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Spar-Hebel · E-Mobilität

THG-Quote 2026: was E-Auto-Halter jährlich bekommen.

Wer ein reines Elektroauto fährt, kann jedes Jahr die eingesparten CO₂-Emissionen verkaufen — über einen Vermarkter, der sie beim Umweltbundesamt anrechnen lässt. Die Höhe legt kein Gesetz fest, sie bildet sich am Markt und hängt vom Anbieter ab. Kein Wallbox-Bonus, sondern eine Vergütung für die durch dein BEV eingesparten Emissionen.

So funktioniert's

Wie kommst du in vier Schritten an die Auszahlung?

  1. 1
    Vermarkter wählen. Vergleiche Auszahlungsbetrag, Auszahlungszeitpunkt und Modell: feste Prämie oder Flex-Prämie, die vom späteren Verkaufserlös abhängt.
  2. 2
    Foto vom Fahrzeugschein hochladen. Vermarkter prüft, ob es ein reines Batterieelektrofahrzeug ist. Plug-in-Hybride sind nach § 7 Absatz 1 der 38. BImSchV nicht anrechenbar.
  3. 3
    Vermarkter beantragt beim UBA. Das Umweltbundesamt prüft + zertifiziert die Einsparung. Vermarkter verkauft das Zertifikat an einen Mineralölkonzern.
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    Auszahlung. Wann ausgezahlt wird, regelt der Vertrag mit dem Vermarkter; eine Bearbeitungsdauer sagt auch das Umweltbundesamt nicht zu. Gehört das Auto zum Privatvermögen, ist die Prämie nicht steuerbar.
Wichtig zu wissen

Welche drei Stolpersteine kosten dich Geld?

  • Pro Jahr nur ein Vermarkter: Die Strommenge eines Fahrzeugs kann je Jahr nur einmal angerechnet werden. Wechseln kannst du zum nächsten Quotenjahr.
  • Nur reine Batterieelektrofahrzeuge: Die pauschale Anrechnung für Strom, der nicht öffentlich geladen wurde, gilt nach § 7 Absatz 1 der 38. BImSchV allein für reine Batterieelektrofahrzeuge. Plug-in-Hybride und Range-Extender bekommen sie nicht, auch wenn du fast nur elektrisch fährst.
  • Marktpreis schwankt: Werbeaussagen mit „bis …" nennen den günstigsten Fall. Eine feste Prämie ist planbar, eine Flex-Prämie kann höher oder niedriger ausfallen.
Verwandtes Programm

Welche Förderung gibt es beim E-Auto-Kauf?

Die THG-Quote zahlt jährlich. Beim Kauf des E-Autos selbst gibt es seit Januar 2026 zusätzlich die BAFA-Kaufprämie — einmalig 3.000 bis 6.000 € für reine Elektroautos, einkommensgestaffelt nach zvE und Kinderzahl. Beide Programme sind kombinierbar.

