BundesBonus
Ratgeber · Energetische Sanierung

Sanierungs-Ratgeber — Förderwege, Reihenfolge, Stadt-Boni.

Der Sanierungs-Ratgeber bündelt die Entscheidungs-Themen vor dem ersten Handwerkertermin: in welcher Reihenfolge saniert wird, ob Einzelmaßnahmen oder die Komplettsanierung zum Effizienzhaus besser passen, wann der Energieberater Pflicht ist, was der iSFP-Bonus bringt und welche Städte eigene Zuschüsse obendrauf legen. Jede Themenseite beantwortet eine konkrete Frage mit Beispielen und Primärquellen.

Welche Förderwege gibt es für die Sanierung 2026?

Vier Ebenen stehen zur Wahl: die BEG-Einzelmaßnahmen der BAFA (Zuschuss je Maßnahme)[02], die KfW-261-Komplettsanierung mit Kredit und Tilgungszuschuss[01], der Steuer-Weg über § 35c EStG[03] — und die kommunalen Programme, die sich mit dem Bund stapeln lassen[04]. Für dieselben Kosten gilt: nur ein Bundes-Weg, aber Stadt plus Bund ist je nach Richtlinie kombinierbar.

Weg Förderart Rahmen
BEG Einzelmaßnahmen (BAFA) Zuschuss je Maßnahme bis 60.000 €/WE förderfähig (mit iSFP)
KfW 261 Komplettsanierung Kredit + 5–45 % Tilgungszuschuss bis 150.000 €/WE Kredit, max. 37.500 € Zuschuss
§ 35c EStG (Steuer-Weg) 20 % über 3 Steuerjahre max. 40.000 € pro Objekt, Selbstnutzer
Kommunale Programme m²-Sätze oder % der Rechnung z. B. Freiburg 10–30 €/m², Oldenburg 10 %
Die vier Förder-Ebenen der energetischen Sanierung — Details auf den Themenseiten.

Welche Boni lassen sich stapeln?

Die Förderlandschaft belohnt Planung: Der iSFP-Bonus wirkt auf jede Einzelmaßnahme aus dem Sanierungsfahrplan, der WPB-Bonus auf die Komplettsanierung der schlechtesten Gebäude, und kommunale Öko-Dämmstoff-Aufschläge honorieren zertifizierte Materialien.[01][04] Wer die Boni vor der Auftragsvergabe kennt, holt vierstellige Zusatzbeträge.

Bonus Höhe Gilt für
iSFP-Bonus +5 Prozentpunkte BEG EM, Maßnahmen aus dem Sanierungsfahrplan
Worst-Performing-Building-Bonus +10 Prozentpunkte KfW 261, Effizienzklasse G/H
Serielle Sanierung +15 Prozentpunkte KfW 261, nur EH 40/55
Öko-Dämmstoff-Boni (kommunal) +10 €/m² bzw. +15 % Freiburg / Osnabrück, natureplus oder Blauer Engel
Stapelbare Boni in Bund- und Stadt-Programmen — Voraussetzungen auf den Themenseiten.

Wie gehe ich die Sanierung richtig an?

Der rote Faden für jedes Vorhaben — unabhängig davon, welcher Förderweg am Ende gewinnt: erst beraten lassen, dann beantragen, dann beauftragen. Die häufigsten Förder-Ausschlüsse entstehen durch Aufträge, die vor dem Antrag vergeben wurden.

  1. iSFP erstellen lassen: Energie-Effizienz-Experte aus der Bundesliste, 50 % BAFA-Zuschuss — liefert Reihenfolge, Kostenrahmen und den 5-Punkte-Bonus.
  2. Förderweg wählen: Einzelmaßnahmen (BEG EM), Komplettsanierung (KfW 261) oder Steuer-Weg (§ 35c) — die Themenseiten zeigen die Entscheidungslogik.
  3. Stadt-Programm prüfen: Richtlinie + Budget-Status der eigenen Kommune checken — die Töpfe sind jahresgebunden.
  4. Alle Anträge VOR Auftragsvergabe stellen — Bund und Stadt parallel, Förderungen gegenseitig angeben.
  5. Umsetzen + Nachweise sammeln: Rechnungen, Fachunternehmer-Erklärungen und Produktzertifikate (Öko-Boni!) für die Auszahlungsanträge.
Planung

Reihenfolge und Vorbereitung

Welche Maßnahme zuerst, was der iSFP plant, wann Ausnahmen sinnvoll sind.

Vergleich

Förderwege und Materialien im Direktvergleich

BEG EM vs. KfW 261, nachhaltige Dämmstoffe und ihre Boni.

Förder-Pflichten

Energieberater, iSFP und Spezial-Boni

Wann der Energie-Effizienz-Experte Pflicht ist und welche Boni sich stapeln lassen.

Kosten & Stadt-Boni

Kommunale Programme und Eigenanteil

Was Städte zusätzlich zahlen und wie sich die Ebenen kombinieren lassen.

Häufige Fragen

Welche Förderung gibt es 2026 für die energetische Sanierung?
Drei Bundes-Wege: BEG-Einzelmaßnahmen über die BAFA (Zuschuss je Maßnahme, mit iSFP bis 60.000 € förderfähige Kosten pro Wohneinheit), die KfW-261-Komplettsanierung (Kredit bis 150.000 €/WE plus 5–45 % Tilgungszuschuss) und der Steuer-Weg über § 35c EStG (20 %, max. 40.000 € pro Objekt). Dazu kommen kommunale Programme — etwa Freiburg mit 10–30 €/m² oder Oldenburg mit 10 % der Rechnungssumme.
Was bringt der iSFP konkret?
Der individuelle Sanierungsfahrplan kostet dank 50-%-BAFA-Förderung (max. 650 € EFH / 850 € MFH) wenig — und bringt dauerhaft +5 Prozentpunkte auf jede BEG-Einzelmaßnahme plus die Verdopplung der förderfähigen Höchstkosten auf 60.000 € pro Wohneinheit. Er amortisiert sich meist mit der ersten Dämm-Maßnahme.
In welcher Reihenfolge sollte ich sanieren?
Grundregel: erst die Gebäudehülle (Dach, Fenster, Wände, Kellerdecke), dann die Heizung — die gesunkene Heizlast erlaubt eine kleinere, günstigere Wärmepumpe. Die fachlich abgesicherte Abfolge für das konkrete Gebäude liefert der iSFP.
Kann ich Stadt- und Bundes-Förderung kombinieren?
Grundsätzlich ja — die Kumulierungs-Regeln stehen in der jeweiligen Stadt-Richtlinie. Freiburg deckelt die Gesamtförderung bei 60 % der Kosten, andere Städte rechnen Bundes-Mittel an. Beide Anträge gehören VOR die Auftragsvergabe.
Was ist ein Worst Performing Building?
Ein Gebäude der Energieeffizienzklasse G oder H — also unter den energetisch schlechtesten des Bestands. Dafür gibt es Extra-Förderung: +10 Prozentpunkte Tilgungszuschuss bei KfW 261 und z. B. in Freiburg 2.500 € kommunalen Bonus.
Transparenz

Unsere Quellen

  1. [01]
  2. [02]
  3. [03]
    § 35c EStG — Steuerermäßigung für energetische Maßnahmen
    gesetze-im-internet.deRechtsgrundlageBundesministerium der Justiz
  4. [04]
  5. [05]

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