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Förderungen für Industrielle Wärmewende

Umstellung der Prozesswärme auf klimaneutrale Erzeugung: Elektrifizierung, Nutzung von Abwärme, Wasserstoff. Die Vorhaben sind groß und laufen über eigene Programme mit mehrstufigem Verfahren und langem Vorlauf.

7 Förderungen im Überblick — immer auf dem neusten Stand.

7 Förderungen im Bereich Industrielle Wärmewende

Zuschuss Land

Erneuerbarer Wasserstoff und Erneuerbare Energien-Speicher Brandenburg 2025

Zuschuss der ILB für Unternehmen sowie Stadtwerke in Brandenburg: Erzeugung, Verwendung und Verteilung von erneuerbarem Wasserstoff sowie Speicherung von erneuerbarem Strom als chemische, mechanische oder thermische Energie. Mindestausgaben 50.000 Euro pro Vorhaben.

Zuschuss Bund

Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW)

Die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) fördert den Neubau von Wärmenetzen mit hohem Anteil erneuerbarer Energien und die Dekarbonisierung bestehender Netze. Antragsberechtigt sind Unternehmen, Kommunen, Genossenschaften und Contractoren über vier Förder-Module.

Zuschuss Land

UfR – Unternehmen für Ressourcenschutz Hamburg

Die IFB Hamburg fördert freiwillige Investitionen Hamburger Unternehmen zur Ressourcen- und Energieeffizienz mit Zuschüssen bis zu 50 % der förderfähigen Kosten. Sieben Förderschwerpunkte: Machbarkeitsuntersuchungen, Energieeffizienz, Material/Wasser, Prozesswärme-Dekarbonisierung, Abwärmenutzung und Wasserstoff-Produktionsumstellung.

Zuschuss Bund

CO2-Differenzverträge (FRL CCfD)

CO2-Differenzverträge (früher Klimaschutzverträge) gleichen die Mehrkosten emissionsintensiver Unternehmen aus, die durch klimafreundlichere Anlagen im Vergleich zu herkömmlichen Anlagen entstehen. Die Verträge laufen 15 Jahre. Vorhaben müssen mindestens 5 Kilotonnen CO2-Äquivalente pro Jahr im Referenzsystem aufweisen.

Zuschuss Bund

Bundesförderung Energie- und Ressourceneffizienz Wirtschaft (EEW Zuschuss)

Mit der Bundesförderung Energie- und Ressourceneffizienz Wirtschaft (EEW) bezuschusst das BMWE Investitionen privater und kommunaler Unternehmen in Energieeffizienz, Prozesswärme aus erneuerbaren Energien, Mess- und Regelungstechnik sowie Transformationspläne. Je nach Modul reichen Zuschüsse von bis zu 25 Prozent (Querschnittstechnologien) bis zu 70 Prozent (Transformationspläne) der förderfähigen Investitionsgesamtkosten.

bis zu 20 Mio. €

Zuschuss Land

progres.nrw - Risikoabsicherung Geothermie

Mit progres.nrw - Risikoabsicherung hydrothermale Geothermie sichert Nordrhein-Westfalen Investitionen in mitteltiefe und tiefe Geothermie ab. Bezuschusst werden kaskadierende Fördergegenstände von der Vorstudie über seismische Messungen bis zur Bohrung mit bis zu 10 Mio. €. Die Bohrung wird als bedingt rückzahlbarer Zuschuss gefördert: Bei einem festgestellten Erfolg der Bohrung ist die Zuwendung teilweise oder gegebenenfalls vollständig zurückzuzahlen.

bis zu 10 Mio. €

Zuschuss Land

InnovationFocus Green Industry & Circular Economy Hamburg

InnovationFocus Green Industry & Circular Economy Hamburg fördert F&E-Projekte für emissionsarme Industrieproduktion und Kreislaufwirtschaft in Hamburg mit bis zu 500.000 € (Einzelprojekte) oder 1 Mio. € (Kooperationen) und Förderquoten von 25–55 % für Unternehmen.

bis zu 1 Mio. €

Welche Programme im Bereich Industrielle Wärmewende sind beendet oder pausiert?

