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Wärmepumpe-Förderung 2026 — bis zu 21.000 € Zuschuss vom Staat.

Die KfW-458-Heizungsförderung stapelt vier Bonus-Stufen: Grundförderung, Klima-Geschwindigkeit, Einkommen, Effizienz. Bis zu 70 % der Kosten — gedeckelt auf 30.000 € förderfähige Kosten. Hier rechnest du selbst, was bei dir am Ende ankommt, und siehst, ob der Steuerbonus § 35c EStG eine Alternative ist.

Maximaler Zuschuss
21.000 €
70 % von 30.000 € förderfähige Kosten
Förderquote
bis 70 %
Vier Boni stapelbar — Grund, Klima, Einkommen, Effizienz
Bedingung
Bestand ≥ 5 Jahre
Bauantrag mind. fünf Jahre alt — Neubau ausgeschlossen
Wichtig
Antrag VOR Vergabe
Nach Vertragsunterschrift kein Anspruch mehr
Förderschiene

So setzt sich der Bonus zusammen

KfW 458 ist die zentrale Heizungsförderung für Privat-Eigentümer aus dem Programm „Bundesförderung für effiziente Gebäude — Einzelmaßnahmen" (BEG EM). Sie ersetzt seit 2024 die frühere BAFA-Heizungsförderung. Statt eines pauschalen Prozentsatzes addieren sich vier Bonus-Stufen, die du je nach deiner Situation aktivieren kannst:

Maximalfall: alle Boni greifen, gedeckelt auf 70 % von 30.000 € förderfähigen Kosten = 21.000 € Zuschuss.

Persona-Check

Für wen lohnt sich KfW 458?

Vier typische Konstellationen — welcher Bonus-Stack greift bei dir, was musst du beachten?

Dein Bonus

Bonus-Rechner KfW 458

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Deine Situation
Dein Zuschuss von KfW 458
7.500 €
entspricht 30 % von 25.000 €
Dein Eigenanteil
17.500 €
So setzt sich die Quote zusammen
Grundförderung
+30 %
Klima-Geschwindigkeit
+20 %
Einkommensbonus
+30 %
Effizienzbonus
+5 %
So haben wir gerechnetaufklappen

Grundförderung: 30 % auf förderfähige Kosten — bis 30.000 € pro erster Wohneinheit. Höhere Investitionen sind technisch möglich, aber nicht weiter zuschussfähig.

Klima-Geschwindigkeitsbonus: +20 % beim Tausch alter funktionstüchtiger Öl-, Kohle-, Gas-Etagen- oder Nachtspeicher-Heizungen. Bei Gas/Biomasse erst ab mindestens 20 Jahre Alter. Aktuelle Höhe (20 %) gilt bis Ende 2028, danach absteigend.

Einkommensbonus: +30 % wenn das zu versteuernde Haushaltseinkommen im Durchschnitt der letzten zwei Jahre 40.000 € nicht übersteigt.

Effizienzbonus: +5 % für besonders effiziente Wärmepumpen — entweder mit natürlichem Kältemittel (z. B. R290/Propan) oder mit Erd-, Wasser- oder Abwasser-Wärmequelle (statt Außenluft).

Cap bei 70 %: Auch wenn alle Boni greifen, deckelt KfW die Förderquote auf maximal 70 % der förderfähigen Kosten.

Die Werte sind eine erste Plausibilitätsrechnung — verbindlich ist der KfW-Förderbescheid. Antrag muss VOR Vergabe an den Heizungsbauer gestellt werden, sonst entfällt die Förderung.

Bauarten

Welche Wärmequelle passt zu deinem Haus?

Vier Bauarten — unterschiedliche Kosten, Effizienz, Genehmigungen. Drei davon qualifizieren für den +5 % Effizienzbonus.

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Drei Wärmepumpen für drei typische Use-Cases

Standard-EFH-Sanierer mit Propan-Bonus, Altbau ohne Heizkörper-Tausch, Erdwärme für maximale Effizienz.

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7 kW · COP 4.8 · R290 · +5 % Bonus

Vaillant Luft-Wasser-Wärmepumpe mit natürlichem Kältemittel R290 (Propan): 7 kW Heizleistung, COP 4,8 bei A7/W35, qualifiziert für den +5 % KfW-458-Effizienzbonus. Standard-Wahl für sanierte Einfamilienhäuser bis ~140 m².

