BundesBonus
Förderkredit · bis 150 Mio. € Bund

KfW 570 — Erneuerbare Energien Plus

Zinsgünstiger KfW-Förderkredit für Unternehmen jeder Größe und Freiberufler, die in Anlagen zur Erzeugung von Strom, Wärme oder Kälte aus erneuerbaren Energien oder in Energiespeicher investieren. Finanziert werden bis zu 100 Prozent der Investitionskosten, maximal 150 Millionen Euro pro Vorhaben.

Max. Kreditrahmen
150 Mio. €
pro Vorhaben
Fördergeber
Kreditanstalt für Wiederaufbau

Förderstelle: KfW Bankengruppe — KfW-Förderprogramme im Überblick .

Auf einen Blick

Programm-Eckdaten in Kurzform
Förderart Darlehen
Förderebene Bundesprogramm
Fördergeber Kreditanstalt für Wiederaufbau
Förderhöhe bis zu 150 Mio. €
Finanzierungsanteil bis 100 % der Kosten — rückzahlbar
Zielgruppe Unternehmen, Existenzgründer

Worum geht es?

Das KfW-Programm Erneuerbare Energien Plus ergänzt die bestehende Produktfamilie der KfW für erneuerbare Energien. Es richtet sich an Unternehmen jeder Größe sowie an Freiberufler, die gewerblich in die Erzeugung oder Speicherung erneuerbarer Energien investieren. Antragsberechtigt sind auch Tochtergesellschaften deutscher Unternehmen und Joint Ventures innerhalb der Europäischen Union, in Norwegen und im Vereinigten Königreich mit maßgeblicher deutscher Beteiligung von mindestens 25 Prozent.

Gefördert werden Investitionen in die Errichtung und den Erwerb neuer Anlagen ebenso wie die Modernisierung bestehender oder gebrauchter Anlagen. Auf der Stromseite zählen dazu Photovoltaikanlagen, CSP-Anlagen, Windkraftanlagen an Land und auf See, Anlagen zur Nutzung von Meeresenergie, Wasserkraftanlagen sowie Anlagen zur Stromerzeugung aus Biomasse, Biogas oder Biokraftstoffen. Auf der Wärmeseite sind elektrische Wärmepumpen, Solarthermie, Geothermieanlagen sowie die Erzeugung von Wärme und Kälte aus erneuerbarem Wasserstoff oder Biomasse förderfähig.

Ebenfalls finanziert werden Energiespeicher: Stromspeicher einschließlich Pumpspeicherwerken mit geschlossenem Kreislauf, Wärmespeicher einschließlich Erdwärme- und Aquiferwärmespeichern sowie Wasserstoffspeicher, auch durch den Umbau bestehender unterirdischer Gasspeicheranlagen.

Als Förderziel nennt das KfW-Merkblatt, den marktbasierten Ausbau erneuerbarer Energien und die Vermarktung von Strom über sogenannte Direktlieferverträge (Power Purchase Agreements) zu unterstützen. Daraus folgt die wichtigste Abgrenzung des Programms: Sobald für die förderfähigen Anlagen eine Förderung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz, der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze, dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz oder eine vergleichbare staatliche Förderung wie eine Einspeisevergütung in Anspruch genommen wird, ist eine Finanzierung über Erneuerbare Energien Plus nicht möglich. Für solche Anlagen verweist die KfW auf die beihilfefreie Produktvariante Erneuerbare Energien Standard unter der Programmnummer 270, die ein eigenes Produktmerkblatt hat und separat zu beantragen ist. Mit anderen Fördermitteln lässt sich der Kredit dagegen im Rahmen der zulässigen Beihilfeobergrenzen kombinieren.

Nicht gefördert werden Maßnahmen des Bundes, der Bundesländer und ihrer Einrichtungen, Maßnahmen von Kommunen und kommunalen Eigenbetrieben, Gebäude und gebäudetechnische Anlagen, die unter die EU-Richtlinie 2024/1275 über die Gesamteffizienz von Gebäuden fallen, die Vermietung und Verpachtung von Anlagen zur wohnwirtschaftlichen oder gemeinnützigen Nutzung, Umschuldungen und Nachfinanzierungen bereits begonnener Vorhaben, Treuhandkonstruktionen sowie der käufliche Erwerb im Rahmen von Vermögensübertragungen.

