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Use-Case · Volkswagen

Wallbox für VW ID.3 und ID.4: die richtige Auswahl

Auch bei den ID-Modellen entscheidet nicht die Marke der Wallbox über die Ladezeit, sondern der Onboard-Lader des Fahrzeugs. Herstellereigene Geräte sind für das Laden zu Hause nicht erforderlich — relevant sind der einheitliche Typ-2-Anschluss, die Anschlussleistung im Haus und die Frage, ob geladener Strom abgerechnet werden muss.

Auf einen Blick

Aspekt Wert / Hinweis
Stecker beim Wechselstromladen europaweit einheitlicher Typ-2-Anschluss
Herstellergebundene Wallbox für das Laden zu Hause nicht erforderlich
Begrenzt die Ladeleistung der Onboard-Lader laut Fahrzeug-Datenblatt
Dienstwagen-Abrechnung geeichter Zähler nötig[03]
Laden beim Arbeitgeber steuerfrei nach § 3 Nr. 46 EStG[04]
Mitteilungspflicht vor Inbetriebnahme, ohne Leistungsuntergrenze[01]

Weil viele ID-Fahrzeuge als Dienstwagen unterwegs sind, ist hier eine Frage wichtiger als bei anderen Modellen: Wird der zu Hause geladene Strom mit dem Arbeitgeber abgerechnet? Dann braucht die Wallbox einen geeichten Zähler — nachrüsten lässt sich das später nicht ohne Gerätetausch.

Welche Wallbox passt zu einem ID-Modell?

Technisch jede handelsübliche Wallbox mit Typ-2-Anschluss. Volkswagen bietet eigene Geräte an, die sich in die hauseigene App-Welt einfügen; eine Voraussetzung für das Laden sind sie nicht. Die Auswahl sollte sich deshalb an den Anforderungen der eigenen Situation ausrichten: an der verfügbaren Anschlussleistung, an der Frage nach einem späteren zweiten Ladepunkt und daran, ob abgerechnet werden muss. Wo Modellbezeichnungen und Preise laufend wechseln, hilft nur das Datenblatt der aktuellen Geräteausführung.

Wie schnell lädt das Fahrzeug zu Hause?

Das entscheidet der Onboard-Lader, nicht die Wallbox. Er legt fest, wie viel Wechselstromleistung das Auto aufnimmt; liegt seine Grenze unter der Wallbox-Leistung, bringt ein größeres Gerät keine Zeitersparnis. Da sich dieser Wert zwischen Baujahren und Ausstattungsvarianten unterscheidet, gehört er vor der Kaufentscheidung im Datenblatt des eigenen Fahrzeugs nachgesehen. Das Schnellladen unterwegs läuft über Gleichstrom und sagt über die Wechselstromseite zu Hause nichts aus.

Wann brauche ich einen geeichten Zähler?

Sobald die geladene Menge Grundlage einer Zahlung wird — der typische Fall ist der Dienstwagen, dessen Ladestrom der Arbeitgeber erstattet. Das Mess- und Eichgesetz verlangt für Werte im geschäftlichen Verkehr ein bestimmungsgemäß verwendetes Messgerät, dessen Werte auf das Messergebnis rückführbar sind[03]. Davon zu trennen ist die steuerliche Seite: Vorteile für das Aufladen an einer ortsfesten betrieblichen Einrichtung des Arbeitgebers sowie aus einer überlassenen betrieblichen Ladevorrichtung sind steuerfrei[04].

NutzungWoraus die Anforderung folgtKonsequenz für die Wallbox
Privates Laden zu Hausekeine besondere Messanforderungfreie Gerätewahl
Dienstwagen, Erstattung durch den Arbeitgeber§ 33 Abs. 1 MessEGgeeichter Zähler erforderlich
Laden beim Arbeitgeber§ 3 Nr. 46 EStGsteuerfreier Vorteil, Messung Sache des Arbeitgebers
Mehrere Ladepunkte im Haus§ 19 Abs. 2 NAVSummen-Bemessungsleistung beachten
Welche Anforderung aus welcher Nutzung folgt[01][03][04]

Was ist bei Anmeldung und Anschluss zu beachten?

Unabhängig vom Fahrzeug gilt: Die Ladeeinrichtung ist dem Netzbetreiber vor der Inbetriebnahme mitzuteilen[01]. Übersteigt die Summen-Bemessungsleistung je elektrischer Anlage 12 Kilovoltampere, ist zusätzlich seine vorherige Zustimmung nötig, über die er binnen zwei Monaten entscheidet[01]. Hinzu kommen kann die netzorientierte Steuerung nach § 14a EnWG mit der Vorgabe maximaler Entnahmeleistungen[02].

  1. Onboard-Ladeleistung des eigenen ID-Modells im Datenblatt nachsehen.
  2. Klären, ob der Ladestrom mit dem Arbeitgeber abgerechnet wird — das entscheidet über den geeichten Zähler[03].
  3. Verfügbare Anschlussleistung beim Netzbetreiber erfragen.
  4. Summen-Bemessungsleistung der geplanten Anlage gegen die 12-kVA-Schwelle halten[01].
  5. Gerät auswählen und die Ausstattung im Datenblatt der aktuellen Ausführung prüfen.
  6. Installation durch die eingetragene Elektrofachkraft, Mitteilung vor Inbetriebnahme[01].

Häufige Fragen

Muss es die Wallbox des Fahrzeugherstellers sein?
Nein. Das Wechselstromladen läuft über den einheitlichen Typ-2-Anschluss, den jede handelsübliche Wallbox bedient. Herstellereigene Geräte bieten Komfort in der jeweiligen App-Welt, sind für das Laden aber keine Voraussetzung.
Bringt eine 22-kW-Wallbox bei einem ID-Modell etwas?
Nur, wenn der Onboard-Lader des konkreten Fahrzeugs diese Wechselstromleistung aufnimmt. Ist er niedriger ausgelegt, ändert die größere Wallbox nichts an der Ladezeit, macht die Anlage aber zustimmungspflichtig.
Wann brauche ich zwingend einen geeichten Zähler?
Wenn die geladene Menge Grundlage einer Abrechnung wird, etwa bei der Erstattung des Dienstwagen-Ladestroms durch den Arbeitgeber. Das Mess- und Eichgesetz verlangt für Werte im geschäftlichen Verkehr ein bestimmungsgemäß verwendetes Messgerät.
Ist das Laden beim Arbeitgeber steuerpflichtig?
Nein. Vorteile für das Aufladen eines Elektro- oder Hybridelektrofahrzeugs an einer ortsfesten betrieblichen Einrichtung des Arbeitgebers oder eines verbundenen Unternehmens sind steuerfrei, ebenso der Vorteil aus einer zur privaten Nutzung überlassenen betrieblichen Ladevorrichtung.
Transparenz

Unsere Quellen

  1. [01]
  2. [02]
  3. [03]
  4. [04]

Wie wir Quellen auswählen, gegeneinander abwägen und Angaben vor der Veröffentlichung gegen das Original prüfen, steht in unserer Methodik.

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