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Wärmequelle · Erdreich

Erdwärmepumpe — die effizienteste Lösung.

Sole-Wasser-Wärmepumpen entziehen über Erdsonden oder Flächenkollektoren dem Boden Wärme — bei konstant 8–12 °C, ganzjährig stabil. Resultat: JAZ 4,0–5,0, deutlich besser als Luft-Wärmepumpen. Plus +5 % KfW-Effizienzbonus. Aber: Bohrung 80–120 m, Wasserrechtsgenehmigung und 4–12 Wochen Vorlauf machen sie zur teuersten Anschaffung.

Kosten inkl. Bohrung
25–45k €
Höchster KfW-Zuschuss möglich (bis 70 % von 30k €)
Jahresarbeitszahl
4,0–5,0
Konstant — auch im tiefsten Winter
Effizienzbonus
+5 %
KfW 458 erkennt Sole-WP automatisch an
Genehmigung
Pflicht
Untere Wasserbehörde · 4–12 Wochen Bearbeitung
So funktioniert sie

Wie funktioniert eine Erdwärme-Wärmepumpe?

Eine Sole-Flüssigkeit (Wasser-Glykol-Gemisch) zirkuliert durch Erdsonden tief im Boden (typisch 80–120 m für ein EFH) oder durch Flächenkollektoren in 1,2–1,5 m Tiefe. Der Boden hat ganzjährig 8–12 °C — auch wenn oben Frost ist.

Die Sole nimmt diese Erdwärme auf und bringt sie zur Wärmepumpe, wo sie analog zur Luft-Wasser-WP über einen Verdampfer auf das Kältemittel übertragen wird. Kompressor → Verflüssiger → Heizkreis.

Vorteil gegenüber Luft: Die Quellentemperatur schwankt kaum, JAZ bleibt deshalb auch im Winter hoch (im Gegensatz zur Luft-WP, die bei Frost einbricht). Und: die Außeneinheit fehlt → keine Geräuschemissionen außerhalb des Hauses.

Kosten

Was kostet eine Anlage 2026?

Realistische Werte für ein Standard-Einfamilienhaus mit ~10 kW Heizleistung. Ohne Förderung — bei KfW 458 ziehen sich bis zu 70 % des förderfähigen Anteils ab (max. 21.000 € auf 30.000 € Kosten).

Kostenposten Spanne
Sole-Wasser-Wärmepumpe (Gerät) 8.000–14.000 €
Erdsonden-Bohrung (80–120 m × 50–100 €/m) 4.000–12.000 €
Pufferspeicher + Hydraulik + Sole-Verteiler 3.000–6.000 €
Installation + hydraulischer Abgleich 4.000–7.000 €
Wasserrechts-Genehmigung + Sachverständiger 500–1.500 €
Energieberater-Honorar (anteilig) 500–1.500 €

Vorteile

  • Höchste JAZ aller Wärmepumpen-Bauarten (4,0–5,0)
  • Stromverbrauch ~30 % niedriger als Luft-Wasser bei gleicher Heizlast
  • KfW-Effizienzbonus +5 % automatisch über Wärmequelle
  • Keine Außeneinheit → null Lärm, Optik unauffällig
  • Ganzjährig stabile Performance — auch bei -20 °C
  • Lange Lebensdauer der Erdsonden: 50+ Jahre

Nachteile

  • × Höchste Anschaffungskosten (mit Bohrung 25–45k €)
  • × Genehmigungspflichtig — Bearbeitung 4–12 Wochen
  • × In Wasserschutzgebieten oft KEINE Bohrung möglich
  • × Bei Flächenkollektor: Garten ist während Verlegung Baustelle
  • × Bei nachträglicher Sanierung: ggf. Garten-Schäden bei Bohrung
Eignung

Für wen lohnt sich diese Bauart?

Geeignet

  • Eigentümer mit eigenem Grundstück (≥ 200 m² freie Fläche bei Sonde)
  • Neubau-Planung (Bohrung im Bauablauf integriert)
  • Sehr kalte Regionen, wo Luft-WP-Effizienz zu stark einbricht
  • Geringste laufende Kosten gewünscht (Lebenszyklus-Betrachtung)

Eher nicht

  • Wasserschutzgebiete (keine Genehmigung möglich)
  • Bekannte Altlasten im Boden (Genehmigung wird verweigert)
  • Sehr enge städtische Grundstücke ohne Anfahrt für Bohrgerät
  • Schneller Heizungstausch nötig (Bohrung dauert Wochen)
Genehmigung

Wichtig vor dem Kauf

Wasserrechtliche Genehmigung der Unteren Wasserbehörde (Landratsamt) ist Pflicht. Ein Sachverständiger erstellt das geologische Gutachten — Kosten 500–1.500 €. Bearbeitungsdauer 4–12 Wochen. Bei Bohrungen über 100 m Tiefe wird zusätzlich der Geologische Dienst eingeschaltet.

