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Zuschuss · bis 50 % Land Aktuell bis 30.06.2027

Sachsen-Anhalt ENERGIE - Energieeffizienz in Unternehmen (AGVO)

Das Land Sachsen-Anhalt fördert über die Richtlinie Sachsen-Anhalt ENERGIE (AGVO) investive Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Nutzung erneuerbarer Energien in Unternehmen. Gefördert werden gebäudebezogene und nicht gebäudebezogene Effizienzmaßnahmen mit einem nicht rückzahlbaren Zuschuss.

Max. Förderung
1 Mio. €
pro Antrag
Fördergeber
Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten Sachsen-Anhalt (MWU)

Auf einen Blick

Programm-Eckdaten in Kurzform
Förderart Zuschuss
Förderebene Landesprogramm
Fördergeber Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten Sachsen-Anhalt (MWU)
Förderhöhe bis zu 1 Mio. €
Förderquote bis 50 %
Zielgruppe Unternehmen

Worum geht es?

Mit der Richtlinie Sachsen-Anhalt ENERGIE auf Grundlage der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung (AGVO) verfolgt das Land das Ziel, die Energieeffizienz in Unternehmen zu steigern und Treibhausgasemissionen einzusparen. Vorrangig sollen kleine und mittlere Unternehmen unterstützt werden. Gefördert werden investive gebäudebezogene Einzelmaßnahmen (etwa an Fassade, Dach, Fenstern, Heizung, Kühlung) und nicht gebäudebezogene Einzelmaßnahmen wie der Austausch ineffizienter Anlagen, Wärmerückgewinnung und energetische Prozessoptimierung. Kombinierbar sind Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energie, Speicher, Ladeinfrastruktur und weitere Maßnahmen. Das Vorhaben muss im Land Sachsen-Anhalt realisiert werden.

Die AGVO-Variante stützt sich auf die Allgemeine Gruppenfreistellungsverordnung der EU (Verordnung (EU) Nr. 651/2014): Die Zuwendung wird als Umweltschutzbeihilfe gewährt, für nicht gebäudebezogene und gebäudebezogene Energieeffizienzmaßnahmen sowie für Studien und Beratungsdienste. Maßnahmen in und an Wohngebäuden sind ausgeschlossen. Die Einstiegsschwelle liegt höher als bei der Schwester-Variante: Die zuwendungsfähigen Ausgaben müssen mindestens 50.000 Euro betragen, bei großen Unternehmen mindestens 150.000 Euro. Dafür gilt hier nicht der De-minimis-Gesamthöchstbetrag von 300.000 Euro in drei Jahren, der die De-minimis-Variante begrenzt – für größere Vorhaben, deren Zuschuss diesen Betrag erreichen würde, ist die AGVO-Variante deshalb der Weg. Frühestmöglicher Vorhabenbeginn ist der Antragseingang bei der Investitionsbank.

Schnell-Check

Passt Sachsen-Anhalt ENERGIE zu dir?

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Voraussetzungen

Welche Bedingungen gelten?

3 Pflicht-Kriterien

Pflicht-Kriterien der Förderung
Kriterium
Vorhaben wird im Land Sachsen-Anhalt realisiert
Zuwendungsfähige Ausgaben mindestens 50.000 EUR (große Unternehmen 150.000 EUR)
Nachweis eines Energieaudits oder Managementsystems
Leistungen

Wie setzt sich der Förderbetrag zusammen?

Zusammensetzung des Förderbetrags nach Komponente, Förderquote und Höchstbetrag
KomponenteFörderquoteMax. Betrag
Grundförderungfür jeden förderfähigen Antrag50 %1 Mio. €

Was bekommst du konkret?

Nicht rückzahlbarer Zuschuss als Anteilfinanzierung: für kleine Unternehmen bis zu 50 v.H., für mittlere Unternehmen bis zu 35 v.H. und für große Unternehmen bis zu 20 v.H. der zuwendungsfähigen Ausgaben. Die Förderung beträgt höchstens 1 Million Euro pro Unternehmen. Vorhaben werden nur gefördert, wenn die zuwendungsfähigen Ausgaben mindestens 50.000 Euro (bei großen Unternehmen mindestens 150.000 Euro) betragen.

Rechner

Wie hoch fällt deine Förderung aus?

Förderrechner für Sachsen-Anhalt ENERGIE
2.000.000 €

Förderfähig sind max. 2.000.000 €

Rechnerische Schätzung
1.000.000 €

pro Antrag

Förderquote50%
  • Gesamtkosten2.000.000 €
  • Förderfähige Basis2.000.000 €
  • Zuschuss– 1.000.000 €
  • Dein Eigenanteil1.000.000 €

Unverbindliche Orientierung — keine verbindliche Förderzusage. Endgültige Berechnung erfolgt durch die Behörde.

Ablauf

Wie läuft ein Antrag typischerweise ab?

6 Schritte

  1. 01

    Energieaudit oder Managementsystem und Bestandsaufnahme bereithalten

    Antragsberechtigt sind kleine und mittlere sowie große Unternehmen. Voraussetzung ist eine umfassende Expertenanalyse der vorhandenen Energiesparpotenziale im Unternehmen; nachzuweisen sind ein Energieaudit oder Energiemanagementsystem (zum Beispiel nach DIN EN ISO 50001 oder EMAS), durchgeführt von einer geeigneten Person, deren Eignung durch die Eintragung in die BAFA-Energieauditorenliste als erbracht gilt. Mit der Antragstellung ist zudem eine von einem Sachverständigen bestätigte Bestandsaufnahme vorzulegen und die geplante Senkung der Treibhausgasemissionen darzustellen.

