Auf einen Blick
| Förderart | Zuschuss |
|---|---|
| Förderebene | Landesprogramm |
| Fördergeber | Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg |
| Förderquote | bis 40 % |
| Zielgruppe | Unternehmen |
Worum geht es?
Die Verwaltungsvorschrift des Ministeriums Ländlicher Raum fördert zwei Bereiche: die Gründung und das Tätigwerden von Erzeugerzusammenschlüssen sowie Investitionsvorhaben für die Verarbeitung und Vermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse. Ziel ist es, die Erfassung, Verarbeitung und Vermarktung an die Erfordernisse des Marktes anzupassen, Innovationspotenziale zu erschließen und einen Beitrag zur Verringerung klimaschädlicher Emissionen sowie zur effizienten Ressourcennutzung (insbesondere Wasser und Energie) zu leisten. Zuwendungsempfänger sind Erzeugerorganisationen, Erzeugerzusammenschlüsse für Qualitätsprodukte und deren Vereinigungen, die Kleinstunternehmen, kleine oder mittlere Unternehmen im Sinne der EU-Verordnung 2022/2472 sein müssen. Investitionen in die Verarbeitung und Vermarktung können auch Unternehmen mit weniger als 750 Beschäftigten oder höchstens 200 Millionen Euro Jahresumsatz erhalten.
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Welche Bedingungen gelten?
4 Pflicht-Kriterien
| Kriterium |
|---|
| Anerkannter Erzeugerzusammenschluss (Organisation oder Vereinigung) |
| Verarbeitungs- oder Vermarktungsunternehmen: weniger als 750 Beschäftigte oder höchstens 200 Millionen Euro Jahresumsatz; Erzeugerzusammenschlüsse: KMU nach Anhang I der Verordnung (EU) 2022/2472 |
| Auf Dauer, mindestens fünf Jahre angelegt |
| Erzeugerzusammenschluss für Qualitätsprodukte mit mindestens fünf Mitgliedern |
Was bekommst du konkret?
Förderfähig sind angemessene Aufwendungen für Organisationskosten von Erzeugerzusammenschlüssen: Gründungskosten, Personal- und Geschäftskosten sowie Kosten für Büroeinrichtungen einschließlich Hard- und Software, Büromaschinen und -geräte; die entsprechenden Kosten sind insgesamt bis zur Höhe von 10.000 Euro zuwendungsfähig. Zusätzlich werden Investitionsvorhaben für die Verarbeitung und Vermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse gefördert.
Wie läuft ein Antrag typischerweise ab?
5 Schritte
- 01
Antragsformulare beim Regierungspräsidium beschaffen
Der Antrag wird beim jeweils zuständigen Regierungspräsidium als Bewilligungsbehörde gestellt, und zwar mit dem amtlich vorgegebenen Antragsvordruck. Vordrucke und Anlagen stehen auf der Seite Förder- und Zahlungsanträge, Unterlagen bereit.
Förder- und Zahlungsanträge, Unterlagen - 02
Erzeugerzusammenschluss: Antrag vor der Gründung stellen, Anerkennung einholen
Für Erzeugerzusammenschlüsse muss der Antrag auf Zuwendung vor der Gründung beim zuständigen Regierungspräsidium gestellt werden. Die Zusammenschlüsse müssen auf Basis ihres vorgelegten Geschäftsplans förmlich anerkannt werden; Zuwendungen zu den Organisationskosten gibt es für Aufwendungen ab dem Tag der förmlichen Anerkennung, Gründungskosten sind unabhängig davon zuwendungsfähig. Die Gründung ist der Bewilligungsbehörde unverzüglich anzuzeigen.
- 03
Investitionsvorhaben: Antrag vor Vorhabenbeginn mit Kostenplan stellen
Bei Investitionen in Verarbeitung und Vermarktung ist der Antrag vor Beginn des Vorhabens zu stellen. Er enthält mindestens Name und Größe, Beschreibung und Standort des Vorhabens, Zeitpunkt von Beginn und voraussichtlichem Abschluss, den benötigten Beihilfebetrag und einen Kostenplan; genossenschaftliche Unternehmen legen zusätzlich den Prüfbericht ihres Genossenschaftsverbandes vor.
- 04
Prüfung, Auswahlverfahren und Bewilligung abwarten
Das Regierungspräsidium prüft den Antrag insbesondere auf Vollständigkeit und gibt bei Lücken Gelegenheit zur Vervollständigung. Bewilligungsreife Anträge werden anhand von Auswahlkriterien zu festgelegten Stichtagen und mit festgelegtem Budget ausgewählt; über den Antrag soll spätestens bis zum 31. Dezember des auf die Antragstellung folgenden Jahres entschieden werden. Die Zuwendungen werden ohne Rechtsverpflichtung nach pflichtgemäßem Ermessen im Rahmen der verfügbaren Haushaltsermächtigungen bewilligt.
- 05
Zahlungsantrag mit Verwendungsnachweis einreichen
Bei Investitionsvorhaben wird der Zahlungsantrag mit Belegen und Belegliste bei der Bewilligungsbehörde eingereicht. Spätestens sechs Monate nach Abschluss des Vorhabens ist der Zahlungsantrag auf Schlusszahlung mit Verwendungsnachweis vorzulegen.
Häufige Fragen
Wer kann die Marktstrukturverbesserung in Baden-Württemberg beantragen?
Was wird bei den Organisationskosten gefördert?
Wie lange muss ein Erzeugerzusammenschluss bestehen?
Wie viele Mitglieder braucht ein Erzeugerzusammenschluss für Qualitätsprodukte?
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Wo findest du die Originalquellen?
Unsere Quellen
- [01]Förderung der Verarbeitung und Vermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse (Marktstrukturverbesserung) — Offizielle Programmseitefoerderung.landwirtschaft-bw.dePrimärquelleMinisterium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg
- [02]Ministerium Ländlicher Raum Baden-Württembergmlr.baden-wuerttemberg.dePrimärquelleMinisterium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg
- [03]Programmübersicht in der Förderdatenbank des Bundesfoerderdatenbank.dePrimärquelleMinisterium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg
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