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Bürgschaft Land

Bürgschaften des Landes Mecklenburg-Vorpommern

Das Land Mecklenburg-Vorpommern übernimmt Ausfallbürgschaften zur Förderung der gewerblichen Wirtschaft. Verbürgt werden rückzahlbare Kredite der Investitions- und Umlaufmittelfinanzierung sowie die Finanzierung von Nachfolgeregelungen, wenn andere Sicherheiten zur Kreditabsicherung nicht ausreichen. Der Kreditgeber trägt ein Eigenrisiko von mindestens 10 Prozent des Kreditausfalls.

Fördergeber
Finanzministerium Mecklenburg-Vorpommern

Auf einen Blick

Programm-Eckdaten in Kurzform
Förderart Bürgschaft
Förderebene Landesprogramm
Fördergeber Finanzministerium Mecklenburg-Vorpommern
Zielgruppe Unternehmen

Worum geht es?

Das Land Mecklenburg-Vorpommern übernimmt zur Förderung seiner gewerblichen Wirtschaft Ausfallbürgschaften, um Kredite abzusichern, für die andere Sicherheiten nicht ausreichen. Verbürgt werden rückzahlbare Forderungen aus der Investitions- und Umlaufmittelfinanzierung (Darlehen, Kontokorrent- und Avalkredite) sowie aus der Finanzierung von Nachfolgeregelungen. Das begünstigte Unternehmen muss in Mecklenburg-Vorpommern eine Betriebsstätte unterhalten. Ein Rechtsanspruch auf Übernahme einer Bürgschaft besteht nicht; das Land entscheidet nach pflichtgemäßem Ermessen.

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Voraussetzungen

Welche Bedingungen gelten?

5 Pflicht-Kriterien

Pflicht-Kriterien der Förderung
Kriterium
Betriebsstätte in Mecklenburg-Vorpommern
Gewerbliches Unternehmen der Wirtschaft
Andere Sicherheiten stehen nicht ausreichend zur Verfügung
Antrag vor Finanzierungsbeginn
Positive Rückzahlungsprognose bei normalem Verlauf

Was bekommst du konkret?

Die Bürgschaften werden als Ausfallbürgschaften übernommen, wobei der Kreditgeber ein anteiliges Eigenrisiko von mindestens 10 Prozent des Kreditausfalls trägt. Die höchste Laufzeit beträgt bei Investitionskrediten grundsätzlich 15 Jahre, bei unbeweglichem Anlagevermögen oder Binnenschiffen bis zu 20 Jahre und bei Umlaufmittelfinanzierungen 8 Jahre. Für die Bürgschaft fallen ein Bearbeitungsentgelt sowie ein laufendes Entgelt von jährlich einem Prozent des Bürgschaftsobligos an.

Ablauf

Wie läuft ein Antrag typischerweise ab?

5 Schritte

  1. 01

    Informationsgespräch führen und optional Vorprüfung beantragen

    Der Mandatar des Landes informiert in einem ersten Informationsgespräch zur Entscheidungspraxis des Landes. Unternehmen können im Vorfeld eine Vorprüfung ihres Vorhabens beantragen; dieser Antrag wird formlos per Post oder E-Mail gestellt.

  2. 02

    Bürgschaftsantrag vor Finanzierungsbeginn über den Kreditgeber stellen

    Der Bürgschaftsantrag muss grundsätzlich vor Finanzierungsbeginn gestellt sein. Anträge werden im Interesse des künftigen Kreditnehmers von Banken, Versicherungs-, Leasing- und Factoringgesellschaften mit Sitz im Europäischen Wirtschaftsraum gestellt.

  3. 03

    Antrag mit Unterlagen beim Mandatar des Landes einreichen

    Der Antrag ist unter Beifügung der in Anlage 1 der Bürgschaftsrichtlinie genannten Unterlagen und so rechtzeitig zu stellen, dass eine angemessene Prüfung möglich ist. Mandatar des Landes ist die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Werderstraße 74b, 19055 Schwerin (E-Mail de_antrag_lb-mv@pwc.com); das Antragsformular ist auf www.pwc.de/lb-mv abrufbar.

    Fünf Schritte zur Bürgschaft (Mandatar)
  4. 04

    Unterlagen für die Prüfung durch den Mandatar bereitstellen

    Zur Prüfung werden unter anderem Jahresabschlüsse des Kreditnehmers für die letzten drei Geschäftsjahre, ein Unternehmenskonzept und eine Unternehmensplanung aus dreijähriger Rentabilitätsvorschau, monatlicher Liquiditätsplanung für ein Jahr und Bilanzplanungen benötigt. Geprüft werden unter anderem eine positive Rückzahlungsprognose und eine geschlossene Finanzierung.

  5. 05

    Entscheidung des Bürgschaftsausschusses und Bürgschaftsurkunde abwarten

    Über den Antrag entscheidet der Bürgschaftsausschuss des Landes; die Entscheidung erfolgt bei Prüffähigkeit in der Regel innerhalb von 5 Wochen. Die Bürgschaft wird wirksam, sobald die ausgefertigte Bürgschaftsurkunde dem Kreditgeber über den Mandatar des Landes ausgehändigt worden ist.

Häufige Fragen

Wer kann von einer Landesbürgschaft profitieren?
Bürgschaften können im Interesse gewerblicher Unternehmen und sonstiger gewerblicher Einrichtungen übernommen werden, die in Mecklenburg-Vorpommern eine Betriebsstätte unterhalten und deren Finanzierungsbedarf sich auf diese Betriebsstätte bezieht.
Wie hoch ist das Eigenrisiko des Kreditgebers?
Die Bürgschaften werden als Ausfallbürgschaften mit einem anteiligen Eigenrisiko des Kreditgebers von mindestens 10 Prozent des Kreditausfalls übernommen.
Wie lange läuft eine Landesbürgschaft?
Die Bürgschaftslaufzeit entspricht grundsätzlich der Kreditlaufzeit. Bei Investitionskrediten beträgt sie höchstens 15 Jahre, bei unbeweglichem Anlagevermögen bis zu 20 Jahre und bei Umlaufmittelfinanzierungen höchstens 8 Jahre.
Wo wird der Antrag gestellt?
Anträge sind beim Mandatar des Landes, der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Schwerin, einzureichen. Antragsberechtigt sind Banken, Versicherungs-, Leasing- und Factoringgesellschaften mit Sitz im Europäischen Wirtschaftsraum.

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Wo findest du die Originalquellen?

Transparenz

Unsere Quellen

  1. [01]
    Landesbürgschaften Mecklenburg-Vorpommern: Fünf Schritte zur Bürgschaft (Mandatar PwC)
    pwc.dePrimärquellePricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (Mandatar des Landes)
  2. [02]
    Finanzministerium Mecklenburg-Vorpommern
    regierung-mv.dePrimärquelleFinanzministerium Mecklenburg-Vorpommern
  3. [03]
    Förderdatenbank des Bundes: Bürgschaften des Landes Mecklenburg-Vorpommern
    foerderdatenbank.dePrimärquelleFinanzministerium Mecklenburg-Vorpommern

Wie wir Quellen auswählen, gegeneinander abwägen und Angaben vor der Veröffentlichung gegen das Original prüfen, steht in unserer Methodik.

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