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Aufzugsanlagen in Mietwohngebäuden Sachsen (RL AMW)

Der Freistaat Sachsen fördert über die Sächsische Aufbaubank die Errichtung und Erneuerung von Personenaufzügen in bestehenden Mietwohngebäuden mit einem zinsverbilligten Förderdarlehen. Der Zinssatz beträgt seit dem 1. Oktober 2026 0,85 Prozent mit 20 Jahren Zinsbindung; die jeweils geltenden Konditionen weist die SAB auf der Programmseite aus. Ziel ist die vertikale Erschließung von Mietwohnraum zur Bewältigung des demografischen Wandels und zur Vermeidung von Leerstand.

Fördergeber
Sächsisches Staatsministerium des Innern / Sächsische Aufbaubank (SAB)

Auf einen Blick

Programm-Eckdaten in Kurzform
Förderart Darlehen
Förderebene Landesprogramm
Fördergeber Sächsisches Staatsministerium des Innern / Sächsische Aufbaubank (SAB)
Förderhöhe ab 80.000 €
Finanzierungsanteil bis 100 % der Kosten — rückzahlbar
Zinssatz 0,9 %
Zielgruppe Unternehmen

Worum geht es?

Nach der Richtlinie RL Aufzugsanlagen Mietwohngebäude (RL AMW) fördert der Freistaat Sachsen die Errichtung beziehungsweise Erneuerung von Personenaufzügen in oder an bestehenden Mietwohngebäuden mit mehr als drei Geschossen und mehr als sechs Mietwohnungen. Gefördert werden auch einzelne Aufgänge sowie Maßnahmen zum Abbau von Barrieren im Zugangsbereich und investive Begleitmaßnahmen. Die Erneuerung bestehender Aufzugsanlagen ist nur förderfähig, wenn damit eine gravierende qualitative Verbesserung der vertikalen Erreichbarkeit erreicht wird; der reine Ersatz wird nicht gefördert. Zweck der Förderung ist die Verbesserung des Wohnungsangebots und die Vermeidung von Wohnungsleerstand.

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Voraussetzungen

Welche Bedingungen gelten?

2 Pflicht-Kriterien

Pflicht-Kriterien der Förderung
Kriterium
Mietwohngebäude mit mehr als 3 Geschossen und mehr als 6 Mietwohnungen
Gebäude spätestens am 31.12.1990 bezugsfertig

Was bekommst du konkret?

Zinsverbilligtes Förderdarlehen der Sächsischen Aufbaubank in Höhe von bis zu 100 Prozent der förderfähigen Ausgaben, mindestens jedoch 80.000 Euro. Das Darlehen wird für die Dauer der ersten Zinsbindung, höchstens für 20 Jahre, im Zins verbilligt und zu 100 Prozent des zugesagten Betrags ausgezahlt. Die Tilgung beträgt mindestens 3 Prozent p.a.; die tilgungsfreie Zeit beträgt bis zu zwei Jahre ab Bewilligung.

Ablauf

Wie läuft ein Antrag typischerweise ab?

6 Schritte

  1. 01

    Förderfähigkeit von Gebäude und Gemeinde prüfen

    Empfänger der Zuwendung ist der Eigentümer eines Grundstücks oder einer Wohnung oder der Erbbauberechtigte an einem Grundstück mit einem bestehenden Mietwohngebäude. Das Gebäude muss mehr als 3 Geschosse und mehr als 6 Mietwohnungen haben und spätestens am 31. Dezember 1990 bezugsfertig gewesen sein. Die Förderung erfolgt nur in Gemeinden mit entsprechendem Leerstand; das gilt als gegeben, wenn die Leerstandsquote der Gemeinde über 5 % liegt.

  2. 02

    Gemeindebestätigung, Leerstandskonzept und weitere Unterlagen beschaffen

    Dem Antrag beizulegen sind die Gemeindebestätigung, das Konzept zur Leerstandsreduzierung, die De-minimis-Erklärung (SAB-Vordruck 60381) und die je nach Einzelfall erforderlichen Unterlagen zum Objekt, zum Eigentümer, zur Bonität und zum Vermögen. Die Gemeinde bestätigt, dass die Förderung den demografischen und wohnungspolitischen Zielsetzungen der Gemeinde entspricht und der Maßnahme keine sonstigen kommunalen Belange entgegenstehen.

