Auf einen Blick
| Förderart | Darlehen |
|---|---|
| Förderebene | Landesprogramm |
| Fördergeber | Sächsisches Staatsministerium des Innern / Sächsische Aufbaubank (SAB) |
| Förderhöhe | ab 80.000 € |
| Finanzierungsanteil | bis 100 % der Kosten — rückzahlbar |
| Zinssatz | 0,9 % |
| Zielgruppe | Unternehmen |
Worum geht es?
Nach der Richtlinie RL Aufzugsanlagen Mietwohngebäude (RL AMW) fördert der Freistaat Sachsen die Errichtung beziehungsweise Erneuerung von Personenaufzügen in oder an bestehenden Mietwohngebäuden mit mehr als drei Geschossen und mehr als sechs Mietwohnungen. Gefördert werden auch einzelne Aufgänge sowie Maßnahmen zum Abbau von Barrieren im Zugangsbereich und investive Begleitmaßnahmen. Die Erneuerung bestehender Aufzugsanlagen ist nur förderfähig, wenn damit eine gravierende qualitative Verbesserung der vertikalen Erreichbarkeit erreicht wird; der reine Ersatz wird nicht gefördert. Zweck der Förderung ist die Verbesserung des Wohnungsangebots und die Vermeidung von Wohnungsleerstand.
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Welche Bedingungen gelten?
2 Pflicht-Kriterien
| Kriterium |
|---|
| Mietwohngebäude mit mehr als 3 Geschossen und mehr als 6 Mietwohnungen |
| Gebäude spätestens am 31.12.1990 bezugsfertig |
Was bekommst du konkret?
Zinsverbilligtes Förderdarlehen der Sächsischen Aufbaubank in Höhe von bis zu 100 Prozent der förderfähigen Ausgaben, mindestens jedoch 80.000 Euro. Das Darlehen wird für die Dauer der ersten Zinsbindung, höchstens für 20 Jahre, im Zins verbilligt und zu 100 Prozent des zugesagten Betrags ausgezahlt. Die Tilgung beträgt mindestens 3 Prozent p.a.; die tilgungsfreie Zeit beträgt bis zu zwei Jahre ab Bewilligung.
Wie läuft ein Antrag typischerweise ab?
6 Schritte
- 01
Förderfähigkeit von Gebäude und Gemeinde prüfen
Empfänger der Zuwendung ist der Eigentümer eines Grundstücks oder einer Wohnung oder der Erbbauberechtigte an einem Grundstück mit einem bestehenden Mietwohngebäude. Das Gebäude muss mehr als 3 Geschosse und mehr als 6 Mietwohnungen haben und spätestens am 31. Dezember 1990 bezugsfertig gewesen sein. Die Förderung erfolgt nur in Gemeinden mit entsprechendem Leerstand; das gilt als gegeben, wenn die Leerstandsquote der Gemeinde über 5 % liegt.
- 02
Gemeindebestätigung, Leerstandskonzept und weitere Unterlagen beschaffen
Dem Antrag beizulegen sind die Gemeindebestätigung, das Konzept zur Leerstandsreduzierung, die De-minimis-Erklärung (SAB-Vordruck 60381) und die je nach Einzelfall erforderlichen Unterlagen zum Objekt, zum Eigentümer, zur Bonität und zum Vermögen. Die Gemeinde bestätigt, dass die Förderung den demografischen und wohnungspolitischen Zielsetzungen der Gemeinde entspricht und der Maßnahme keine sonstigen kommunalen Belange entgegenstehen.
- 03
Antrag auf dem SAB-Vordruck 69013 bei der SAB einreichen
Antrags- und Bewilligungsstelle ist die Sächsische Aufbaubank (SAB). Der Antrag ist auf dem Vordruck „Wohnungsbau_Antrag_Vermietete Förderobjekte“ (Vordrucknummer 69013) schriftlich einzureichen und kann auch elektronisch gestellt werden. Maßgeblich für die Bewilligung ist der Zinssatz, der zum Zeitpunkt der Antragstellung (Posteingang SAB) gilt.
Antragsformular 69013 (SAB) - 04
Vorhabenbeginn nach der Ausgabenhöhe richtig timen
Bei Maßnahmen mit im Antrag zugrunde gelegten Ausgaben von weniger als 100.000 Euro ist der Vorhabensbeginn ab Antragstellung (Datum Posteingang bei der Bewilligungsstelle) zugelassen. Bei Ausgaben ab 100.000 Euro dürfen Zuwendungen nur für Vorhaben bewilligt werden, die noch nicht begonnen worden sind. Als Vorhabensbeginn gilt grundsätzlich der Baubeginn oder der Abschluss eines der Ausführung zuzurechnenden Liefer- und Leistungsvertrages.
- 05
Prüfung und Bewilligung durch die SAB abwarten
Die SAB prüft die Förderfähigkeit des Gesamtvorhabens und die Einhaltung der Zuwendungsvoraussetzungen; die Bearbeitung erfolgt nach Eingang der vollständigen Antragsunterlagen. Ein Rechtsanspruch auf Förderung besteht nicht, die Bewilligungsstelle entscheidet nach pflichtgemäßem Ermessen im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel.
- 06
Auszahlung beantragen und Verwendung nachweisen
Die Auszahlung des Darlehens erfolgt auf Antrag nach Abschluss der Maßnahme oder nach Baufortschritt in bis zu zwei Teilbeträgen; das Darlehen soll grundsätzlich innerhalb von 12 Monaten abgerufen werden. Der Verwendungsnachweis erfolgt mit den Vordrucken der SAB, die mit Beantragung der Schlussauszahlung vorzulegen sind.
Häufige Fragen
Wie hoch ist das Förderdarlehen?
Welche Gebäude sind förderfähig?
Wie lange wird der Zins verbilligt?
Welche Voraussetzung gilt zum Leerstand?
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Wo findest du die Originalquellen?
Unsere Quellen
- [01]Aufzugsanlagen in Mietwohngebäuden Sachsen (RL AMW) — Offizielle Programmseitesab.sachsen.dePrimärquelleSächsisches Staatsministerium des Innern / Sächsische Aufbaubank (SAB)
- [02]Sächsische Aufbaubank (SAB)sab.sachsen.dePrimärquelleSächsisches Staatsministerium des Innern / Sächsische Aufbaubank (SAB)
- [03]Programmbeschreibung Förderdatenbank des Bundesfoerderdatenbank.dePrimärquelleSächsisches Staatsministerium des Innern / Sächsische Aufbaubank (SAB)
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