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Ratgeber · PV-Dachanlage

PV-Ratgeber — Vergütung, Steuern, Stadt-Zuschüsse.

Der PV-Ratgeber bündelt die Entscheidungs-Themen vor dem Anlagenkauf: ob Einspeisen oder Selbst-Verbrauchen mehr bringt, was der 0-%-Steuersatz wirklich abdeckt, welche Städte Zuschüsse zahlen, wie sich Speicher-Förderung und Eigenverbrauchs-Hebel kombinieren und wann der KfW-270-Kredit ins Spiel kommt. Jede Themenseite beantwortet eine konkrete Frage mit Beispielen und Primärquellen.

Welche Förder-Bausteine gibt es für PV 2026?

Fünf Ebenen wirken zusammen: die EEG-Einspeisevergütung als 20-Jahre-Garantie[01], der 0-%-Umsatzsteuersatz beim Kauf[02], die Einkommensteuer-Freiheit der Erträge[03], der KfW-270-Förderkredit über die Hausbank[04] — und in einzelnen Städten echte Zuschüsse obendrauf[05]. Anders als bei der Heizung schließen sich die Bausteine nicht aus: Sie stapeln sich.

Baustein Leistung Rahmen
EEG-Einspeisevergütung 7,70 ct/kWh Teileinspeisung (≤ 10 kWp) Inbetriebnahme Aug.–Dez. 2026, 20 Jahre garantiert, § 48 EEG
0 % Umsatzsteuer Kauf + Installation + Speicher auf/nahe Wohngebäuden (bis 30 kWp ohne weitere Prüfung), § 12 Abs. 3 UStG
Steuerfreie Erträge Einnahmen ohne Einkommensteuer ≤ 30 kWp je Einheit, § 3 Nr. 72 EStG
KfW 270 Förderkredit zu beihilfefreiem Zins (Hausbank) PV + Speicher, vor Vorhabensbeginn
Stadt-Zuschüsse 150–400 €/kWp je nach Stadt z. B. Freiburg, Darmstadt, Osnabrück, Potsdam
Die fünf PV-Förder-Ebenen — Details und Bedingungen auf den Themenseiten.

Welche Städte zahlen aktuell Zuschüsse?

Vier von uns direkt aus Richtlinien und Stadt-Portalen verifizierte Programme zeigen die Bandbreite — von 150 €/kWp in Freiburg[05] bis 400 €/kWp in Osnabrück. Alle sind freiwillige, jahresbudget-gebundene Leistungen: Der Budget-Status gehört an den Anfang jeder Planung.

Stadt Fördersatz Besonderheit
Freiburg 150 €/kWp · max 1.500 € Mittel 2026 ausgeschöpft · Antrag bis 6 Monate NACH Installation
Darmstadt 200 €/kWp · max 6.000 € auch WEG, KMU, Vereine
Osnabrück 400 €/kWp über 8 kWp höchstens 30 % der Nettokosten
Potsdam 200 €/kWp · max 1.200 € + 1.000 € Speicher, derzeit keine Anträge
Verifizierte Stadt-Programme (Richtlinien-Stand bei Prüfung) — vollständige Stadt-Liste in der Photovoltaik-Förder-Übersicht.

Wie gehe ich das PV-Projekt richtig an?

Der rote Faden für jedes Dach-Projekt: erst Förderlage klären, dann beantragen, dann beauftragen. Die teuersten Fehler entstehen durch die falsche Reihenfolge — ein vor dem Kreditantrag unterschriebener Installationsvertrag kostet den KfW-270-Zugang, ein verpasster Stadt-Antrag vierstellige Zuschüsse.

  1. Stadt-Programm prüfen: Richtlinie + Budget-Status der eigenen Kommune — unsere Stadt-Seiten zeigen den verifizierten Stand.
  2. Angebote einholen: 2–3 Fachbetriebe vergleichen; kWp-Leistung und Speichergröße bestimmen Förderhöhe und Wirtschaftlichkeit.
  3. Finanzierung klären: Bar zahlen oder KfW 270 über die Hausbank — der Bank-Termin gehört VOR die Vertragsunterschrift.
  4. Anträge in der richtigen Reihenfolge: KfW 270 vor der Vertragsunterschrift beantragen; den Stadt-Zuschuss zu dem Zeitpunkt, den die Richtlinie nennt — in Osnabrück und Potsdam vor der Auftragsvergabe, in Darmstadt erst nach der Installation.
  5. Installieren + registrieren: Marktstammdatenregister, Netzbetreiber-Meldung mit Betriebsart (Teil-/Volleinspeisung), Nachweise für die Stadt einreichen.
Vergütung

EEG, Eigenverbrauch und die Rechenlogik

Was die Einspeisung bringt, warum Eigenverbrauch gewinnt und wie der Speicher hebelt.