  2. 02

    Antragsunterlagen nach Unterlagencheckliste zusammenstellen

    Die Unterlagencheckliste nennt unter anderem eine detaillierte Vorhabensbeschreibung, die De-minimis-Erklärung, die KMU-Erklärung, die Erklärung zur Frage eines Unternehmens in Schwierigkeiten, die Erklärung zur Vergabe von Aufträgen, die Unterschriftskarte, einen aktuellen Handelsregisterauszug (nicht älter als 3 Monate) beziehungsweise die Gewerbeanmeldung und den Erhebungsbogen zum wirtschaftlichen Eigentümer. Bei Förderung auf Grundlage der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung (AGVO) kommt die Anlage „Förderung auf Basis der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung“ hinzu.

    Unterlagencheckliste (PDF)
  3. 03

    Antrag im IB-Kundenportal stellen (Förderaufruf bis 30.06.2027)

    Anträge sind auf den vorgeschriebenen Formularen mit den erforderlichen Anlagen an die Bewilligungsbehörde, die Investitionsbank Sachsen-Anhalt (Domplatz 12, 39104 Magdeburg), zu richten. Der Informationsaustausch mit der Bewilligungsbehörde erfolgt elektronisch über das Kundenportal der Investitionsbank. Anträge können laut Förderaufruf bis zum 30. Juni 2027 eingereicht werden.

    IB-Kundenportal (Registrierung/Anmeldung)
  4. 04

    Antragseingang abwarten: förderunschädlicher Vorhabenbeginn

    Frühestmöglicher Beginn des Vorhabens ist der Zeitpunkt des Antragseingangs bei der Bewilligungsbehörde, die nach der Antragstellung eine Eingangsbestätigung ausstellt. Daraus folgt kein Rechtsanspruch auf eine spätere Förderung; bis zur Genehmigung trägt der Antragsteller das volle Finanzierungsrisiko. Ein Vorhaben darf nicht gefördert werden, wenn es vor Antragseingang begonnen wurde.

  5. 05

    Auswahl und Bewilligung abwarten, Projektzeitraum beachten

    Die Vorhaben werden nach den Kriterien Beitrag zur Energieeinsparung, Fördereffizienz, Unternehmensklasse und Unternehmensgröße sowie Einsatz erneuerbarer Energien ausgewählt. Der Zuwendungsbescheid ersetzt nicht die notwendigen haushaltsrechtlichen und öffentlich-rechtlichen Genehmigungen, die vor Auftragsvergabe oder Baubeginn vorliegen müssen. Der Projektzeitraum beträgt je nach Vorhaben und Zeitpunkt der Bewilligung bis zu 18 Monate.

  6. 06

    Verwendungsnachweis einreichen und Zuschuss erhalten

    Die Auszahlung erfolgt auf Anforderung mit dem elektronischen Formular der Bewilligungsbehörde für den Verwendungsnachweis auf das benannte Konto. Bei Vorhaben ohne Pauschalbetrag erfolgt die Auszahlung nach Vorlage des Verwendungsnachweises als Erstattung bereits geleisteter Zahlungen für zuwendungsfähige Ausgaben nach Abschluss der Maßnahme, sobald die Energie- und CO2-Einsparungen zumindest rechnerisch nachgewiesen sind. Dem Verwendungsnachweis sind die jeweiligen Rechnungen nebst Buchungsbeleg beizufügen.

Häufige Fragen

Wie hoch ist der Zuschuss?
Der Zuschuss beträgt für kleine Unternehmen bis zu 50 v.H., für mittlere Unternehmen bis zu 35 v.H. und für große Unternehmen bis zu 20 v.H. der zuwendungsfähigen Ausgaben. Die Förderung beträgt höchstens 1 Million Euro pro Unternehmen.
Welche Mindestausgaben sind erforderlich?
Vorhaben werden nur gefördert, wenn die zuwendungsfähigen Ausgaben mindestens 50.000 Euro betragen. Bei großen Unternehmen müssen die zuwendungsfähigen Ausgaben mindestens 150.000 Euro betragen.
Was wird gefördert?
Gefördert werden investive gebäudebezogene und nicht gebäudebezogene Einzelmaßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz, kombinierbar mit Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energie, Speichern, Ladeinfrastruktur und weiteren Maßnahmen. Maßnahmen in und an Wohngebäuden werden nicht gefördert.
Welche Voraussetzung gilt zum Energieaudit?
Der Antragsteller muss eines der genannten Energieaudits oder Managementsysteme nachweisen, etwa ein Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001:2018, EMAS oder ein gesetzlich verpflichtendes oder freiwilliges Energieaudit.
Für welche Vorhaben ist die AGVO-Variante die passende Wahl?
Für Vorhaben mit zuwendungsfähigen Ausgaben von mindestens 50.000 Euro, bei großen Unternehmen von mindestens 150.000 Euro – vor allem, wenn der Zuschuss den De-minimis-Gesamthöchstbetrag von 300.000 Euro in drei Jahren erreichen würde. Liegen die Ausgaben zwischen 20.000 und 50.000 Euro, kommt nur die De-minimis-Variante in Betracht.

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Wo findest du die Originalquellen?

Transparenz

Unsere Quellen

  1. [01]
    Sachsen-Anhalt ENERGIE – Investitionsbank Sachsen-Anhalt
    ib-sachsen-anhalt.dePrimärquelleMinisterium für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten Sachsen-Anhalt (MWU)
  2. [02]
    Programmbeschreibung Förderdatenbank des Bundes
    foerderdatenbank.dePrimärquelleMinisterium für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten Sachsen-Anhalt (MWU)

Wie wir Quellen auswählen, gegeneinander abwägen und Angaben vor der Veröffentlichung gegen das Original prüfen, steht in unserer Methodik.

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