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Voraussetzungen

Welche Bedingungen gelten?

5 Pflicht-Kriterien

Pflicht-Kriterien der Förderung
Kriterium
Handelst du in Ausübung oder zur Aufnahme einer gewerblichen oder freiberuflichen Tätigkeit?
Investierst du in eine Anlage zur Erzeugung von Strom, Wärme oder Kälte aus erneuerbaren Energien oder in einen Energiespeicher?
Verzichtest du für dieses Vorhaben auf eine Förderung nach EEG, KWKG oder BEW und auf eine Einspeisevergütung?
Ist das Vorhaben noch nicht begonnen und handelt es sich weder um eine Umschuldung noch um eine Nachfinanzierung?
Wie hoch ist dein Kreditbedarf für das Vorhaben (in Euro)? Die KfW finanziert höchstens 150 Mio. € je Vorhaben.

Was bekommst du konkret?

Zinsgünstiger Kredit von bis zu 100 Prozent der förderfähigen Kosten, maximal 150 Millionen Euro pro Vorhaben. Diese Kreditobergrenze kann laut Merkblatt überschritten werden, sofern das Vorhaben eine besondere Förderungswürdigkeit besitzt. Die Mehrwertsteuer ist mitfinanzierbar, sofern keine Berechtigung zum Vorsteuerabzug vorliegt. Zur Wahl stehen bis zu 5 Jahre Laufzeit bei höchstens 1 Tilgungsfreijahr, bis zu 7 Jahre bei höchstens 2 Tilgungsfreijahren, bis zu 10 Jahre bei höchstens 2 Tilgungsfreijahren sowie bis zu 20 Jahre bei bis zu 3 Tilgungsfreijahren; die Mindestlaufzeit beträgt 2 Jahre. Der Zinssatz ist für bis zu 10 Jahre fest. Die Auszahlung erfolgt zu 100 Prozent des zugesagten Betrags, die Tilgung in vierteljährlichen Raten nach Ablauf der tilgungsfreien Zeit. Der Kredit ist bis 12 Monate nach Zusage abrufbar, die Frist kann für noch nicht ausgezahlte Beträge um maximal 24 Monate verlängert werden. Die Bereitstellungsprovision beträgt 0,15 Prozent pro Monat. Die Sicherheiten werden banküblich zwischen Antragsteller und Finanzierungspartner vereinbart.

Ablauf

Wie läuft ein Antrag typischerweise ab?

5 Schritte

  1. 01

    Antrag vor Vorhabenbeginn beim Finanzierungspartner stellen

    Die KfW gewährt die Kredite über Finanzierungspartner (Banken und Sparkassen). Der Antrag wird bei einem Finanzierungspartner nach eigener Wahl vor Beginn des Vorhabens gestellt; eine direkte Antragstellung bei der KfW ist nicht möglich.

  2. 02

    Gewerbliche Bestätigung zum Antrag (gBzA) abgeben

    Für den Antrag ist die gewerbliche Bestätigung zum Antrag elektronisch im gBzA-Center abzugeben, selbstständig oder gemeinsam mit dem Finanzierungspartner. Das erzeugte und unterzeichnete Dokument wird dem Finanzierungspartner übermittelt.

  3. 03

    De-minimis-Erklärung, Datenliste und KMU-Selbsterklärung bereitstellen

    Die meisten Angaben werden automatisiert abgefragt. Zusätzlich werden die Anlage De-minimis-Erklärung über bereits erhaltene De-minimis-Beihilfen und die Datenliste Subventionserhebliche Tatsachen benötigt, für kleine und mittlere Unternehmen außerdem die Selbsterklärung zur KMU-Definition der EU-Kommission. Diese Unterlagen verbleiben beim Finanzierungspartner; die KfW kann ergänzende Unterlagen anfordern.

  4. 04

    Zusage der KfW abwarten und Kreditvertrag abschließen

    Der Finanzierungspartner (Hausbank) leitet die Unterlagen an die KfW weiter. Nach der Zusage der KfW kann der Kreditvertrag beim Finanzierungspartner abgeschlossen werden; bankübliche Sicherheiten werden mit dem Finanzierungspartner vereinbart.

  5. 05

    Mittelverwendung gegenüber dem Finanzierungspartner nachweisen

    Nach Durchführung der Maßnahmen ist der programmgemäße Einsatz der Mittel gegenüber dem Finanzierungspartner nachzuweisen.