Steuern

Nullsteuersatz und steuerfreie Erträge

0 % Mehrwertsteuer beim Kauf, § 3 Nr. 72 EStG im Betrieb — was automatisch gilt.

Förderung

Zuschüsse, Kredit und Kombinations-Logik

Kommunale Programme, KfW 270 und wie sich die Ebenen stapeln lassen.

Vergleich

Systementscheidungen vor dem Kauf

Balkonkraftwerk oder Dachanlage — welcher Einstieg zu welcher Wohnsituation passt.

Häufige Fragen

Welche Förderung gibt es 2026 für eine PV-Dachanlage?
Fünf Bausteine: die EEG-Einspeisevergütung (7,70 ct/kWh Teileinspeisung bis 10 kWp, 20 Jahre garantiert), 0 % Umsatzsteuer beim Kauf inklusive Speicher und Installation, einkommensteuerfreie Erträge bis 30 kWp je Einheit, der KfW-270-Förderkredit über die Hausbank — und in einzelnen Städten echte Zuschüsse von 150 bis 400 €/kWp.
Lohnt sich Einspeisen oder Selbst-Verbrauchen mehr?
Selbst verbrauchen: Eine eigene Kilowattstunde ersetzt Netzstrom für rund 38 ct (Haushaltsdurchschnitt im 1. Halbjahr 2026), die Einspeisung bringt nur 7,70 ct. Deshalb gewinnt im bewohnten Haus fast immer die Teileinspeisung mit maximiertem Eigenverbrauch — per Lastverschiebung und passend dimensioniertem Speicher.
Muss ich für die Steuervorteile etwas beantragen?
Nein. Der 0-%-Umsatzsteuersatz gilt direkt beim Kauf (der Angebotspreis ist der Endpreis), und die Einkommensteuer-Befreiung nach § 3 Nr. 72 EStG greift kraft Gesetz — bis 30 kWp je Wohneinheit entfällt sogar die Gewinnermittlung.
Welche Städte zahlen aktuell PV-Zuschüsse?
Von uns verifiziert: Darmstadt (200 €/kWp bis 6.000 €) und Osnabrück (400 €/kWp für die Leistung über 8 kWp, höchstens 30 % der Nettokosten) nehmen Anträge an. Freiburg (150 €/kWp bis 1.500 €) hat seine Mittel für 2026 ausgeschöpft, Potsdam (200 €/kWp bis 1.200 € plus 1.000 € Speicher-Pauschale) nimmt derzeit keine Anträge an. Programme sind jahresbudget-gebunden — Status vor Planung prüfen.
Welcher Fehler kostet bei PV die Förderung?
Die Reihenfolge: KfW 270 verlangt den Antrag, bevor ein rechtlich bindender Kauf- oder Installationsvertrag unterschrieben ist. Viele Stadt-Zuschüsse verlangen den Antrag ebenfalls vor der Auftragsvergabe, etwa Osnabrück und Potsdam. Wer dort erst unterschreibt und dann fragt, verliert Kredit und Zuschuss. Darmstadt und Freiburg lassen den Stadt-Antrag dagegen nach der Installation zu.
Transparenz

Unsere Quellen

  1. [01]
    § 48 EEG — Solare Strahlungsenergie (Vergütungssätze)
    gesetze-im-internet.deRechtsgrundlageBundesministerium für Wirtschaft und Energie
  2. [02]
    § 12 Abs. 3 UStG — Nullsteuersatz für Photovoltaikanlagen
    gesetze-im-internet.deRechtsgrundlageBundesministerium der Finanzen
  3. [03]
    § 3 Nr. 72 EStG — Steuerfreie Einnahmen aus PV-Anlagen
    gesetze-im-internet.deRechtsgrundlageBundesministerium der Finanzen
  4. [04]
  5. [05]

Wie wir Quellen auswählen, gegeneinander abwägen und Angaben vor der Veröffentlichung gegen das Original prüfen, steht in unserer Methodik.

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