Auf einen Blick
| Förderart | Zuschuss |
|---|---|
| Geltungsbereich | Bundesweit |
| Fördergeber | Bundesnetzagentur |
| Zielgruppe | Privatperson, Familie, Arbeitnehmer |
Worum geht es?
Ein Balkonkraftwerk (auch Steckersolargerät oder Mini-PV-Anlage) ist eine Photovoltaik-Anlage mit bis zu 2.000 Watt Modulleistung und maximal 800 Watt Wechselrichter-Ausgangsleistung, die du über einen Schuko- oder Wieland-Stecker an deine Wohnungs-Steckdose anschließt.
Bundesweit gilt seit 2024:
- 0 % Umsatzsteuer auf Anschaffung und Installation (Anlage 1 § 12 Abs. 3 UStG)
- Vereinfachte Anmeldung im Marktstammdatenregister (5 Minuten online, kein Netzbetreiber-Anmeldung mehr nötig)
- Wechselrichter-Grenze 800 W (vorher 600 W) — typische Mehrproduktion: 100–300 kWh/Jahr
- Mietrechtliche Erleichterung: Vermieter dürfen die Installation nur aus wichtigem Grund verweigern (Solarpaket I, 2024)
Zusätzlich zur bundesweiten Steuerbefreiung zahlen einzelne Kommunen direkte Zuschüsse zwischen 100 € und 500 € pro Gerät — siehe regionale Übersicht.
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Welche Bedingungen gelten?
4 Pflicht-Kriterien
| Kriterium | Details |
|---|---|
| Wechselrichter-Leistung (max. 800 W) | höchstens 800 W |
| Modulleistung gesamt (max. 2.000 Wp) | höchstens 2.000 Wp |
| Außensteckdose oder Kabelführung vorhanden | — |
| Anmeldung im Marktstammdatenregister geplant | — |
Was bekommst du konkret?
Bundesweit (kein direkter Zuschuss, aber finanzielle Vorteile):
- 0 % MwSt bei Kauf — spart bei einem 800-€-Gerät bereits 128 €
- Stromkosteneinsparung: 80–250 € pro Jahr (je nach Sonnenstunden und Eigenverbrauch)
- Amortisationszeit: typisch 3–6 Jahre
Regional (zusätzliche Zuschüsse, je nach Stadt):
- München: bis 320 € über das FKG-Programm (0,40 €/Wp, max. 800 Wp, max. 50 % der Kosten)
- Köln: 150 € pauschal (300 € mit Köln-Pass)
- Filderstadt und Gelsenkirchen: 100 € pauschal pro Anlage
- Potsdam: 250 € pauschal, plus 500 € für einen zugehörigen Stromspeicher
- Hamburg: 90 % der Anschaffungskosten (bis zu 500 € Ersparnis) — ausschließlich für einkommensschwache Haushalte, Abwicklung über die Caritas
- Düsseldorf: kein Zuschuss mehr — die Düsselpass-Sonderschiene (80 % / max. 800 €) ist Ende März 2026 ausgelaufen
- Berlin (SolarPLUS) · Stuttgart (Solaroffensive) · Frankfurt (Klimabonus): kein kommunaler BKW-Zuschuss mehr — Programme pausiert oder zum Jahreswechsel 2026 eingestellt
Aktive kommunale Zuschüsse sind mit der bundesweiten 0 %-Mehrwertsteuer kombinierbar. Der Stand kommunaler Programme ändert sich jährlich — Antragsfristen und Mittelverfügbarkeit lohnen den direkten Blick auf die Stadt-Verwaltung.
Wie läuft ein Antrag typischerweise ab?
5 Schritte
- 01
Kommunalen Zuschuss prüfen und VOR dem Kauf beantragen
Zahlt deine Stadt oder dein Land einen Zuschuss, stellst du den Antrag bei der zuständigen Stadt- oder Landesförderbank, bevor du das Gerät kaufst. Bei den meisten kommunalen Programmen entfällt der Zuschuss sonst. Erst nach der Förderzusage kaufen.
- 02
Gerät kaufen — ohne Mehrwertsteuer
Im Online- oder Fachhandel kaufen. Für Balkonkraftwerke fallen 0 % Mehrwertsteuer an, das gilt bundesweit und ohne Antrag.
- 03
Installieren
Selbst oder durch einen Elektriker. Der Wechselrichter darf höchstens 800 W liefern, die Modulleistung höchstens 2.000 Wp.
- 04
Im Marktstammdatenregister anmelden
Innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme kostenlose Online-Anmeldung bei der Bundesnetzagentur vornehmen (ca. 5 Minuten).
- 05
Kommunalen Zuschuss abrufen
Läuft ein kommunales Programm, reichst du nach dem Kauf die Rechnung bei der Stelle ein, die den Zuschuss zugesagt hat; danach wird ausgezahlt.
Häufige Fragen
Brauche ich die Erlaubnis meines Vermieters?
Reicht eine normale Schuko-Steckdose?
Lohnt sich ein Balkonkraftwerk finanziell?
Muss ich Steuern auf den erzeugten Strom zahlen?
Wo finde ich aktuelle regionale Förderprogramme?
In welchen Regionen gibt es eigene Daten zu Balkonkraftwerk-Förderung?
Für 26 Regionen liegen eigene Zahlen vor — regionale Auswertungen, lokale Zuschläge oder der zuständige Antragsweg vor Ort.
- Böblingen, Stadt
- Coesfeld, Stadt
- Darmstadt
- Delmenhorst
- Düsseldorf
- Erkelenz, Stadt
- Eschweiler, Stadt
- Filderstadt, Stadt
- Frankfurt am Main
- Gelsenkirchen
- Hamburg
- Hanau, Brüder-Grimm-Stadt
- Homburg, Kreisstadt
- Kassel
- Köln
- Lüdenscheid, Stadt
- Lüneburg, Hansestadt
- Marburg, Universitätsstadt
- München
- Nürtingen, Stadt
- Pforzheim
- Potsdam
- Rosengarten
- Stuttgart
- Westerkappeln
- Würselen, Stadt
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Wo findest du die Originalquellen?
Unsere Quellen
- [01]Balkonkraftwerk-Förderung — Offizielle Programmseitebundesnetzagentur.dePrimärquelleBundesnetzagentur
- [02]Solar-Jahresertrag pro Stadt — berechnet mit PVGIS (0.6 kWp, 35° Süd)re.jrc.ec.europa.euStatistikPVGIS (EU Joint Research Centre), CC BY 4.0
- [03]UStG § 12 Abs. 3 — 0 % MwStgesetze-im-internet.deRechtsgrundlageBundesnetzagentur
- [04]VDE — Sicherheitshinweise zu Steckersolarvde.comPrimärquelleBundesnetzagentur
Wie wir Quellen auswählen, gegeneinander abwägen und Angaben vor der Veröffentlichung gegen das Original prüfen, steht in unserer Methodik.