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GRW-Förderung für die gewerbliche Wirtschaft Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalt fördert im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW) gewerbliche Investitionsvorhaben mit Zuschüssen. Anrechenbar sind bis zu 1.000.000 Euro förderfähiges Investitionsvolumen je geschaffenem und bis zu 750.000 Euro je gesichertem Dauerarbeitsplatz — das ist die Bemessungsgrundlage, nicht der Zuschuss selbst. Ziel ist die Erhöhung der Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit sowie die Schaffung und Sicherung wettbewerbsfähiger Arbeitsplätze im Land.

Fördergeber
Land Sachsen-Anhalt

Auf einen Blick

Programm-Eckdaten in Kurzform
Förderart Zuschuss
Förderebene Landesprogramm
Fördergeber Land Sachsen-Anhalt
Zielgruppe Unternehmen

Worum geht es?

Gewerbliche Investitionsvorhaben können durch GRW-Zuschüsse gefördert werden, wenn das Land Sachsen-Anhalt ein erhebliches regional- und strukturpolitisches Interesse an deren Umsetzung hat und die Vorhaben zur Erhöhung der Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit sowie zur Bewältigung von Strukturwandel und Transformationsprozessen beitragen. Förderfähig sind Investitionen in Sachkapital an kleine und mittlere Unternehmen sowie große Unternehmen, etwa die Errichtung einer neuen Betriebsstätte, der Ausbau der Kapazitäten, die Diversifizierung der Produktion, die grundlegende Änderung des Produktionsprozesses oder der Erwerb der Vermögensgegenstände einer Betriebsstätte. Investitionsvorhaben können mit sachbezogenen oder lohnkostenbezogenen Zuschüssen gefördert werden; der Investor hat ein Wahlrecht.

Schnell-Check

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Voraussetzungen

Welche Bedingungen gelten?

3 Pflicht-Kriterien

Pflicht-Kriterien der Förderung
Kriterium
Betriebsstätte im Land Sachsen-Anhalt
Gesamtinvestition mindestens 30.000 Euro
Förderfähiges Investitionsvorhaben (Errichtung, Erweiterung, Diversifizierung, Prozessänderung, Erwerb)

Was bekommst du konkret?

Investitionsvorhaben können mit sachkapitalbezogenen oder lohnkostenbezogenen Zuschüssen gefördert werden. Investitionen zur Modernisierung des Produktionsprozesses sowie Vorhaben von Großunternehmen können nur als De-minimis-Beihilfe gefördert werden. Die Landesrichtlinie nennt dafür höchstens 200.000 Euro innerhalb von drei Steuerjahren und verweist noch auf die Verordnung (EU) Nr. 1407/2013; der GRW-Koordinierungsrahmen 2026 nennt den Höchstbetrag für De-minimis-Beihilfen innerhalb von drei Jahren, nach der seit 1. Januar 2024 geltenden Verordnung (EU) 2023/2831 sind das 300.000 Euro. Die Höhe der Gesamtinvestition für ein Vorhaben muss mindestens 30.000 Euro betragen. Bei lohnkostenbezogenen Zuschüssen müssen die geförderten Dauerarbeitsplätze mit Arbeitskräften besetzt werden, deren garantierter Bruttolohn mindestens 36.000 Euro und höchstens 80.000 Euro pro Jahr bei einer 40-Stunden-Arbeitswoche beträgt.

Ablauf

Wie läuft ein Antrag typischerweise ab?

5 Schritte

  1. 01

    Förderfähigkeit von Betriebsstätte und Vorhaben prüfen

    Gefördert werden Betriebsstätten der gewerblichen Wirtschaft in Sachsen-Anhalt mit einer Haupttätigkeit in einem förderfähigen Wirtschaftszweig. Das Vorhaben muss Dauerarbeitsplätze schaffen oder sichern und ein förderfähiges Mindestinvestitionsvolumen von 30.000 Euro erreichen.

  2. 02

    Antragsunterlagen nach der Unterlagencheckliste zusammenstellen

    Zu den Unterlagen gehören unter anderem das Antragsformular, Ergänzungsformblätter, ein Erhebungsbogen, die Dokumentation der Vertretungsberechtigung, Jahresabschlussunterlagen, die Vorhabenbeschreibung und die Investitionsgüterliste. Bei Fragen steht die kostenfreie Hotline der Investitionsbank unter 0800 56 007 57 zur Verfügung.

    Unterlagencheckliste (PDF)
  3. 03

    Antrag bei der Investitionsbank Sachsen-Anhalt einreichen

    Der Antrag ist bei der Investitionsbank Sachsen-Anhalt in Magdeburg als Bewilligungsstelle einzureichen.

    Antragsformular GRW (PDF)
  4. 04

    Mit dem Vorhaben erst nach Antragseingang beginnen

    Mit dem Vorhaben darf erst begonnen werden, wenn der Antrag bei der Investitionsbank Sachsen-Anhalt eingegangen ist.

  5. 05

    Bewertung im Auswahlverfahren abwarten

    Anträge werden nach den Projektauswahlkriterien bewertet; auf dieser Grundlage werden das besondere Landesinteresse definiert und eine Rangfolge der Anträge festgelegt. An den Auswahlverfahren zu festgelegten Stichtagen können nur bewilligungsreife Anträge teilnehmen; ein Rechtsanspruch auf die Zuwendung besteht nicht.

Häufige Fragen

Wie hoch muss die Gesamtinvestition mindestens sein?
Die Höhe der Gesamtinvestition für ein Vorhaben muss mindestens 30.000 Euro betragen.
Gibt es eine Obergrenze bei der Förderung?
Investitionen zur Modernisierung des Produktionsprozesses und Vorhaben von Großunternehmen können nur als De-minimis-Beihilfe gefördert werden. Die Landesrichtlinie nennt dafür höchstens 200.000 Euro innerhalb von drei Steuerjahren und verweist noch auf die Verordnung (EU) Nr. 1407/2013; der GRW-Koordinierungsrahmen 2026 nennt den Höchstbetrag für De-minimis-Beihilfen innerhalb von drei Jahren, nach der seit 1. Januar 2024 geltenden Verordnung (EU) 2023/2831 sind das 300.000 Euro.
Kann ich zwischen Förderarten wählen?
Ja, Investitionsvorhaben können entweder mit sachkapitalbezogenen oder mit lohnkostenbezogenen Zuschüssen gefördert werden. Der Investor hat diesbezüglich ein Wahlrecht.
Welche Lohngrenzen gelten bei lohnkostenbezogenen Zuschüssen?
Die geförderten Dauerarbeitsplätze müssen mit Arbeitskräften besetzt werden, deren arbeitsvertraglich garantierter Bruttolohn mindestens 36.000 Euro und höchstens 80.000 Euro pro Jahr bei einer 40-Stunden-Arbeitswoche beträgt.

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Wo findest du die Originalquellen?

Transparenz

Unsere Quellen

  1. [01]
  2. [02]
    Investitionsbank Sachsen-Anhalt
    ib-sachsen-anhalt.dePrimärquelleLand Sachsen-Anhalt
  3. [03]
    Programmübersicht Förderdatenbank des Bundes
    foerderdatenbank.dePrimärquelleLand Sachsen-Anhalt

Wie wir Quellen auswählen, gegeneinander abwägen und Angaben vor der Veröffentlichung gegen das Original prüfen, steht in unserer Methodik.

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