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Antrag

So funktioniert der Antrag

  1. 1
    Energieberater oder qualifizierter Heizungsbauer beauftragen — er erstellt die technische Projektbeschreibung (TPB) mit Heizlast, Gerätedaten und voraussichtlichen Kosten.
  2. 2
    Antrag im KfW-Zuschussportal stellen — mit TPB als Anhang. Nach 2-6 Wochen kommt die Förderzusage per Mail.
  3. 3
    Vertrag mit Heizungsbauer schließen — erst NACH der Förderzusage. Wer vorher unterschreibt, verliert den Anspruch.
  4. 4
    Einbau und Inbetriebnahme — innerhalb von 36 Monaten ab Förderzusage.
  5. 5
    Verwendungsnachweis hochladen — Rechnungen + Hydraulik-Abgleich-Bestätigung. Auszahlung typisch in 8-12 Wochen.
Alternative

§ 35c EStG — der Steuerbonus

Wer KfW 458 nicht beantragen kann oder will, hat mit dem Steuerbonus § 35c EStG eine Alternative: 20 % der Sanierungskosten — verteilt auf drei Steuerjahre — als direkte Steuerermäßigung. Maximum: 40.000 € pro Wohngebäude über zehn Jahre.

Aspekt KfW 458 § 35c EStG
Förderquote30-70 %20 %
AuszahlungDirekt nach EinbauÜber 3 Steuerjahre
Antrag vor VergabePflichtNicht nötig
EnergieberaterPflicht (TPB)Nicht nötig
KombinierbarNein — entweder/oder

Faustregel: KfW 458 ist fast immer der bessere Weg. § 35c lohnt nur, wenn der Antragsweg nicht passt (z. B. der Auftrag bereits vergeben ist) und genug Steuerlast vorhanden ist, um den 20-%-Anteil tatsächlich auszuschöpfen.

Wer parallel auch über PV-Dach, Balkonkraftwerk oder energetische Sanierung nachdenkt, findet in der Rechner-Übersicht für Energieförderung die jeweils passenden Hebel mit Verweis auf den richtigen Bonus-Rechner.

Vor dem Kauf

Worauf zu achten ist

  1. 1. Heizlastberechnung nach DIN EN 12831: Eine Wärmepumpe wird auf den tatsächlichen Wärmebedarf dimensioniert — nicht auf die Leistung der alten Heizung. Ohne korrekte Heizlastberechnung wird das Gerät meist überdimensioniert (höhere Kosten + häufigeres Takten + kürzere Lebensdauer).
  2. 2. Hydraulischer Abgleich: Pflicht für die Förderung. Sorgt dafür, dass alle Heizkörper/Flächenheizungen optimal versorgt werden — Voraussetzung für niedrige Vorlauftemperaturen und damit hohe COP-Werte (Effizienz).
  3. 3. Lärmschutz Außeneinheit: Luft-Wasser-Wärmepumpen haben einen Außenventilator. TA Lärm verlangt nachts ≤ 35 dB(A) am nächsten Schlafraum. Standort vor Bestellung mit Heizungsbauer prüfen — sonst Nachbarstreit oder Bußgeld.
  4. 4. Stromtarif Wärmepumpe: Viele Stadtwerke bieten Wärmepumpen-Tarife mit eigenen Zähler-Schienen — typisch 5-10 ct/kWh günstiger als der Haushaltstrom. Pflicht: separater Zähler. Lohnt sich ab ~2.000 kWh Wärmepumpenstrom/Jahr.
  5. 5. Pufferspeicher-Größe: Bei modernen Modulations-Wärmepumpen reicht meist ein 100-200-l-Trennspeicher. Größere Pufferspeicher kosten mehr Stellfläche und Effizienzverluste — werden manchmal von Heizungsbauern „pro forma" verkauft. Faustregel: 30-50 l pro kW Heizleistung, nicht mehr.