Diese Programme nehmen derzeit keine Anträge an. Die Seiten bleiben erreichbar, damit du nachlesen kannst, was galt und wie der aktuelle Stand ist.

Gut zu wissen

Industrielle Wärmewende: So greifen die Programme ineinander

Warum Prozesswärme einen eigenen Förderstrang hat

Die Förderlandschaft trennt zwei Dinge, die im Betrieb zusammengehören: den Strom für Maschinen und die Wärme für Prozesse. Wärme hat eigene Programme, eigene Bewilligungsstellen und eigene Nachweise. Wer allgemein nach Klimaschutz oder Energieeffizienz sucht, landet deshalb regelmäßig im falschen Modul und wundert sich über Ablehnungen, die inhaltlich gar nichts mit dem Vorhaben zu tun haben.

Der direkte Zugang für den einzelnen Betrieb ist Modul 2 der Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft. Gefördert werden der Erwerb und die Installation folgender Anlagen zur Erzeugung von Wärme aus erneuerbaren Energien: Solarkollektoranlagen, Wärmepumpen, Geothermie-Anlagen, Anlagen zur Biomassefeuerung. Die Abgrenzung zur Gebäudeförderung erledigt eine einzige Bedingung — die bereitgestellte Wärme muss zu über 50 Prozent für Prozesse verwendet werden, also zur Herstellung, Weiterverarbeitung oder Veredelung von Produkten oder zur Erbringung von Dienstleistungen.

Die Quote richtet sich nach deiner Unternehmensgröße: bei Kleinen Unternehmen 60 Prozent, bei Mittleren Unternehmen 50 Prozent und bei Unternehmen ohne KMU-Status 40 Prozent der förderfähigen Investition. Maßgeblich ist die formale KMU-Einstufung, nicht die eigene Einschätzung.

Wie ist die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze aufgebaut?

Sobald Wärme nicht mehr nur im eigenen Kessel entsteht, sondern über ein Netz verteilt oder von außen bezogen wird, wechselst du in die BEW. Sie gliedert sich in vier Module. Modul 1 finanziert Transformationspläne für industrielle Prozesswärmenetze und Machbarkeitsstudien sowie Planungsleistungen angelehnt an die Leistungsphasen der HOAI 2 bis 4, und zwar mit 50 Prozent der förderfähigen Kosten.

Modul 2 fördert systemisch den Neubau und die Umwandlung bestehender Netze, Modul 3 Einzelmaßnahmen bei Bestandswärmenetzen — beide mit 40 Prozent der förderfähigen Ausgaben. Der Anspruch an das geförderte Netz ist hoch: verlangt werden mindestens 75 Prozent erneuerbare Energien und Abwärme.

Modul 4 fällt bewusst aus der Reihe, weil es keine Investition bezuschusst, sondern den laufenden Betrieb: eine Betriebskostenförderung für erneuerbare Wärmeerzeugung, die in ein Netz einspeist. Über alle Module hinweg gilt außerdem eine formale Regel, an der Vorhaben am häufigsten scheitern — mit der Umsetzung darf erst nach Erhalt des Zuwendungsbescheids begonnen werden.

Was verlangt das EnEfG bei Abwärme?

Neben der Förderseite steht eine gesetzliche Erwartung, die die Abfolge im Projekt vorgibt. § 16 EnEfG verpflichtet Unternehmen, die in ihrem Unternehmen entstehende Abwärme nach dem Stand der Technik zu vermeiden und die anfallende Abwärme auf den Anteil der technisch unvermeidbaren Abwärme zu reduzieren, soweit dies möglich und zumutbar ist.

Was danach übrig bleibt, ist nicht erledigt, sondern der nächste Schritt: Unternehmen haben die anfallende Abwärme durch Maßnahmen und Techniken zur Energieeinsparung durch Abwärmenutzung wiederzuverwenden, soweit dies möglich und zumutbar ist. Im Rahmen der Zumutbarkeit sind technische, wirtschaftliche und betriebliche Belange zu berücksichtigen; ob und in welchem Umfang dich die Pflicht trifft, hängt an Schwellen und Ausnahmen, die für deinen Betrieb einzeln zu prüfen sind.