  3. 03

    Antrag auf dem SAB-Vordruck 69013 bei der SAB einreichen

    Antrags- und Bewilligungsstelle ist die Sächsische Aufbaubank (SAB). Der Antrag ist auf dem Vordruck „Wohnungsbau_Antrag_Vermietete Förderobjekte“ (Vordrucknummer 69013) schriftlich einzureichen und kann auch elektronisch gestellt werden. Maßgeblich für die Bewilligung ist der Zinssatz, der zum Zeitpunkt der Antragstellung (Posteingang SAB) gilt.

    Antragsformular 69013 (SAB)
  4. 04

    Vorhabenbeginn nach der Ausgabenhöhe richtig timen

    Bei Maßnahmen mit im Antrag zugrunde gelegten Ausgaben von weniger als 100.000 Euro ist der Vorhabensbeginn ab Antragstellung (Datum Posteingang bei der Bewilligungsstelle) zugelassen. Bei Ausgaben ab 100.000 Euro dürfen Zuwendungen nur für Vorhaben bewilligt werden, die noch nicht begonnen worden sind. Als Vorhabensbeginn gilt grundsätzlich der Baubeginn oder der Abschluss eines der Ausführung zuzurechnenden Liefer- und Leistungsvertrages.

  5. 05

    Prüfung und Bewilligung durch die SAB abwarten

    Die SAB prüft die Förderfähigkeit des Gesamtvorhabens und die Einhaltung der Zuwendungsvoraussetzungen; die Bearbeitung erfolgt nach Eingang der vollständigen Antragsunterlagen. Ein Rechtsanspruch auf Förderung besteht nicht, die Bewilligungsstelle entscheidet nach pflichtgemäßem Ermessen im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel.

  6. 06

    Auszahlung beantragen und Verwendung nachweisen

    Die Auszahlung des Darlehens erfolgt auf Antrag nach Abschluss der Maßnahme oder nach Baufortschritt in bis zu zwei Teilbeträgen; das Darlehen soll grundsätzlich innerhalb von 12 Monaten abgerufen werden. Der Verwendungsnachweis erfolgt mit den Vordrucken der SAB, die mit Beantragung der Schlussauszahlung vorzulegen sind.

Häufige Fragen

Wie hoch ist das Förderdarlehen?
Das Förderdarlehen beträgt bis zu 100 Prozent der förderfähigen Ausgaben, mindestens jedoch 80.000 Euro. Es wird zu 100 Prozent des zugesagten Betrags ausgezahlt.
Welche Gebäude sind förderfähig?
Gefördert werden Personenaufzüge in bestehenden Mietwohngebäuden mit mehr als drei Geschossen und mehr als sechs Mietwohnungen, die spätestens am 31. Dezember 1990 bezugsfertig waren. Der reine Ersatz einer Aufzugsanlage wird nicht gefördert.
Wie lange wird der Zins verbilligt?
Das Förderdarlehen wird für die Dauer der ersten Zinsbindung, höchstens jedoch für 20 Jahre, im Zins verbilligt. Maßgeblich ist der zum Zeitpunkt der Antragstellung geltende Zinssatz.
Welche Voraussetzung gilt zum Leerstand?
Die Förderung erfolgt nur in Gemeinden mit entsprechendem Leerstand. Dies gilt als gegeben, wenn die Leerstandsquote der Gemeinde über 5 Prozent liegt; im Einzelfall kann das Staatsministerium des Innern auch anhand anderer wohnungswirtschaftlicher Daten zustimmen.

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Wo findest du die Originalquellen?

Transparenz

Unsere Quellen

  1. [01]
    Aufzugsanlagen in Mietwohngebäuden Sachsen (RL AMW) — Offizielle Programmseite
    sab.sachsen.dePrimärquelleSächsisches Staatsministerium des Innern / Sächsische Aufbaubank (SAB)
  2. [02]
    Sächsische Aufbaubank (SAB)
    sab.sachsen.dePrimärquelleSächsisches Staatsministerium des Innern / Sächsische Aufbaubank (SAB)
  3. [03]
    Programmbeschreibung Förderdatenbank des Bundes
    foerderdatenbank.dePrimärquelleSächsisches Staatsministerium des Innern / Sächsische Aufbaubank (SAB)

Wie wir Quellen auswählen, gegeneinander abwägen und Angaben vor der Veröffentlichung gegen das Original prüfen, steht in unserer Methodik.

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