Zur E-Auto-Kaufprämie 2026

Häufige Fragen

Was ist die THG-Quote für E-Auto-Halter?
Die Treibhausgas-Minderungsquote (THG-Quote) verpflichtet Unternehmen, die Otto- und Dieselkraftstoff in Verkehr bringen, die Treibhausgasemissionen dieser Kraftstoffe um einen gesetzlich festgelegten Prozentsatz zu mindern — 2026 um 12 Prozent. Eine Möglichkeit, die Pflicht zu erfüllen, ist Strom für Elektrofahrzeuge. Für den Strom, den ein reines Elektroauto außerhalb öffentlicher Ladepunkte lädt, bescheinigt das Umweltbundesamt je Jahr eine pauschale Strommenge; diese Bescheinigung kaufen die quotenverpflichteten Unternehmen. Weil sie laut Umweltbundesamt kaum Verträge mit einzelnen Haltern über kleine Mengen schließen, bündeln Vermarkter die Mengen vieler Halter. Das Umweltbundesamt selbst zahlt keine Prämie.
Wie hoch ist die Auszahlung 2026?
Eine gesetzlich festgelegte Höhe gibt es nicht: Die Prämie bildet sich am Markt, schwankt stark und hängt vom Anbieter und seinem Vertrag ab. Manche Vermarkter lassen die Wahl zwischen einer festen Prämie und einer Flex-Prämie, die vom späteren Verkaufserlös abhängt. Die gesetzliche Quote steigt nach aktueller Rechtslage von 12 Prozent im Jahr 2026 auf 26,5 Prozent im Jahr 2030.
Welche Fahrzeuge sind THG-quotenfähig?
Nur reine Batterieelektrofahrzeuge, die zulassungspflichtig sind: Die 38. BImSchV lässt die pauschale Anrechnung von Strom, der nicht an öffentlichen Ladepunkten geladen wurde, allein für reine Batterieelektrofahrzeuge zu (§ 7 Absatz 1). Plug-in-Hybride und Range-Extender fallen deshalb heraus, unabhängig davon, wie viel sie elektrisch fahren. Zulassungspflichtige E-Motorräder können teilnehmen; für zulassungsfreie Fahrzeuge gibt es derzeit keinen Schätzwert und damit keine Bescheinigung.
Muss ich die THG-Quote versteuern?
Nicht, wenn das Elektroauto zum Privatvermögen gehört. Nach der bundeseinheitlich abgestimmten Auffassung der Finanzverwaltung ist die Prämie dann eine nicht steuerbare Leistung und unterliegt weder der Einkommensteuer noch der Umsatzsteuer, so das Bayerische Landesamt für Steuern. Gehört das Fahrzeug zum Betriebsvermögen, ist die Prämie eine Betriebseinnahme; ist es dem umsatzsteuerlichen Unternehmensvermögen zugeordnet, ist sie zusätzlich umsatzsteuerpflichtig.
Wie wechsle ich den Vermarkter?
Je Fahrzeug und Jahr kann die eingesparte Strommenge nur einmal angerechnet werden (§ 7 Absatz 4 der 38. BImSchV) — und du kannst pro Jahr nur einen Dritten bestimmen (§ 5 Absatz 2). Beauftrage deshalb pro Jahr nur einen Vermarkter. Für das nächste Quotenjahr kannst du wechseln, sofern dein Vertrag nicht mehrere Jahre läuft. Beim Umweltbundesamt eingereicht werden muss die Quote bis zum 15. November des jeweiligen Jahres.
Transparenz

Unsere Quellen

  1. [01]
    UBA — Vollzug der 38. BImSchV (THG-Quote-Anerkennung Strom)
    umweltbundesamt.deRechtsgrundlageUmweltbundesamt
  2. [02]
    38. BImSchV — Verordnung zur Anrechnung von Strom auf die THG-Quote
    gesetze-im-internet.deRechtsgrundlageBundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit
  3. [03]
    § 37a BImSchG — Pflichten für Inverkehrbringer von Kraftstoffen (THG-Quote)
    gesetze-im-internet.deRechtsgrundlageBundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit
  4. [04]
    UBA — FAQ zum Vollzug der 38. BImSchV (PDF)
    umweltbundesamt.dePrimärquelleUmweltbundesamt
  5. [05]
    Bayerisches Landesamt für Steuern — Elektromobilität (Besteuerung von THG-Prämien)
    lfst.bayern.dePrimärquelleBayerisches Landesamt für Steuern
  6. [06]
    ADAC — THG-Quote für Elektroautos
    adac.deFachartikelADAC e.V.

Wie wir Quellen auswählen, gegeneinander abwägen und Angaben vor der Veröffentlichung gegen das Original prüfen, steht in unserer Methodik.

Die Kaufprämie ist ein eigener Antrag beim BAFA, unabhängig von der THG-Quote. Wie der BAFA-Antrag Schritt für Schritt abläuft, steht im Ratgeber zum BAFA-Antrag.

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