Förderungen für Härtefall-Fonds
Einmalige Hilfen für Notlagen, die reguläre Leistungen nicht abdecken: Stiftungen, Landesfonds und Unterstützung über Wohlfahrtsverbände. Sie greifen oft genau dort, wo ein Rechtsanspruch fehlt oder die Bearbeitung eines Antrags zu lange dauert.
3 Förderungen im Überblick — immer auf dem neusten Stand.
3 Förderungen im Bereich Härtefall-Fonds
Förderung des Erholungsaufenthalts in Familienferienstätten
Familien in wirtschaftlich schwierigen Situationen können in Bayern einen Zuschuss für einen gemeinsamen Erholungsaufenthalt in einer Familienferienstätte erhalten. Die Zuwendung beträgt bis zu 19,50 Euro pro Verpflegungstag je Person, für ein behindertes Kind bis zu 25,50 Euro; der Eigenanteil liegt bei mindestens 10 Prozent.
Prozesskostenhilfe und Verfahrenskostenhilfe
Wer einen Gerichtsprozess führen muss, die Kosten aber nach seinen persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen nicht aufbringen kann, hat Anspruch auf Prozesskostenhilfe. In Familiensachen und der freiwilligen Gerichtsbarkeit heißt sie Verfahrenskostenhilfe. Der Staat übernimmt dann die Gerichts- und Anwaltskosten ganz oder gegen Ratenzahlung.
Familien in Not – Hilfen der Landesstiftung Hilfe für Mutter und Kind
Familien – insbesondere kinderreiche Familien und Alleinerziehende –, die unverschuldet in eine existenzbedrohende Notlage geraten sind, können in Bayern Hilfen der Landesstiftung Hilfe für Mutter und Kind erhalten. In der Regel werden bis zu 4.000 Euro bewilligt, in besonderen Ausnahmefällen bis zu 10.500 Euro und für die Wohnraumbeschaffung bis zu 15.500 Euro.
bis zu 4.000 €
Welche Programme im Bereich Härtefall-Fonds sind beendet oder pausiert?
Diese Programme nehmen derzeit keine Anträge an. Die Seiten bleiben erreichbar, damit du nachlesen kannst, was galt und wie der aktuelle Stand ist.
Härtefall-Fonds: So greifen die Programme ineinander
Was unterscheidet eine Härtefallhilfe von einer Regelleistung?
Regelleistungen funktionieren nach einem Raster: Du erfüllst die Voraussetzungen, also steht dir ein Betrag zu. Härtefallhilfen sind anders gebaut. Sie setzen dort an, wo das Raster eine Lücke lässt — bei einer Ausgabe, die zu einem ungewöhnlichen Zeitpunkt kommt, bei einem Schaden, den keine Versicherung deckt, bei einem Bedarf, für den es schlicht kein Programm gibt. Entschieden wird über den Einzelfall, nicht über eine Fallgruppe.
Daraus folgt der wichtigste Grundsatz dieser Kategorie: Härtefallhilfen sind nachrangig. Bei der Bundesstiftung Mutter und Kind steht das ausdrücklich in den Voraussetzungen — die Hilfe ist auf andere Weise nicht bzw. nicht rechtzeitig möglich oder nicht ausreichend. Eine Notlage liegt dort vor, wenn die Einkünfte den finanziellen Bedarf für Schwangerschaft, Geburt sowie Pflege und Erziehung des Kleinkindes nicht decken und andere staatliche Leistungen nicht rechtzeitig oder ausreichend zur Verfügung stehen. Wer einen Härtefallfonds anschreibt, ohne die vorrangigen Leistungen geklärt zu haben, bekommt deshalb meist erst einmal die Rückfrage danach.
Das erklärt auch, warum die Programme auf dieser Seite so unterschiedlich aussehen. Ein Fonds für Familien in einer akuten Notlage, eine Kompensationsregel für Härten bei den CO2-Kosten und ein Wiederaufbauprogramm nach einer Flutkatastrophe haben inhaltlich nichts gemeinsam — aber dieselbe Bauweise: begrenzter Anlass, Einzelfallprüfung, Nachrang gegenüber allem, was regulär zusteht.
Wer steht hinter diesen Fonds — und wie kommst du an sie heran?
Die Träger sind selten die Behörden, an die man zuerst denkt. Neben Landesministerien und Landesförderbanken stehen Stiftungen des Bundes und der Länder, kirchliche und freie Wohlfahrtsträger sowie zweckgebundene Fonds einzelner Ressorts. Das hat Folgen für den Antragsweg: Es gibt kein zentrales Portal und keine gemeinsame Frist, und die Programme laufen nicht unter denselben Namen wie die Sozialleistungen, die du kennst.
Bei einigen Fonds ist der Umweg sogar vorgeschrieben. Der Antrag bei der Bundesstiftung Mutter und Kind wird während der Schwangerschaft bei einer Schwangerenberatungsstelle im Bundesland des Wohnsitzes gestellt — nicht bei der Stiftung selbst. Dieses Muster wiederholt sich: Schuldner- und Sozialberatungsstellen, Wohlfahrtsverbände und Familienberatungen sind bei vielen Härtefallhilfen die eigentliche Eingangstür, weil sie die Fonds ihrer Region kennen und die Anträge routiniert begründen.