KfW 458

Was bei der Förderung zu beachten ist

KfW 458 erkennt Sole-Wasser-WP automatisch als „besonders effiziente Wärmequelle" → +5 % Effizienzbonus auf die Förderquote. Maximalfall: 30 % Grund + 20 % Klima-Geschwindigkeit + 30 % Einkommen + 5 % Effizienz = 70 % (Cap) → 21.000 € bei 30k € förderfähigen Kosten. Bohrkosten zählen voll als förderfähige Kosten.

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Häufige Fragen

Wie tief muss die Erdsonde sein?
Faustregel: 10–12 Bohrmeter pro kW Heizleistung. Ein 8-kW-EFH braucht 80–100 m, ein 12-kW-Haus 100–120 m. Bei sehr ergiebigen Böden (Granit, Schiefer) reichen weniger Meter. Ein Geologe kalkuliert die Entzugsleistung konkret für deinen Standort.
Was ist der Unterschied zwischen Erdsonde und Flächenkollektor?
Erdsonde: vertikale Bohrung 80–120 m tief, braucht 1–2 m² oberirdisch. Flächenkollektor: horizontale Rohre in 1,2–1,5 m Tiefe, braucht ca. 2-fache Wohnfläche an Garten (200 m² für 100 m² Wohnfläche). Sonde ist effizienter und platzsparender, Flächenkollektor günstiger (~50 % der Bohrkosten), aber braucht großen Garten der nicht überbaut werden darf.
Wann verweigert die Wasserbehörde die Genehmigung?
In Wasserschutzgebieten (Zone I + II definitiv, Zone III mit Auflagen). Bei bekannten Altlasten im Boden (Tankstellen, ehemalige Industrie). In Gebieten mit Karst oder Salzstöcken (Verschmutzungs-Risiko fürs Grundwasser). Vorher beim Geologischen Dienst des Bundeslandes nachfragen — Kartendienste zeigen oft schon online, ob Bohrung erlaubt ist.
Lohnt sich die Mehrinvestition gegenüber Luft-Wasser?
Mehrinvestition typisch 8.000–15.000 € nach Förderung. Stromersparnis durch höhere JAZ ca. 250–400 €/Jahr. Amortisation über reine Stromkosten dauert 25–40 Jahre — länger als die Lebensdauer der WP (15–20 Jahre). Lohnt sich also nur wenn (a) Lärm/Optik der Außeneinheit ein Showstopper ist, (b) Effizienzbonus + Klima-Bonus + Einkommens-Bonus voll greifen oder (c) sehr kalte Region mit JAZ-Differenz von 1+ Punkten.
Geht das auch bei Sanierung oder nur bei Neubau?
Beides. Bei Sanierung muss aber das Bohrgerät auf das Grundstück gelangen — der Lkw braucht 3 m Durchfahrtsbreite. In engen Reihenhausstraßen mit zugeparkter Zufahrt wird das schwierig. Plus: Garten ist temporär Baustelle. Profi-Bohrer arbeiten aber sehr sauber, der Garten ist nach 2-3 Tagen wieder begehbar.
Transparenz

Unsere Quellen

  1. [01]
  2. [02]
    Geothermie-Standortcheck — Bundesverband Geothermie
    geotis.dePrimärquelleLeibniz-Institut für Angewandte Geophysik / BGE
  3. [03]
    VDI 4640 — Thermische Nutzung des Untergrunds
    vdi.deRechtsgrundlageVerein Deutscher Ingenieure
Andere Bauarten

Vergleich der Wärmequellen

Diese Seite gibt einen Überblick über staatliche Förderungen und technische Konditionen — sie ersetzt keine individuelle Energieberatung. Verbindlich sind die Konditionen im KfW-Förderbescheid und das geologische Gutachten beim Heizungsbauer. Stand: 2026-05-01.