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Förderkredit · bis 25 Mio. € Bund

ERP-Förderkredit KMU

Der ERP-Förderkredit KMU (KfW 365 und 366) ist ein zinsgünstiges Darlehen aus dem ERP-Sondervermögen für kleine und mittlere Unternehmen, Einzelunternehmer und Freiberufler. Er finanziert Gründung, Nachfolge, Investitionen, Betriebsmittel und Warenlager mit bis zu 25 Millionen Euro je Vorhaben und bis zu 100 Prozent der förderfähigen Kosten. Beantragt wird er vor Beginn des Vorhabens bei einer Bank oder Sparkasse, die ihn an die KfW weiterleitet.

Max. Kreditrahmen
25 Mio. €
pro Vorhaben (Großprojekt-Cap)
Zuständig
Kreditanstalt für Wiederaufbau
als Bewilligungsstelle

Förderstelle: KfW Bankengruppe — alle Programme dieser Stelle im Register.

Auf einen Blick

Programm-Eckdaten in Kurzform
Förderart Darlehen
Geltungsbereich Bundesweit
Fördergeber Kreditanstalt für Wiederaufbau
Förderhöhe bis zu 25 Mio. €
Finanzierungsanteil bis 100 % der Kosten — rückzahlbar
Zielgruppe Unternehmen, Existenzgründer

Worum geht es?

Der ERP-Förderkredit KMU (KfW 365/366) ist ein zinsgünstiges Darlehen für kleine und mittlere Unternehmen gemäß KMU-Definition der EU. Antragsberechtigt sind natürliche Personen, juristische Personen in mehrheitlichem Privatbesitz und rechtsfähige Personengesellschaften, die in Ausübung oder zur Aufnahme einer gewerblichen oder freiberuflichen Tätigkeit handeln. Finanziert werden Gründungs-, Übernahme- und Beteiligungsvorhaben sowie Investitionen, Betriebsmittel und Warenlager. Junge Unternehmen bis 5 Jahre und Vorhaben in Regionalfördergebieten erhalten besonders günstige Zinssätze.

Schnell-Check

Passt ERP-Förderkredit KMU zu dir?

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Weniger als 250 Beschäftigte und höchstens 50 Millionen Euro Jahresumsatz oder höchstens 43 Millionen Euro Jahresbilanzsumme. Größere Mittelständler verweist die KfW auf die Programme 375 und 376.

Gilt bei Antragstellung als natürliche Person: fachliche und kaufmännische Qualifikation, hinreichender unternehmerischer Einfluss sowie Befugnis zur Geschäftsführung und Vertretung, mit aktiver Tätigkeit in der Unternehmensleitung.

Der Antrag muss beim Finanzierungspartner gestellt sein, bevor das Vorhaben beginnt. Umschuldungen und Nachfinanzierungen begonnener oder abgeschlossener Vorhaben sind ausgeschlossen.

Bestimmte Vorhaben schließt die KfW über ihre Ausschlussliste aus. Nicht finanziert werden außerdem Wohngebäude, reine Finanzinvestitionen, Treuhandkonstruktionen und stille Beteiligungen.

Für die Variante mit 50 Prozent Haftungsfreistellung der Hausbank muss das Unternehmen seit mindestens 2 Jahren am Markt aktiv sein. Gründungen finanziert nur die Variante 365.

Voraussetzungen

Welche Bedingungen gelten?

4 Pflicht-Kriterien

Pflicht-Kriterien der Förderung
Kriterium Details
Kleines oder mittleres Unternehmen gemäß KMU-Definition der EUWeniger als 250 Beschäftigte und höchstens 50 Millionen Euro Jahresumsatz oder höchstens 43 Millionen Euro Jahresbilanzsumme. Größere Mittelständler verweist die KfW auf die Programme 375 und 376.
Fachliche und kaufmännische Qualifikation des AntragstellersGilt bei Antragstellung als natürliche Person: fachliche und kaufmännische Qualifikation, hinreichender unternehmerischer Einfluss sowie Befugnis zur Geschäftsführung und Vertretung, mit aktiver Tätigkeit in der Unternehmensleitung.
Antrag vor Beginn des Vorhabens stellenDer Antrag muss beim Finanzierungspartner gestellt sein, bevor das Vorhaben beginnt. Umschuldungen und Nachfinanzierungen begonnener oder abgeschlossener Vorhaben sind ausgeschlossen.
Vorhaben mit Ausschlussliste der KfW vereinbarBestimmte Vorhaben schließt die KfW über ihre Ausschlussliste aus. Nicht finanziert werden außerdem Wohngebäude, reine Finanzinvestitionen, Treuhandkonstruktionen und stille Beteiligungen.

Was bekommst du konkret?

Kredit bis zu 25 Mio. Euro pro Vorhaben (Investitionen, Übernahme, Beteiligung). Betriebsmittel und Warenlager in der Variante mit Haftungsfreistellung bis 7,5 Mio. Euro. Finanzierungsanteil bis 100 Prozent, Laufzeiten bis 20 Jahre mit bis zu 3 Tilgungsfreijahren, Zinssatz fest bis 10 Jahre.

Ablauf

Wie läuft ein Antrag typischerweise ab?

4 Schritte

  1. 01

    Unterlagen vorbereiten

    Neben den automatisiert abgefragten Angaben braucht die Hausbank eine Selbsterklärung zur KMU-Definition, eine De-minimis-Erklärung über bereits erhaltene Beihilfen und die Datenliste der subventionserheblichen Tatsachen. Für die Variante 366 kommen die Unterlagen zur Risikoprüfung hinzu.

