Hydraulischer Abgleich — Pflicht für KfW 458
Der hydraulische Abgleich stellt die Heizungsanlage so ein, dass jeder Heizkörper und jeder Heizkreis die Wassermenge bekommt, die er für seinen Raum braucht. Für die KfW 458 ist er Pflicht: Die Technischen Mindestanforderungen verlangen einen hydraulischen Abgleich nach Verfahren B, bestätigt vom Fachunternehmer auf dem Formular der VdZ.[01] Bei luftgeführten Systemen werden stattdessen die Luftvolumenströme eingeregelt.[01]
Auf einen Blick
| Aspekt | Wert / Hinweis |
|---|---|
| KfW-458-Pflicht | Ja, Technische Mindestanforderungen Nr. 3.1 |
| Geltendes Verfahren | Verfahren B (raumweise Heizlast) oder anerkannt gleichwertig |
| Nachweis | Fachunternehmererklärung auf dem VdZ-Formular |
| Luftgeführte Systeme | Einregulierung der Luftvolumenströme |
| Kosten | förderfähig als Maßnahme zum Wärmeerzeuger (Infoblatt Nr. 4.2.5) |
Ohne hydraulischen Abgleich nach Verfahren B ist eine Wärmepumpe in der KfW 458 nicht förderfähig. Der Abgleich baut auf der raumweisen Heizlastberechnung auf, die für die Auslegung ohnehin verlangt wird; die Berechnung aus dem Verfahren B darf für die Gebäudeheizlast mitgenutzt werden. Das VdZ-Formular kann die KfW im Nachweisprozess anfordern.
Was passiert beim hydraulischen Abgleich?
Grundlage ist eine raumweise Heizlastberechnung nach DIN EN 12831-1 und DIN/TS 12831-1, die beim Verfahren B ausdrücklich verlangt wird.[02] Daraus ergibt sich, welche Wärmeleistung und welcher Volumenstrom je Raum nötig sind; danach werden zum Beispiel voreinstellbare Thermostatventile, Strangdifferenzdruckregler oder die Heizkreisverteiler einer Fußbodenheizung eingestellt. Die Leistungsbeschreibung der VdZ-Formulare enthält Anforderungen an Zweirohr- und Einrohrheizungen mit Heizflächen sowie an Fußbodenheizungen.[02]
Warum ist der Abgleich für die Effizienz der Wärmepumpe wichtig?
Wie effizient eine Wärmepumpe arbeitet, hängt maßgeblich von der erforderlichen Heizkreistemperatur ab — ein Ergebnis des Fraunhofer-Feldtests „WPsmart im Bestand“.[03] Ein nicht abgeglichenes System versorgt einzelne Räume über und andere unter. Für die Förderung muss die Wärmepumpe so ausgelegt sein, dass sie eine Jahresarbeitszahl von mindestens 3,0 erreicht; berechnet wird sie mit den konkreten Vor- und Rücklauftemperaturen vor Ort.[01][02]
Welches Verfahren verlangt die Förderung?
Die BEG verlangt das Verfahren B nach dem Bestätigungsformular der VdZ oder ein alternatives Verfahren, das die Checkliste „Anforderungen zur Anerkennung der Gleichwertigkeit mit dem Verfahren B in der BEG“ erfüllt.[02] Systeme für einen rein temperaturbasierten Abgleich sind förderfähig, ersetzen den Abgleich nach Verfahren B aber nicht, weil sie oft nur die Übergabeeinrichtung abgleichen.[02] Für Wohngebäude kann alternativ das VdZ-Formular „Bestätigung des Hydraulischen Abgleichs BEG – Wohngebäude“ verwendet werden.[02] Die Kosten des Abgleichs zählen im Zusammenhang mit dem Wärmeerzeuger zu den förderfähigen Maßnahmen.[04]
Häufige Fragen
Warum ist der hydraulische Abgleich für Wärmepumpen besonders wichtig?
Wer bestätigt den hydraulischen Abgleich?
Gilt ein früherer hydraulischer Abgleich weiter?
Unsere Quellen
- [01]Förderrichtlinie BEG EM vom 17.08.2026 mit Technischen Mindestanforderungen (BAnz AT 27.08.2026 B1)bundesanzeiger.deFachartikel
- [02]KfW/BAFA — Liste der technischen FAQ BEG EM (PDF)kfw.deFachartikel
- [03]Fraunhofer ISE — Wärmepumpen funktionieren auch in Bestandsgebäuden zuverlässig (WPsmart im Bestand, 2020)ise.fraunhofer.deFachartikel
- [04]
- [05]KfW — Merkblatt Heizungsförderung für Privatpersonen (458), PDFkfw.deFachartikel
Wie wir Quellen auswählen, gegeneinander abwägen und Angaben vor der Veröffentlichung gegen das Original prüfen, steht in unserer Methodik.
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