Häufige Fragen

Wer kann KfW 458 beantragen?
Privatpersonen, die Eigentümer eines bestehenden Wohngebäudes sind (Bauantrag mindestens fünf Jahre alt). Selbstnutzer erhalten zusätzlich Klima-Geschwindigkeitsbonus und ggf. Einkommensbonus, Vermieter nur Grund- und Effizienzbonus. Neubauten werden über andere Programme (BEG WG/NW Effizienzhaus 40) gefördert.
Was ist der Klima-Geschwindigkeitsbonus genau?
Ein zeitlich befristeter +20-%-Bonus für selbstnutzende Eigentümer, die ihre alte Heizung gegen eine klimafreundliche tauschen. Erfasst sind funktionstüchtige Öl-, Kohle-, Gas-Etagen- und Nachtspeicherheizungen unabhängig vom Alter — sowie Gas- und Biomasseheizungen, die mindestens 20 Jahre in Betrieb sind. Die 20 % gelten bis Ende 2028, danach sinkt der Bonus alle zwei Jahre um drei Prozentpunkte.
Was zählt als „förderfähige Kosten"?
Anschaffung der Wärmepumpe, Installation, hydraulischer Abgleich, Steuerung, Pufferspeicher, ggf. Erdarbeiten bei Sole/Wasser-Wärmepumpen, Energieberater-Honorar (anteilig). Nicht förderfähig sind reine Renovierungs- oder Möbelkosten. Förderhöchstgrenze: 30.000 € pro erste Wohneinheit — höhere Investitionen sind möglich, der Anteil über 30.000 € geht aber zu 100 % zu Lasten der Eigentümer.
Brauche ich einen Energieberater?
Für die Antragsstellung ist eine technische Projektbeschreibung („TPB") durch einen in der Energieeffizienz-Expertenliste des Bundes geführten Sachverständigen (oder einen Heizungsbau-Fachunternehmer mit entsprechender Qualifikation) Pflicht. Das Honorar ist anteilig förderfähig — und über die separate BAFA-Energieberatung gibt es bis zu 850 € Zuschuss. Wenn du parallel das gesamte Gebäude sanieren willst (KfW 261), siehe unsere Seite zur energetischen Sanierung mit den dazugehörigen Boni (WPB für die schlechtesten 25 % der Bestandsgebäude, SerSan für serielle Sanierung).
Wann lohnt sich § 35c EStG statt KfW 458?
Der Steuerbonus § 35c EStG bietet 20 % der Kosten (max. 40.000 € auf 3 Jahre verteilt) als Steuerermäßigung — also 8.000 € im Jahr eins, 8.000 € im Jahr zwei, 4.000 € im Jahr drei. Vorteile: kein Antrag vor Auftragsvergabe, keine technische Projektbeschreibung, kein Energieberater zwingend. Nachteile: deutlich niedrigere Förderquote (20 % vs. 30-70 % bei KfW), nur nutzbar wenn die Steuerlast hoch genug ist, und nicht mit KfW 458 kombinierbar — du musst dich vorher entscheiden. Faustregel: KfW 458 fast immer besser, sofern Antrag vor Vergabe möglich.
Wie lange dauert die Bewilligung?
Nach Antragsstellung im KfW-Zuschussportal kommt die Förderzusage typischerweise in 2-6 Wochen. Erst NACH der Zusage darfst du den Liefer- und Leistungsvertrag mit dem Heizungsbauer schließen. Wer vorher unterschreibt, verliert den Förderanspruch. Nach Einbau folgt die Identitätsprüfung („KfW-Postident") und der Verwendungsnachweis mit Rechnungen — die Auszahlung kommt dann typischerweise innerhalb von 8-12 Wochen.
Transparenz

Unsere Quellen

  1. [01]
  2. [02]
  3. [03]
    Bundesförderung für effiziente Gebäude — Einzelmaßnahmen (BEG EM)
    bundeswirtschaftsministerium.deRechtsgrundlageBMWK — Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz
  4. [04]
    § 35c EStG — Steuerermäßigung für energetische Maßnahmen
    gesetze-im-internet.deRechtsgrundlageBundesministerium der Justiz
  5. [05]
    Wärmepumpe — Alles was Sie wissen müssen (Verbraucherzentrale)
    verbraucherzentrale.deFachartikelVerbraucherzentrale Bundesverband

Diese Seite gibt einen Überblick über staatliche Förderungen — sie ersetzt keine individuelle Energie-Beratung oder Steuerberatung. Verbindlich sind die Konditionen im KfW-Förderbescheid und die jeweils aktuelle Fassung der BEG-EM-Richtlinie. Stand: 2026-04-26.