  2. 02

    Antrag über die Hausbank vor Beginn

    Den Antrag vor Beginn des Vorhabens bei einem Finanzierungspartner Ihrer Wahl stellen, also bei einer Bank oder Sparkasse. Die KfW vergibt den Kredit über diese Finanzierungspartner.

  3. 03

    Prüfung und Zusage

    Die Hausbank prüft Bonität und Sicherheiten, ordnet den Kredit einer Preisklasse zu und leitet den Antrag an die KfW weiter. Der Zinssatz wird am Tag der KfW-Zusage festgesetzt. In der Variante 366 prüft die KfW bei einem Eigenrisiko bis 750.000 Euro beschleunigt (Fast Track), in der Regel innerhalb von maximal 5 Bankarbeitstagen.

  4. 04

    Abruf und Tilgung

    Der Kredit wird zu 100 Prozent ausgezahlt und lässt sich in einer Summe oder in Teilen abrufen, innerhalb von 36 Monaten (365) beziehungsweise 12 Monaten (366). Nach den tilgungsfreien Jahren wird vierteljährlich in gleich hohen Raten getilgt; außerplanmäßige Tilgungen kosten eine Vorfälligkeitsentschädigung.

Häufige Fragen

Wer kann den ERP-Förderkredit KMU beantragen?
Antragsberechtigt sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU) gemäß EU-Definition – natürliche Personen, juristische Personen in mehrheitlichem Privatbesitz und rechtsfähige Personengesellschaften, die gewerblich oder freiberuflich tätig sind oder eine solche Tätigkeit aufnehmen wollen.
Welche Vorhaben werden finanziert?
Finanziert werden Investitionen (Anlagen, Maschinen, Gebäude, Software), Betriebsmittel (Personalkosten, Mieten, Marketing), Warenlager sowie Übernahme- und Beteiligungsvorhaben. Nicht gefördert werden Umschuldungen, Vermögensübertragungen, Wohngebäude und reine Finanzinvestitionen.
Gibt es Sonderkonditionen für Gründer?
Ja. Junge Unternehmen bis 5 Jahre nach Aufnahme der Geschäftstätigkeit sowie Vorhaben in Regionalfördergebieten erhalten einen besonders günstigen Zinssatz.
Was ist die Variante mit Haftungsfreistellung?
In dieser Variante (KfW 366) stellt die KfW die durchleitende Hausbank zu 50 Prozent von der Haftung frei. Voraussetzung: Das Unternehmen verfügt über Jahresabschlussunterlagen von mindestens 2 vollständigen Geschäftsjahren und ist seit mindestens 2 Jahren am Markt aktiv. Nur in dieser Variante gibt es den Fast Track: Liegt das Eigenrisiko der KfW bei höchstens 750.000 Euro, prüft sie das Risiko in der Regel innerhalb von maximal 5 Bankarbeitstagen.
Welche Laufzeiten sind beim ERP-Förderkredit KMU möglich?
Die Mindestlaufzeit beträgt 2 Jahre. Investitionen sowie Übernahmen und Beteiligungen lassen sich bis zu 20 Jahre finanzieren, mit höchstens 3 tilgungsfreien Jahren und einer Zinsbindung für die ersten 10 Jahre. Betriebsmittel laufen 2 Jahre mit Tilgung am Laufzeitende oder bis zu 5 Jahre mit höchstens 1 tilgungsfreien Jahr. In den tilgungsfreien Jahren zahlen Sie nur Zinsen, danach wird vierteljährlich in gleich hohen Raten getilgt.
Wie wird der Zinssatz festgelegt?
Der Zinssatz wird am Tag der Zusage festgesetzt und richtet sich nach Bonität und Sicherheiten: Die Hausbank ordnet den Kredit einer von der KfW vorgegebenen Preisklasse zu, deren Maximalzinssatz nicht überschritten werden darf. Besonders günstige Zinsen erhalten junge Unternehmen, die weniger als 5 Jahre am Markt aktiv sind, und Vorhaben in deutschen Regionalfördergebieten.
Bis wann muss der Kredit abgerufen werden?
In der Variante 365 beträgt die Abruffrist 36 Monate nach Zusage, in der Variante 366 12 Monate; diese Frist kann im Einzelfall verlängert werden. Für noch nicht abgerufene Beträge berechnet die KfW ab 6 Monaten und 2 Bankarbeitstagen nach dem Zusagedatum eine Bereitstellungsprovision von 0,15 Prozent pro Monat.
Lässt sich der ERP-Förderkredit KMU mit anderen Förderungen kombinieren?
Grundsätzlich ja, im Rahmen der zulässigen Beihilfeobergrenzen. Wird die Zinsverbilligung als De-minimis-Beihilfe gewährt, dürfen die De-minimis-Beihilfen eines Unternehmens innerhalb von drei Jahren zusammen 300.000 Euro nicht übersteigen. Für Stromerzeugungsanlagen mit Förderung nach EEG oder KWKG ist nur ein KfW-Kredit ohne staatliche Beihilfen möglich.

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Wo findest du die Originalquellen?

Transparenz

Unsere Quellen

  1. [01]
    KfW-Programmüberblick 365/366
    kfw.dePrimärquelleKfW Bankengruppe
  2. [02]
    Merkblatt KfW 365
    kfw.dePrimärquelleKfW Bankengruppe
  3. [03]
    Merkblatt KfW 366
    kfw.dePrimärquelleKfW Bankengruppe

Wie wir Quellen auswählen, gegeneinander abwägen und Angaben vor der Veröffentlichung gegen das Original prüfen, steht in unserer Methodik.

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