Häufige Fragen

Wer kann den KfW-Kredit 570 beantragen?
Antragsberechtigt sind Unternehmen jeder Größe und Freiberufler, die in Ausübung oder zur Aufnahme einer gewerblichen oder freiberuflichen Tätigkeit handeln — sowohl mit Unternehmenssitz in Deutschland als auch im Ausland. Ebenfalls antragsberechtigt sind juristische Personen mit mehrheitlich kommunaler Beteiligung, die gewerblich tätig sind, sowie Tochtergesellschaften deutscher Unternehmen und Joint Ventures in der EU, in Norwegen und im Vereinigten Königreich mit mindestens 25 Prozent deutscher Beteiligung.
Wie hoch ist der Kredit maximal?
Die KfW finanziert bis zu 100 Prozent der förderfähigen Investitionskosten, maximal 150 Millionen Euro pro Vorhaben. Das Merkblatt lässt eine Überschreitung dieser Obergrenze zu, sofern das Vorhaben eine besondere Förderungswürdigkeit besitzt. Der Betrag wird zu 100 Prozent ausgezahlt, es gibt keinen Abschlag. Einen Tilgungszuschuss enthält das Programm nicht — der Kredit ist vollständig zurückzuzahlen, der Vorteil liegt im vergünstigten Zinssatz.
Kann ich den Kredit mit der EEG-Einspeisevergütung kombinieren?
Nein. Sobald für die förderfähigen Anlagen eine Förderung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz, der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze, dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz oder eine vergleichbare staatliche Förderung wie eine Einspeisevergütung in Anspruch genommen wird, ist eine Finanzierung über dieses Produkt ausgeschlossen. Für solche Anlagen verweist die KfW auf das Produkt Erneuerbare Energien Standard mit der Programmnummer 270. Mit anderen Fördermitteln ist eine Kombination im Rahmen der zulässigen Beihilfeobergrenzen möglich.
Wie stelle ich den Antrag?
Der Antrag läuft nicht direkt über die KfW, sondern über einen Finanzierungspartner nach Wahl des Antragstellers — in der Regel die Hausbank. Die Hausbank leitet die Unterlagen an die KfW weiter. Wichtig ist die Reihenfolge: Der Antrag muss vor Beginn des Vorhabens gestellt werden, für bereits begonnene oder abgeschlossene Vorhaben ist eine Nachfinanzierung ausgeschlossen.
Welche Laufzeiten und tilgungsfreien Jahre sind möglich?
Zur Wahl stehen bis zu 5 Jahre Laufzeit bei höchstens 1 Tilgungsfreijahr, bis zu 7 Jahre bei höchstens 2 Tilgungsfreijahren, bis zu 10 Jahre bei höchstens 2 Tilgungsfreijahren sowie bis zu 20 Jahre bei bis zu 3 Tilgungsfreijahren. Die Mindestlaufzeit beträgt 2 Jahre. Der Zinssatz lässt sich für bis zu 10 Jahre festschreiben, getilgt wird nach der tilgungsfreien Zeit in vierteljährlichen Raten.
Was unterscheidet Erneuerbare Energien Plus von Erneuerbare Energien Standard?
Der entscheidende Unterschied liegt in der Beihilfe. Erneuerbare Energien Standard (270) ist laut KfW-Merkblatt die beihilfefreie Produktvariante mit eigenem Merkblatt, während Erneuerbare Energien Plus (570) den marktbasierten Ausbau und die Stromvermarktung über Direktlieferverträge unterstützen soll. Als praktische Faustregel nennt das Merkblatt: Wer für die Anlage eine EEG-Förderung oder eine vergleichbare staatliche Förderung nutzt, beantragt 270 — wer darauf verzichtet, kommt für 570 in Frage. Der Kredithöchstbetrag liegt in beiden Programmen bei 150 Millionen Euro pro Vorhaben.

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Wo findest du die Originalquellen?

Transparenz

Unsere Quellen

  1. [01]
  2. [02]
  3. [03]
    Merkblatt Kredit Nr. 570 (PDF)
    kfw.dePrimärquelleKfW Bankengruppe

Wie wir Quellen auswählen, gegeneinander abwägen und Angaben vor der Veröffentlichung gegen das Original prüfen, steht in unserer Methodik.

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