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THG-Quote für E-Auto-Halter — 2026

Jährliche Auszahlung 270–320 € für jeden Halter eines reinen Elektroautos. Kein Wallbox-Direktzuschuss, sondern Vergütung für die durch das BEV eingesparten CO₂-Emissionen. Über THG-Quoten-Vermarkter beantragt. Halter von reinen Batterie-Elektroautos (BEV) können ihre eingesparten CO₂-Emissionen jährlich verkaufen — die so genannte THG-Quote. Verpflichtete Mineralölkonzerne kaufen die Zertifikate, um ihre eigene CO₂-Bilanz aufzubessern.

Max. Förderung
320 €
pro Antrag
Zuständig
Bundesnetzagentur
als Bewilligungsstelle

Auf einen Blick

Programm-Eckdaten in Kurzform
Förderart Sonstige
Geltungsbereich Bundesweit
Fördergeber Bundesnetzagentur
Förderhöhe bis zu 320 €
Zielgruppe Privatperson

Worum geht es?

Halter von reinen Batterie-Elektroautos (BEV) können ihre eingesparten CO₂-Emissionen jährlich verkaufen — die so genannte THG-Quote. Verpflichtete Mineralölkonzerne kaufen die Zertifikate, um ihre eigene CO₂-Bilanz aufzubessern. Die Auszahlung läuft über THG-Quoten-Vermarkter (geld-fuer-eauto.de, ADAC, EnBW, CHECK24 etc.). Plug-in-Hybride sind ausgeschlossen — nur reine BEVs.

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Nur reine BEV werden nach 38. BImSchV angerechnet. Plug-in-Hybride, Mild-Hybride und Brennstoffzellen-Fahrzeuge sind ausgeschlossen.

Anspruchsberechtigt ist der Halter, der in Feld C.1.1 der Zulassungsbescheinigung Teil I eingetragen ist. Leasing-Nehmer sind als Halter eingetragen und damit berechtigt.

Das Fahrzeug muss in Deutschland zugelassen sein. Auslandszulassungen sind nicht anrechenbar.

Die Auszahlungshöhe richtet sich nach der Fahrzeugklasse, weil das UBA für jede Klasse einen eigenen Schätzwert für die anrechenbare Strommenge bekannt gibt.

Pro Fahrzeug und Quotenjahr darf nur ein einziger Dritter die Quote beim UBA geltend machen. Ein Wechsel des Vermarkters innerhalb eines Jahres ist nicht zulässig.

Voraussetzungen

Welche Bedingungen gelten?

4 Pflicht-Kriterien

Reines Batterie-Elektrofahrzeug

Nur reine BEV werden nach 38. BImSchV angerechnet. Plug-in-Hybride, Mild-Hybride und Brennstoffzellen-Fahrzeuge sind ausgeschlossen.

Eintrag als Halter im Fahrzeugschein

Anspruchsberechtigt ist der Halter, der in Feld C.1.1 der Zulassungsbescheinigung Teil I eingetragen ist. Leasing-Nehmer sind als Halter eingetragen und damit berechtigt.

Zulassung in Deutschland

Das Fahrzeug muss in Deutschland zugelassen sein. Auslandszulassungen sind nicht anrechenbar.

Nur ein Antrag pro Kalenderjahr

Pro Fahrzeug und Quotenjahr darf nur ein einziger Dritter die Quote beim UBA geltend machen. Ein Wechsel des Vermarkters innerhalb eines Jahres ist nicht zulässig.

Ablauf

Wie läuft ein Antrag typischerweise ab?

6 Schritte

  1. 01

    Fahrzeugschein-Kopie vorbereiten

    Eine gut lesbare Kopie oder ein Foto der Zulassungsbescheinigung Teil I (Feld C.1.1 mit Halter, Feld P.3 mit Antriebsart) bereitlegen. Wichtig ist, dass die Antriebsart eindeutig als reines Elektrofahrzeug erkennbar ist.

  2. 02

    Vermarkter auswählen

    Spezialisierte THG-Quoten-Vermarkter vergleichen — Kriterien sind Auszahlungsbetrag, Auszahlungszeitpunkt, Garantie-Modell (Fixpreis vs. Erfolgsbeteiligung) und Reputation. Es darf pro Fahrzeug und Jahr nur ein einziger Vermarkter beauftragt werden.

  3. 03

    Antrag beim Vermarkter stellen

    Über das Online-Formular des Vermarkters Fahrzeugschein-Kopie hochladen, Bankverbindung angeben und Vermarktungs-Auftrag unterschreiben. Damit überträgt der Halter dem Vermarkter das Recht, die Quote in seinem Namen beim Umweltbundesamt geltend zu machen.

  4. 04

    UBA-Bescheinigung durch Vermarkter

    Der Vermarkter bündelt die Quoten aller Kunden und beantragt beim Umweltbundesamt die Bescheinigung über die anrechenbare Strommenge. Das UBA prüft Halter-Eintrag und Fahrzeugklasse und stellt die Bescheinigung aus.

