbildungsplatz selbst?

Bevor du über Landesprämien nachdenkst, lohnt der Blick auf die Instrumente, die bundesweit an jedem Ausbildungsplatz hängen. Das erste davon setzt noch vor dem Lehrvertrag an: die Einstiegsqualifizierung. Sie ist ein sozialversicherungspflichtiges Praktikum und dauert nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit mindestens 4 und höchstens 12 Monate. Du schließt einen Praktikumsvertrag, zahlst eine Praktikumsvergütung und führst Sozialversicherungsbeiträge ab — beides kann bezuschusst werden. Feste Sätze nennt die Bundesagentur bewusst nicht dauerhaft, weil Zuschuss und Sozialversicherungspauschale regelmäßig angepasst werden; die aktuelle Zahl kommt vom Arbeitgeber-Service.

Läuft die Ausbildung bereits und wackelt sie, greift die Assistierte Ausbildung. Sie ist kein Geldtransfer an dich, sondern eine Sachleistung: Stütz- und Förderunterricht bei Wissenslücken, sozialpädagogische Betreuung bei Konflikten, Entlastung deiner Ausbilder bei Verwaltung und Organisation. Die Kosten der Maßnahme übernehmen vollständig die Agenturen für Arbeit oder das Jobcenter — für deinen Betrieb entsteht kein Rechnungsposten.

Beide Instrumente laufen über den Arbeitgeber-Service, nicht über eine Förderbank, und sie stehen neben den Programmen auf dieser Seite. Ein Landesprogramm schließt sie also nicht aus.

Was zahlt die Arbeitsagentur, wenn du einen Menschen mit Behinderung ausbildest?

Hier verlässt du die reine Sachleistung. Für die Aus- oder Weiterbildung von Menschen mit Behinderung gibt es einen echten Zuschuss zur Vergütung, und der liegt höher, als die meisten Betriebe erwarten: bei Rehabilitanden bis zu 60 Prozent der monatlichen Aus- oder Weiterbildungsvergütung, bei schwerbehinderten oder ihnen gleichgestellten Menschen bis zu 80 Prozent.

Anders als bei kurzen Einstellungshilfen ist die Laufzeit nicht das Nadelöhr. Gezahlt wird monatlich und in der Regel über die gesamte Dauer der Aus- oder Weiterbildung, außerbetriebliche Abschnitte und notwendige Verlängerungen eingeschlossen. Die Höhe wird im Einzelfall festgelegt, und zwar vor Beginn — nachträglich lässt sich das nicht mehr reparieren.

Warum die Länder trotzdem eigene Ausbildungsplatz-Programme auflegen

Die Bundesinstrumente setzen an der Person an: an einem Bewerber, der eine Brücke braucht, oder an einem Azubi mit Unterstützungsbedarf. Was sie nicht lösen, ist ein Platz, der schlicht unbesetzt bleibt, oder ein Betrieb, der die Ausbildungsinhalte allein nicht vollständig abdecken kann. Genau dort setzen die Länder an — mit Prämien für zusätzliche oder wiederbesetzte Plätze, mit Zuschüssen für Verbundausbildung, bei der ein Partnerbetrieb einzelne Abschnitte übernimmt, und mit Entlastungen beim Schulgeld in Berufen, deren Ausbildung an privaten Schulen stattfindet.

Den kalkulatorischen Rahmen für jede dieser Rechnungen setzt § 17 BBiG. Die Mindestvergütung ist dort nach Ausbildungsjahr gestaffelt: auf den Betrag des ersten Jahres kommen im zweiten Jahr 18 Prozent, im dritten 35 Prozent und im vierten 40 Prozent. Der Ausgangsbetrag steht nicht dauerhaft im Gesetz, sondern wird jährlich fortgeschrieben und spätestens bis zum 1. November für das Folgejahr bekannt gegeben.

Ein Tarifvertrag darf von diesen Mindestsätzen abweichen. Prüfe deshalb erst deine Tarifbindung und rechne dann mit der Förderhöhe — nicht umgekehrt.

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Förderungen aus anderen Themen-Welten — oft profitierst du von mehreren Programmen gleichzeitig.

Kommunale Förderung

IKK – Investitionskredit Kommunen

bis 150,0 Mio. €

Der IKK – Investitionskredit Kommunen der KfW finanziert langfristige Investitionen in die kommunale und soziale Infrastruktur. Bis zu 150 Mio. € pro Jahr und Antragsteller mit einem Finanzierungsanteil von bis zu 100 % bei Krediten bis 2 Mio. €.

Bund Kredit Aktiv
Gewerbe-Photovoltaik

KfW 270 — Erneuerbare Energien Standard

bis 150,0 Mio. €

Der KfW-Kredit 270 finanziert Erneuerbare-Energien-Anlagen -- Photovoltaik, Windkraft, Wasserkraft, Biogas und Batteriespeicher -- zu kapitalmarktnahen Zinsen. Antragsberechtigt sind Privatpersonen, die einen Teil des Stroms einspeisen, Unternehmen, Freiberufler sowie kommunale Zweckverbände; Kommunen selbst sind ausgeschlossen. Der Kreditbetrag beträgt bis zu 150 Mio. Euro pro Vorhaben ohne Mindestbetrag, die Finanzierung deckt bis zu 100 Prozent der Investitionskosten ab.

Bund Kredit Aktiv
Kommunale Förderung

IKK – Investitionskredit Nachhaltige Mobilität

bis 150,0 Mio. €

Mit dem KfW-Investitionskredit Nachhaltige Mobilität (Programm 267) finanzieren Kommunen, Eigenbetriebe und Zweckverbände Investitionen in klimafreundliche Mobilität — bis zu 150 Millionen Euro Kredit pro Jahr und Antragsteller.

Bund Kredit Aktiv
Gewerbe-Photovoltaik

KfW 570 — Erneuerbare Energien Plus

bis 150,0 Mio. €

Zinsgünstiger KfW-Förderkredit für Unternehmen jeder Größe und Freiberufler, die in Anlagen zur Erzeugung von Strom, Wärme oder Kälte aus erneuerbaren Energien oder in Energiespeicher investieren. Finanziert werden bis zu 100 Prozent der Investitionskosten, maximal 150 Millionen Euro pro Vorhaben.

Bund Kredit Aktiv
Wagniskapital-Zuschuss

Venture Tech Growth Financing (VTGF)

bis 125,0 Mio. €

Finanzierung für junge, innovative und schnell wachsende Technologieunternehmen mit Wagniskapital-Beteiligung. Finanzierungsbeteiligungen pari passu zu privaten Kreditgebern zwischen 500.000 € und 125 Mio. €.

Bund Kredit Aktiv
Kommunale Förderung

IKU – Investitionskredit Kommunale und Soziale Unternehmen

bis 100,0 Mio. €

Mit dem KfW-Investitionskredit für Kommunale und Soziale Unternehmen (Programm 148) finanziert die KfW Investitionen kommunaler und sozialer Unternehmen in Deutschland mit einem zinsgünstigen Förderkredit von bis zu 50 Millionen Euro pro Vorhaben (im Modul Energieversorgung bis 100 Mio. €).

Bund Kredit Aktiv

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