Praktisch ergibt sich daraus eine saubere Abfolge: erst die Wärmeströme messen und aufnehmen, dann ein Konzept erarbeiten — sei es über Modul 1 oder über eine geförderte Beratung —, dann die Investitionsförderung beantragen und erst nach dem Bescheid beauftragen. Wer diese Kette umdreht und mit der Anlagenauswahl beginnt, verliert den Zuschuss, nicht die Anlage.

Datenbasis

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Bundesweit
Bund, Länder & Kommunen

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BMWE · KfW · BAFA · Landesportale

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Förderungen aus anderen Themen-Welten — oft profitierst du von mehreren Programmen gleichzeitig.

Kommunale Förderung

IKK – Investitionskredit Kommunen

bis 150,0 Mio. €

Der IKK – Investitionskredit Kommunen der KfW finanziert langfristige Investitionen in die kommunale und soziale Infrastruktur. Bis zu 150 Mio. € pro Jahr und Antragsteller mit einem Finanzierungsanteil von bis zu 100 % bei Krediten bis 2 Mio. €.

Bund Kredit Aktiv
Gewerbe-Photovoltaik

KfW 270 — Erneuerbare Energien Standard

bis 150,0 Mio. €

Der KfW-Kredit 270 finanziert Erneuerbare-Energien-Anlagen -- Photovoltaik, Windkraft, Wasserkraft, Biogas und Batteriespeicher -- zu kapitalmarktnahen Zinsen. Antragsberechtigt sind Privatpersonen, die einen Teil des Stroms einspeisen, Unternehmen, Freiberufler sowie kommunale Zweckverbände; Kommunen selbst sind ausgeschlossen. Der Kreditbetrag beträgt bis zu 150 Mio. Euro pro Vorhaben ohne Mindestbetrag, die Finanzierung deckt bis zu 100 Prozent der Investitionskosten ab.

Bund Kredit Aktiv
Kommunale Förderung

IKK – Investitionskredit Nachhaltige Mobilität

bis 150,0 Mio. €

Mit dem KfW-Investitionskredit Nachhaltige Mobilität (Programm 267) finanzieren Kommunen, Eigenbetriebe und Zweckverbände Investitionen in klimafreundliche Mobilität — bis zu 150 Millionen Euro Kredit pro Jahr und Antragsteller.

Bund Kredit Aktiv
Gewerbe-Photovoltaik

KfW 570 — Erneuerbare Energien Plus

bis 150,0 Mio. €

Zinsgünstiger KfW-Förderkredit für Unternehmen jeder Größe und Freiberufler, die in Anlagen zur Erzeugung von Strom, Wärme oder Kälte aus erneuerbaren Energien oder in Energiespeicher investieren. Finanziert werden bis zu 100 Prozent der Investitionskosten, maximal 150 Millionen Euro pro Vorhaben.

Bund Kredit Aktiv
Wagniskapital-Zuschuss

Venture Tech Growth Financing (VTGF)

bis 125,0 Mio. €

Finanzierung für junge, innovative und schnell wachsende Technologieunternehmen mit Wagniskapital-Beteiligung. Finanzierungsbeteiligungen pari passu zu privaten Kreditgebern zwischen 500.000 € und 125 Mio. €.

Bund Kredit Aktiv
Kommunale Förderung

IKU – Investitionskredit Kommunale und Soziale Unternehmen

bis 100,0 Mio. €

Mit dem KfW-Investitionskredit für Kommunale und Soziale Unternehmen (Programm 148) finanziert die KfW Investitionen kommunaler und sozialer Unternehmen in Deutschland mit einem zinsgünstigen Förderkredit von bis zu 50 Millionen Euro pro Vorhaben (im Modul Energieversorgung bis 100 Mio. €).

Bund Kredit Aktiv

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