  5. 05

    Verkauf an Quotenverpflichteten

    Der Vermarkter verkauft die Quoten an quotenverpflichtete Unternehmen (typisch Mineralölkonzerne), die ihre eigene Treibhausgas-Minderungspflicht damit erfüllen. Aus diesem Verkauf finanziert sich die Auszahlung an den Fahrzeughalter.

  6. 06

    Auszahlung an den Halter

    Der Vermarkter überweist den vereinbarten Betrag auf das angegebene Konto. Je nach Anbieter erfolgt die Zahlung sofort nach Antragstellung (Fixpreis-Modell) oder erst nach erfolgreichem Verkauf der Quote (Erfolgsbeteiligung).

Häufige Fragen

Wer bekommt die THG-Quote?
Anspruch hat der im Fahrzeugschein eingetragene Halter eines reinen Batterie-Elektrofahrzeugs (BEV). Berechtigt sind Privatpersonen, Unternehmen und juristische Personen gleichermaßen, solange das Fahrzeug in Deutschland zugelassen ist. Plug-in-Hybride, Range-Extender und Brennstoffzellen-Fahrzeuge sind nach 38. BImSchV nicht anrechenbar. Auch zulassungsfreie Elektro-Leichtfahrzeuge können in bestimmten Fällen anrechenbar sein.
Wie hoch ist die Auszahlung 2026?
Die jährliche Auszahlung liegt 2026 typisch zwischen 270 und 320 Euro pro reinem Elektroauto der Klasse M1. Die exakte Höhe schwankt mit dem aktuellen THG-Quotenpreis am Markt und unterscheidet sich je nach Vermarkter. Für E-Lkw und E-Busse (Klassen N2, N3, M3) sind deutlich höhere Beträge möglich, da die pauschale Strommenge dort größer ausfällt.
Wann erfolgt die Auszahlung?
Die Vermarktung läuft pro Quotenjahr. Der Halter reicht die Fahrzeugschein-Kopie bei einem Vermarkter ein, dieser bündelt die Quoten und beantragt die Bescheinigung beim Umweltbundesamt (UBA). Die Auszahlung an den Halter erfolgt je nach Anbieter zwischen wenigen Wochen und mehreren Monaten nach Antragstellung. Pro Fahrzeug ist nur ein Antrag pro Kalenderjahr möglich.
Ist die THG-Prämie steuerpflichtig?
Für Privatpersonen ist die THG-Prämie nach aktueller Auffassung des Bundesministeriums der Finanzen einkommensteuerfrei, weil das Fahrzeug zum Privatvermögen gehört und kein Einkunftstatbestand erfüllt ist. Bei betrieblich genutzten Fahrzeugen (Firmenwagen, Selbstständige, Unternehmen) ist die Prämie als Betriebseinnahme steuerpflichtig. Konkrete Steuerfragen sollte ein Steuerberater im Einzelfall prüfen.
Kann ich die THG-Quote selbst vermarkten?
Theoretisch ja, praktisch nein. Die 38. BImSchV erlaubt nur einem benannten Dritten pro Quotenjahr, die Quote beim UBA geltend zu machen. Für Einzelhalter ist der bürokratische Aufwand (UBA-Bescheinigung, Nachweise, Bündelung mit einem quotenverpflichteten Mineralölkonzern) nicht wirtschaftlich. Daher übernehmen spezialisierte Vermarkter die Abwicklung und zahlen einen festen Betrag aus.
Gibt es eine Doppelförderung mit Wallbox oder E-Auto-Prämie?
Ja, die THG-Quote ist mit anderen Förderungen kombinierbar. Eine geförderte Wallbox, eine Kaufprämie für das E-Auto oder eine PV-Anlage mit Eigenverbrauchsladen schließen die jährliche THG-Vergütung nicht aus. Ausgenommen ist nur die doppelte Vermarktung derselben Strommenge: Ladestrom einer öffentlichen Säule kann entweder dem Säulenbetreiber oder dem Fahrzeughalter zugerechnet werden, nicht beiden gleichzeitig.
Wie lange läuft die THG-Quote noch?
Die Treibhausgasminderungs-Quote ist im Bundes-Immissionsschutzgesetz bis mindestens zum Ende des Quotenpfads 2030 verankert und steigt jährlich an. Für reine Elektrofahrzeuge ist die Anrechnung über die 38. BImSchV unbefristet ausgestaltet, solange das System gilt. Eine konkrete Auslauffrist für die Halter-Vergütung gibt es derzeit nicht.

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Transparenz

Unsere Quellen

  1. [01]
  2. [02]
    38. BImSchV — Verordnung zur Festlegung der Treibhausgasminderungs-Quote
    gesetze-im-internet.deRechtsgrundlageBundesministerium der Justiz
  3. [03]
    § 5 38. BImSchV — Anrechnung von Strom für Elektrofahrzeuge
    gesetze-im-internet.deRechtsgrundlageBundesministerium der Justiz
  4. [04]
    § 6 38. BImSchV — Aufzeichnungs- und Mitteilungspflichten
    gesetze-im-internet.deRechtsgrundlageBundesministerium der Justiz
  5. [05]
    § 7 38. BImSchV — Schätzwerte für anrechenbare Strommengen
    gesetze-im-internet.deRechtsgrundlageBundesministerium der Justiz