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Förderung · WPB-Bonus

Worst Performing Building — der Bonus für die schlechtesten Gebäude

Worst Performing Buildings (WPB) sind die energetisch schlechtesten Gebäude des Bestands — typischerweise Energieeffizienzklasse G oder H. Wer ein solches Haus saniert, bekommt Extra-Förderung: Die KfW 261 erhöht den Tilgungszuschuss um 10 Prozentpunkte auf jeder Effizienzhaus-Stufe, Freiburg zahlt einen kommunalen WPB-Bonus von 2.500 Euro.

Auf einen Blick

Aspekt Wert / Hinweis
WPB-Definition energetisch schlechteste Gebäude (Klasse G/H)
KfW-261-Bonus +10 Prozentpunkte Tilgungszuschuss
Freiburg-Bonus 2.500 € (Klasse G/H)
Nachweis Energieausweis oder Experten-Einstufung
Zeitpunkt Ist-Zustand VOR Sanierungsbeginn dokumentieren

Der WPB-Bonus dreht die Logik des Immobilienmarkts um: Ausgerechnet das Haus mit dem schlechtesten Energieausweis bringt die höchste Förderquote. Für Käufer unsanierter Bestandsimmobilien gehört der dokumentierte G/H-Nachweis deshalb vor den ersten Handwerkertermin — er ist bares Geld auf jeder Effizienzhaus-Stufe.

Welche Gebäude gelten als Worst Performing Building?

Als WPB gilt ein Wohngebäude, das zu den energetisch schlechtesten des deutschen Bestands gehört — nachweisbar über den Energieausweis der Klasse G oder H oder ersatzweise über Baujahr und Sanierungszustand der Außenbauteile (die genauen Kriterien definiert das jeweilige Förderprogramm in seinen technischen Mindestanforderungen).[01] Der Gedanke dahinter: Die größten Einsparungen pro investiertem Euro stecken in den schlechtesten Häusern — also werden genau diese Sanierungen zusätzlich belohnt.

Welche Boni gibt es für WPB-Sanierungen?

Zwei verifizierte Ebenen: Bei KfW 261 erhöht der WPB-Bonus den Tilgungszuschuss um 10 Prozentpunkte — addierbar auf jede Effizienzhaus-Stufe und kombinierbar mit dem Seriellen-Sanierungs-Bonus (+15 auf EH 40/55).[01] Kommunal legt z. B. Freiburg in „Klimafreundlich Wohnen" einen Effizienz-Bonus von 2.500 € für Worst Performing Buildings der Klassen G und H obendrauf — neben den Boni für Effizienzhaus 70 (5.000 €) und EH 55/Passivhaus (7.000 €).[02]

ProgrammWPB-VorteilKombinierbar mit
KfW 261 (Bund)+10 Prozentpunkte TilgungszuschussiSFP-Bonus, Serielle Sanierung
Freiburg „Klimafreundlich Wohnen"2.500 € Effizienz-Bonusm²-Dämmsätzen des Programms
Verifizierte WPB-Boni — Bund und Kommune lassen sich stapeln, soweit die Richtlinien es zulassen.

Wie weise ich den WPB-Status nach?

Der einfachste Nachweis ist der gültige Energieausweis mit Klasse G oder H — bei dessen Fehlen erstellt der Energie-Effizienz-Experte die Einstufung im Zuge des iSFP gleich mit. Wichtig für die Planung: Der WPB-Status wird vor der Sanierung dokumentiert; nach Abschluss zählt die erreichte Effizienzhaus-Stufe. Wer ein G/H-Haus kauft, sichert sich also den Bonus, indem der Ist-Zustand sauber festgehalten wird, bevor die ersten Gewerke starten.

Häufige Fragen

Gilt der WPB-Bonus auch bei Einzelmaßnahmen?
Nein — der 10-Punkte-Bonus der KfW 261 setzt die Komplettsanierung zum Effizienzhaus voraus. Bei Einzelmaßnahmen hilft stattdessen der iSFP-Bonus; kommunale WPB-Boni wie in Freiburg honorieren je nach Richtlinie auch Teil-Sanierungen mit Effizienz-Nachweis.
Mein Energieausweis zeigt Klasse F — knapp vorbei?
Für den G/H-gebundenen Bonus ja. Es lohnt aber der Blick in die technischen Mindestanforderungen des Programms: Teilweise qualifizieren auch Baujahr-/Bauteil-Kriterien ein Gebäude als WPB, wenn kein aktueller Ausweis vorliegt.
Verfällt der Bonus, wenn ich in Etappen saniere?
Der KfW-261-WPB-Bonus hängt am Erreichen einer Effizienzhaus-Stufe im geförderten Vorhaben. Wer etappenweise mit Einzelmaßnahmen vorgeht, nutzt stattdessen iSFP-Bonus und kommunale Programme — und hebt sich den WPB-Weg für einen späteren Gesamtabschluss auf, falls geplant.
Transparenz

Unsere Quellen

  1. [01]
  2. [02]
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