Energieberater bei der Sanierung — Pflicht, Kosten, iSFP-Bonus
Für jede geförderte Einzelmaßnahme an der Gebäudehülle und für die Komplettsanierung ist ein Energie-Effizienz-Experte Pflicht — die KfW und das BAFA akzeptieren nur Berater aus der offiziellen Bundesliste. Der Heizungstausch über KfW 458 kommt ohne aus. Der individuelle Sanierungsfahrplan (iSFP) des Beraters wird zu 50 % gefördert und bringt bis zu 15 Jahre lang einen Förder-Bonus.
Auf einen Blick
| Aspekt | Wert / Hinweis |
|---|---|
| Pflicht bei | KfW 261 + BEG-EM Gebäudehülle |
| Keine Pflicht bei | KfW 458 (Heizungstausch) |
| iSFP-Förderung | 50 %, max. 650 € EFH / 850 € MFH |
| iSFP-Bonus | +5 Prozentpunkte auf BEG-EM ab 30.000 € |
| Experten-Liste | energie-effizienz-experten.de |
Der Energieberater ist bei der Hüllen-Sanierung keine Kür, sondern Fördervoraussetzung. Der iSFP kostet nach 50 % Zuschuss nur die Hälfte des Honorars (Zuschuss höchstens 650 € bzw. 850 €) und bringt bei Etappen ab 30.000 € förderfähigen Kosten den Bonus von 5 Prozentpunkten auf den Betrag darüber sowie die doppelte Höchstgrenze. Wichtig ist, ausschließlich Experten aus der Bundesliste zu beauftragen.
Wann ist der Energie-Effizienz-Experte Pflicht?
Die Pflicht hängt am Förderweg: Bei KfW 261 (Komplettsanierung) ist die fachliche Begleitung durch einen Energie-Effizienz-Experten immer Pflicht.[01] Bei BEG-Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle (Dämmung, Fenster, Türen) ebenfalls. Ausnahme ist der Heizungstausch über KfW 458: Dort genügt das Fachunternehmen, das die technischen Mindestanforderungen bestätigt — ein Energieberater ist nicht vorgeschrieben.[02] Anerkannt sind ausschließlich Experten aus der Bundesliste auf energie-effizienz-experten.de.
Was kostet der iSFP — und was bringt er konkret?
Die Erstellung des individuellen Sanierungsfahrplans fördert das BAFA mit 50 % des Honorars, maximal 650 € beim Ein-/Zweifamilienhaus bzw. 850 € ab drei Wohneinheiten.[03] Der Gegenwert ist doppelt: ein priorisierter Maßnahmenplan mit Kostenrahmen — und der iSFP-Bonus von 5 Prozentpunkten für spätere BEG-Einzelmaßnahmen aus dem Plan, samt Verdopplung der förderfähigen Höchstkosten von 30.000 auf 60.000 € für die erste Wohneinheit. Der Bonus greift ab 30.000 € förderfähigen Kosten je Antrag (eine Wohneinheit) und gilt nur für den Betrag darüber: Bei 50.000 € Dämmkosten bringt der iSFP 1.000 € Bonus und 3.000 € aus der höheren Grenze, zusammen 4.000 € mehr als ohne Fahrplan.
Wie finde ich einen passenden Berater?
Die Berater-Suche entscheidet über die Förderfähigkeit des gesamten Vorhabens: Nur Experten aus der dena-geführten Bundesliste dürfen die Pflicht-Nachweise für KfW und BAFA ausstellen. Der Weg in vier Schritten:
- Auf energie-effizienz-experten.de die PLZ eingeben und nach „Wohngebäude" filtern.
- Zwei bis drei Angebote einholen und nach einer Pauschale für den iSFP inklusive Vor-Ort-Termin fragen.
- Beauftragen, Vor-Ort-Aufnahme durchführen lassen, iSFP erstellen lassen — den BAFA-Antrag stellt der Eigentümer vor Abschluss des Beratungsvertrags, mit Vollmacht auch der Berater. Das Honorar wird zunächst voll bezahlt, der Zuschuss kommt nach Prüfung des Verwendungsnachweises.
- Den iSFP bei späteren BEG-Einzelmaßnahmen im Antrag kennzeichnen — der Energieeffizienz-Experte bestätigt ihn in der Technischen Projektbeschreibung. Der 5-Punkte-Bonus gilt für Maßnahmen binnen 15 Jahren ab 30.000 € förderfähigen Kosten je Antrag.
Häufige Fragen
Darf mein Heizungsbauer die Energieberatung machen?
Was kostet die Baubegleitung über den iSFP hinaus?
Brauche ich den iSFP auch für kommunale Programme?
Unsere Quellen
- [01]Energie-Effizienz-Experten — Bundesliste (dena)energie-effizienz-experten.deFachartikel
- [02]KfW — Heizungsförderung für Privatpersonen (458)kfw.deFachartikel
- [03]BAFA — Energieberatung für Wohngebäude (iSFP)bafa.deFachartikel
Wie wir Quellen auswählen, gegeneinander abwägen und Angaben vor der Veröffentlichung gegen das Original prüfen, steht in unserer Methodik.
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