Für dich heißt das, den ersten Termin nicht als Formalie zu behandeln. Bring die Unterlagen mit, die deine Lage belegen — Bescheide über die Leistungen, die du bereits beziehst oder die abgelehnt wurden, Mietvertrag, Rechnungen, ärztliche Nachweise. Genau diese Ablehnungen und Deckungslücken sind bei einer nachrangigen Hilfe kein Makel, sondern die tragende Begründung.
Prozesskostenhilfe: der Härtefall-Klassiker, an den kaum jemand denkt
Wenn ein Rechtsstreit ansteht und das Geld dafür fehlt, gibt es dafür ein eigenes, seit Jahrzehnten etabliertes Instrument. Prozesskostenhilfe greift, wenn du dir den Gerichtsprozess nicht leisten oder nur zum Teil bzw. in Raten bezahlen kannst, das Gerichtsverfahren Aussicht auf Erfolg hat und du das Verfahren auch ohne Prozesskostenhilfe führen würdest, wenn du es dir finanziell leisten könntest. Über die Erfolgsaussichten entscheidet das Gericht.
Die Ratenlogik wird häufig missverstanden. Die Höhe der Raten richtet sich nach deinem verfügbaren Einkommen, nicht nach den Kosten des Verfahrens — ein teures Verfahren führt also nicht automatisch zu einer höheren Belastung. Gezahlt wird für höchstens vier Jahre oder bis die Gerichtskosten gedeckt sind. Wer gar nichts aufbringen kann, zahlt nichts zurück.
Für alles, was noch nicht vor Gericht liegt, gibt es die kleinere Schwester: die Beratungshilfe. Sie deckt die außergerichtliche Vertretung ab und endet, falls ein gerichtliches Verfahren beginnt. Beantragen kannst du sie mündlich im Amtsgericht, per Post, über deine Anwaltskanzlei oder über den Onlinedienst „Mein Justizpostfach"; die Beratung kostet 15 Euro, und einige Kanzleien erlassen diese Gebühr. Für eine erste rechtliche Einordnung ist das oft der kürzere Weg.
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NRW Förderrichtlinien Denkmalpflege
Mit den Förderrichtlinien Denkmalpflege bezuschusst das Land Nordrhein-Westfalen die Instandsetzung, Erhaltung, Freilegung oder Sicherung von Denkmälern. Privatpersonen und juristische Personen des privaten Rechts erhalten 50 Prozent der förderfähigen Ausgaben, Kirchen und Kommunen 30 Prozent. Maximaler Zuschuss 350.000 Euro.
L-Bank Z15-Darlehen — Eigentumsfinanzierung BW (Familien-Basisförderung)
Zinsverbilligtes Z15-Darlehen des Landes Baden-Württemberg für Familien mit mindestens einem minderjährigen Kind und für Haushalte mit einer schwerbehinderten Person mit speziellen Wohnbedürfnissen, die in BW ein Eigenheim bauen, kaufen oder erweitern. Sollzinssatz 1,00 % p.a. für 15 Jahre, Kredithöhe je nach Familiengröße, zum Beispiel bis zu 344.500 € für eine vierköpfige Familie beim Neubau.
Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) — Unternehmen und Vermietende
Zuschuss für Unternehmen mit weniger als 100 Beschäftigten oder Vermietende, die in ländlich geprägten Orten Baden-Württembergs investieren. Förderschwerpunkte Arbeiten, Grundversorgung und Wohnen, Zuschusshöhe 5.000 € bis 250.000 €, mit überwiegend CO2-bindenden Baustoffen in der Tragwerkskonstruktion bis 300.000 €, Regelfördersatz bis zu 10 % der förderfähigen Ausgaben.
KfW 300 Wohneigentum für Familien — Neubau (klimafreundlich)
Günstiger KfW-Förderkredit von 170.000 bis 270.000 € für Familien mit Kindern und Alleinerziehende, die einen klimafreundlichen Neubau bauen oder erstkaufen. Einkommensabhängig, max. 90.000 € + 10.000 €/Kind.
EigenheimPlus Thüringen TAB Wohneigentum-Darlehen
Das EigenheimPlus-Darlehen der Thüringer Aufbaubank (TAB) finanziert den Erwerb und die Modernisierung von selbstgenutzten Bestandsimmobilien in Thüringen. Privatpersonen erhalten zinsgünstige Darlehen von 5.000 bis 250.000 Euro über ihre Hausbank, mit Laufzeiten von 5 bis 30 Jahren und bis zu einem tilgungsfreien Anlaufsjahr.
Gebäudesicherungs-Förderung Halle (Saale)
Die Stadt Halle (Saale) gewährt Grundstückseigentümern Zuschüsse für die Sicherung leerstehender Altbauten und stadtbildprägender Gebäude in den festgelegten Fördergebieten der Innenstadt. Gefördert werden Maßnahmen zur Gefahrenabwehr und Schadenssicherung an der äußeren Hülle, damit die Gebäude später instand gesetzt und modernisiert werden können. Der Zuschuss beträgt 60 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben bis 85.000 Euro; bei gravierenden Schäden an besonders erhaltenswerten Gebäuden sind bis zu 250.000 Euro möglich.
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