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Sonderprogramm Energieeffizienz in Unternehmen (Bayern)

Das Sonderprogramm "Energieeffizienz in Unternehmen" fördert kleine und mittlere Unternehmen in Bayern, die durch Investitionen in Gebäude und technische Anlagen ihren Endenergiebedarf deutlich senken. Die Förderung erfolgt als Zuschuss aus EFRE-Mitteln nach den Sätzen des bayerischen Regionalförderprogramms bzw. der Gemeinschaftsaufgabe GRW; ergänzend bietet die LfA Förderbank Bayern zu BRF-geförderten Vorhaben den zinsverbilligten Regionalkredit (RK6) an.

Fördergeber
Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie

Auf einen Blick

Programm-Eckdaten in Kurzform
Förderart Zuschuss
Förderebene Landesprogramm
Fördergeber Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie
Zielgruppe Unternehmen

Worum geht es?

Das Sonderprogramm "Energieeffizienz in Unternehmen" ist Teil der bayerischen Regionalförderung und richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen (KMU) der Industrie, des Handwerks, der Tourismuswirtschaft und des sonstigen Dienstleistungsgewerbes mit Betriebsstätte in Bayern.

Gefördert werden Investitionen in Gebäude und technische Anlagen, die den Endenergiebedarf signifikant senken – etwa Gebäudetechnik (Heizung, Kühlung, Klima, Warmwasser, Wärme- und Kälterückgewinnung), energetische Gebäudesanierung sowie energieeffizienter Neubau.

Die Förderung erfolgt als Zuschuss, der zu 100 % aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) der Förderperiode 2021–2027 stammt. Die Fördersätze richten sich nach dem bayerischen regionalen Förderungsprogramm (BRF) bzw. dem Koordinierungsrahmen der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW). Ergänzend kann zu Vorhaben, die nach der BRF mit Zuschüssen gefördert werden, ein zinsverbilligter Regionalkredit (RK6) der LfA Förderbank Bayern über die Hausbank beantragt werden.

Gefördert wird vorrangig im EFRE-Fördergebiet (Regionen mit besonderem Handlungsbedarf), in begrenztem Umfang aber auch im übrigen Bayern einschließlich der Metropolregion München.

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Voraussetzungen

Welche Bedingungen gelten?

5 Pflicht-Kriterien

Pflicht-Kriterien der Förderung
Kriterium
Antragsteller ist ein kleines oder mittleres Unternehmen (KMU) der Industrie, des Handwerks, der Tourismuswirtschaft oder des sonstigen Dienstleistungsgewerbes
Betriebsstätte bzw. Standort des Vorhabens liegt in Bayern
Die Investition führt zu einer signifikanten Reduzierung des Endenergiebedarfs in Gebäuden oder technischen Anlagen
Vorhaben liegt bevorzugt im EFRE-Fördergebiet (Regionen mit besonderem Handlungsbedarf); begrenzt auch übriges Bayern möglich
Der Förderantrag wird vor Beginn des Vorhabens bei der zuständigen Regierung gestellt

Was bekommst du konkret?

Zuschuss aus zu 100 % EFRE-Mitteln nach den Fördersätzen des bayerischen regionalen Förderungsprogramms (BRF) bzw. der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW). Ergänzend ist zu BRF-geförderten Vorhaben ein zinsverbilligter Regionalkredit (RK6) der LfA Förderbank Bayern möglich.

Ablauf

Wie läuft ein Antrag typischerweise ab?

5 Schritte

  1. 01

    Beratung bei der zuständigen Regierung einholen

    Wegen des sehr komplexen Förderverfahrens wird eine Beratung durch die zuständige Bezirksregierung vor der Antragstellung dringend empfohlen. Förderfähig sind Investitionen in Gebäude und technische Anlagen zur Steigerung der Endenergieeffizienz; Anlagen zur Energieerzeugung aus erneuerbaren Energien sind ausgenommen. Gefördert wird vorrangig im EFRE-Schwerpunktgebiet, in begrenztem Umfang auch im übrigen Bayern.

  2. 02

    Energieeinsparung berechnen und fachkundig bestätigen lassen

    Die geforderte Mindesteinsparung des Endenergiebedarfs ist durch die schriftliche Bestätigung eines fachkundigen Dritten nachzuweisen; bei Antragstellung ist mit dem Vordruck eine Berechnung zur vorgesehenen Energieeinsparung vorzulegen. Die Mindestanforderungen betragen unter anderem 15 % weniger Endenergie beim Austausch der Gebäudetechnik, eine Unterschreitung des GEG-Jahres-Endenergiebedarfs um mindestens 20 % bei der Gebäudesanierung und um mindestens 12,5 % beim Neubau.

