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Vergleich · Wärmeübergabe

Wärmepumpe mit Fußbodenheizung oder Heizkörpern?

Beides kann funktionieren. Für die Effizienz einer Wärmepumpe zählt die nötige Heizkreistemperatur, nicht die Bauart der Heizfläche: Im Feldtest des Fraunhofer ISE kamen ausreichend dimensionierte Heizkörper im Mittel mit ähnlich niedrigen Temperaturen aus wie Flächenheizungen.[01] Eine Fußbodenheizung nachzurüsten ist deshalb nicht zwangsläufig nötig.[02] Für die KfW 458 muss die Anlage in jedem Fall auf eine Jahresarbeitszahl von mindestens 3,0 ausgelegt sein.[03]

Auf einen Blick

Aspekt Wert / Hinweis
Heizkörper oder Fußbodenheizung beides möglich; ausreichend große Heizkörper im Mittel ähnlich niedrige Temperaturen
Gemessene Vorlauftemperatur (max.) Ø knapp 44 °C (Luft), etwas über 45 °C (Erdreich), WPsmart
Mindest-Jahresarbeitszahl KfW 458 3,0
JAZ-Berechnung VDI 4650 Blatt 1, mit konkreten Vor- und Rücklauftemperaturen
Neue Heizflächen förderfähig als Maßnahme zum Wärmeerzeuger

Nicht die Bauart der Heizfläche entscheidet, sondern die nötige Vorlauftemperatur. Ausreichend dimensionierte Heizkörper kamen im Fraunhofer-Feldtest mit ähnlich niedrigen Temperaturen aus wie Flächenheizungen. Ob die vorhandenen Heizkörper reichen, zeigt die raumweise Heizlastberechnung; neue Heizkörper und Flächenheizungen sind mit der Wärmepumpe förderfähig.

Warum macht die Vorlauftemperatur so viel aus?

Eine Wärmepumpe hebt Umweltwärme auf das Temperaturniveau des Heizkreises; je höher dieses Niveau sein muss, desto mehr Strom braucht sie dafür. Das Fraunhofer ISE fand in Bestandsgebäuden, dass die Effizienz maßgeblich von der erforderlichen Heizkreistemperatur beeinflusst wird.[02] Gemessen lag die maximal nötige Vorlauftemperatur bei den Luft-Wärmepumpen im Mittel bei knapp 44 °C, bei den Erdreich-Wärmepumpen etwas über 45 °C.[02]

Wann reichen Heizkörper, wann braucht es eine Fußbodenheizung?

Ein Umstieg auf Flächenheizungen ist nach den Messungen des Fraunhofer ISE nicht zwangsläufig erforderlich: Auch Heizkörper wurden mit vergleichsweise geringen Temperaturen betrieben, und es werden Heizkörper angeboten, die bei gleichem Platzbedarf wesentlich geringere Heizkreistemperaturen benötigen.[02] Entscheidend ist, ob die Heizfläche im einzelnen Raum groß genug ist. Grundlage dafür ist die raumweise Heizlastberechnung, die für die Förderung ohnehin Pflicht ist.[03]

Wie fließt die Heizfläche in die Förderung ein?

Über die Jahresarbeitszahl: Sie wird nach VDI 4650 Blatt 1 mit den konkreten Randbedingungen vor Ort berechnet, darunter Vor- und Rücklauftemperatur der Heizung.[04] Für Vorlauftemperaturen bis 60 °C darf der JAZ-Rechner des Bundesverbands Wärmepumpe genutzt werden; monovalente Anlagen mit mehr als 55 °C Vorlauf können ersatzweise als bivalent-alternative Anlagen mit elektrischem Zusatzheizer abgebildet werden.[04] Das Ergebnis muss mindestens 3,0 betragen.[03]

Welche Heizflächen-Arbeiten sind förderfähig?

Im Zusammenhang mit einer förderfähigen Wärmepumpe zählen neue Heizflächen zu den förderfähigen Maßnahmen — sowohl Flächenheizungen als auch Heizkörper.[05] Sie fallen unter denselben Förderhöchstbetrag wie die Wärmepumpe.[06]

Maßnahmeförderfähig mit der Wärmepumpe?
Flächenheizungen (Decke, Fußboden, Wand) inkl. Trittschalldämmung, Estrich, Putz, Bodenbelag, Wandverkleidungja
Heizkörper und Heizleisten jeder Bauart, auch Gebläsekonvektorenja
Hydraulischer Abgleich des Zentralheizungssystemsja
Voreinstellbare oder automatisierte Thermostatventile, Strangdifferenzdruckreglerja
Förderfähige Maßnahmen zur Wärmeverteilung und Wärmeübergabe (Infoblatt Nr. 4.2.5, Auswahl)[05]

Häufige Fragen

Muss ich für eine Wärmepumpe eine Fußbodenheizung nachrüsten?
Nein, nicht zwangsläufig. Nach den Feldmessungen des Fraunhofer ISE wurden auch Heizkörper mit vergleichsweise geringen Temperaturen betrieben; ausreichend dimensionierte Heizkörper kamen im Mittel mit ähnlich niedrigen Temperaturen aus wie Flächenheizungen.
Wie erkenne ich, ob meine Heizkörper reichen?
Grundlage ist die raumweise Heizlastberechnung nach DIN EN 12831, die für die KfW 458 ohnehin Pflicht ist. Mit ihr lässt sich je Raum prüfen, ob der vorhandene Heizkörper die benötigte Leistung bei der geplanten Vorlauftemperatur liefert. Die daraus folgende Jahresarbeitszahl muss für die Förderung mindestens 3,0 erreichen.
Zahlt die KfW 458 neue Heizkörper oder eine Fußbodenheizung mit?
Ja, im Zusammenhang mit einer förderfähigen Wärmepumpe. Das Infoblatt zu den förderfähigen Maßnahmen nennt Flächenheizungen samt Trittschalldämmung, Estrich, Putz und Bodenbelag sowie Heizkörper und Heizleisten jeder Bauart. Es gilt der gemeinsame Förderhöchstbetrag von 28.000 € förderfähigen Kosten für die erste Wohneinheit.
Transparenz

Unsere Quellen

  1. [01]
  2. [02]
  3. [03]
  4. [04]
  5. [05]
  6. [06]

Wie wir Quellen auswählen, gegeneinander abwägen und Angaben vor der Veröffentlichung gegen das Original prüfen, steht in unserer Methodik.

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