  3. 03

    Online-Antrag vor Vorhabenbeginn bei der Bezirksregierung einreichen

    Der Antrag ist online vor Beginn des Vorhabens bei der zuständigen Bezirksregierung einzureichen; dafür ist eine Authentifizierung mit dem ELSTER-Unternehmenskonto erforderlich, eine Unterschrift in Papierform entfällt. Dem Antrag sind unter anderem die Finanzierungsbestätigung der Hausbank, die Jahresabschlüsse der letzten drei Geschäftsjahre, eine detaillierte Kostenzusammenstellung, die KMU-Erklärung und die Energieeffizienz-Bestätigung als Anlage zum Zuwendungsantrag beizufügen. Sind mehr als ein Unternehmen beteiligt, sind zwei Anträge nötig.

    Online-Antrag im BayernPortal
  4. 04

    Mit dem Vorhaben erst nach Antragstellung beginnen

    Das Vorhaben darf noch nicht begonnen worden sein, und es dürfen noch keine verbindlichen Willenserklärungen zum Abschluss eines der Ausführung zuzurechnenden Lieferungs- oder Leistungsvertrages abgegeben worden sein. Die Förderung erfolgt im Rahmen der verfügbaren EFRE-Mittel; ein Anspruch auf Förderung besteht nicht.

  5. 05

    Energieeffizienz-Bestätigung mit dem Verwendungsnachweis vorlegen

    Nach Abschluss des Vorhabens ist im Rahmen des Verwendungsnachweises eine Energieeffizienz-Bestätigung vorzulegen; der Vordruck steht als Anlage zum Verwendungsnachweis bereit.

Häufige Fragen

Wer kann das Sonderprogramm Energieeffizienz in Unternehmen beantragen?
Antragsberechtigt sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU) der Industrie, des Handwerks, der Tourismuswirtschaft und des sonstigen Dienstleistungsgewerbes mit einer Betriebsstätte in Bayern.
Was wird durch das Programm gefördert?
Gefördert werden Investitionen in Gebäude und technische Anlagen, die den Endenergiebedarf signifikant senken, zum Beispiel Gebäudetechnik, energetische Gebäudesanierung und energieeffizienter Neubau.
In welcher Form wird gefördert?
Die Förderung erfolgt als Zuschuss, der zu 100 Prozent aus EFRE-Mitteln stammt. Die Höhe richtet sich nach den Sätzen des bayerischen Regionalförderprogramms (BRF) beziehungsweise der Gemeinschaftsaufgabe GRW.
Bis wann kann das Sonderprogramm genutzt werden?
Das Sonderprogramm ist auf die Laufzeit der EFRE-Förderperiode 2021 bis 2027 und auf die verfügbaren EFRE-Mittel begrenzt. Auf eine Förderung besteht kein Anspruch.
Wo stelle ich den Förderantrag?
Der Antrag ist online vor Beginn des Vorhabens bei der Bezirksregierung zu stellen, in deren Bezirk das Vorhaben durchgeführt wird. Dafür ist ein ELSTER-Unternehmenskonto erforderlich.
Gibt es ergänzend einen zinsverbilligten Kredit?
Ja. Zu Vorhaben, die nach der BRF mit Zuschüssen gefördert werden, bietet die LfA Förderbank Bayern den zinsverbilligten Regionalkredit (RK6) an. Der Antrag ist vor Beginn des Vorhabens bei der Hausbank einzureichen; eine rechtzeitige Antragstellung auf BRF-Förderung wahrt den Vorbeginn für den Regionalkredit nicht.

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Wo findest du die Originalquellen?

Transparenz

Unsere Quellen

  1. [01]
    Sonderprogramm Energieeffizienz in Unternehmen (Bayern) — Offizielle Programmseite
    stmwi.bayern.dePrimärquelleBayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie
  2. [02]
    Bayerisches Wirtschaftsministerium – Regionalförderung
    stmwi.bayern.dePrimärquelleBayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie

Wie wir Quellen auswählen, gegeneinander abwägen und Angaben vor der Veröffentlichung gegen das Original prüfen, steht in unserer Methodik.

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