Auf einen Blick
| Förderart | Darlehen |
|---|---|
| Förderebene | Bundesprogramm |
| Fördergeber | Kreditanstalt für Wiederaufbau |
| Förderhöhe | bis zu 150 Mio. € |
| Finanzierungsanteil | bis 100 % der Kosten — rückzahlbar |
| Zielgruppe | Unternehmen, Existenzgründer |
Worum geht es?
Das KfW-Programm Erneuerbare Energien Plus ergänzt die bestehende Produktfamilie der KfW für erneuerbare Energien. Es richtet sich an Unternehmen jeder Größe sowie an Freiberufler, die gewerblich in die Erzeugung oder Speicherung erneuerbarer Energien investieren. Antragsberechtigt sind auch Tochtergesellschaften deutscher Unternehmen und Joint Ventures innerhalb der Europäischen Union, in Norwegen und im Vereinigten Königreich mit maßgeblicher deutscher Beteiligung von mindestens 25 Prozent.
Gefördert werden Investitionen in die Errichtung und den Erwerb neuer Anlagen ebenso wie die Modernisierung bestehender oder gebrauchter Anlagen. Auf der Stromseite zählen dazu Photovoltaikanlagen, CSP-Anlagen, Windkraftanlagen an Land und auf See, Anlagen zur Nutzung von Meeresenergie, Wasserkraftanlagen sowie Anlagen zur Stromerzeugung aus Biomasse, Biogas oder Biokraftstoffen. Auf der Wärmeseite sind elektrische Wärmepumpen, Solarthermie, Geothermieanlagen sowie die Erzeugung von Wärme und Kälte aus erneuerbarem Wasserstoff oder Biomasse förderfähig.
Ebenfalls finanziert werden Energiespeicher: Stromspeicher einschließlich Pumpspeicherwerken mit geschlossenem Kreislauf, Wärmespeicher einschließlich Erdwärme- und Aquiferwärmespeichern sowie Wasserstoffspeicher, auch durch den Umbau bestehender unterirdischer Gasspeicheranlagen.
Als Förderziel nennt das KfW-Merkblatt, den marktbasierten Ausbau erneuerbarer Energien und die Vermarktung von Strom über sogenannte Direktlieferverträge (Power Purchase Agreements) zu unterstützen. Daraus folgt die wichtigste Abgrenzung des Programms: Sobald für die förderfähigen Anlagen eine Förderung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz, der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze, dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz oder eine vergleichbare staatliche Förderung wie eine Einspeisevergütung in Anspruch genommen wird, ist eine Finanzierung über Erneuerbare Energien Plus nicht möglich. Für solche Anlagen verweist die KfW auf die beihilfefreie Produktvariante Erneuerbare Energien Standard unter der Programmnummer 270, die ein eigenes Produktmerkblatt hat und separat zu beantragen ist. Mit anderen Fördermitteln lässt sich der Kredit dagegen im Rahmen der zulässigen Beihilfeobergrenzen kombinieren.
Nicht gefördert werden Maßnahmen des Bundes, der Bundesländer und ihrer Einrichtungen, Maßnahmen von Kommunen und kommunalen Eigenbetrieben, Gebäude und gebäudetechnische Anlagen, die unter die EU-Richtlinie 2024/1275 über die Gesamteffizienz von Gebäuden fallen, die Vermietung und Verpachtung von Anlagen zur wohnwirtschaftlichen oder gemeinnützigen Nutzung, Umschuldungen und Nachfinanzierungen bereits begonnener Vorhaben, Treuhandkonstruktionen sowie der käufliche Erwerb im Rahmen von Vermögensübertragungen.
Passt KfW 570 zu dir?
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Welche Bedingungen gelten?
5 Pflicht-Kriterien
| Kriterium |
|---|
| Handelst du in Ausübung oder zur Aufnahme einer gewerblichen oder freiberuflichen Tätigkeit? |
| Investierst du in eine Anlage zur Erzeugung von Strom, Wärme oder Kälte aus erneuerbaren Energien oder in einen Energiespeicher? |
| Verzichtest du für dieses Vorhaben auf eine Förderung nach EEG, KWKG oder BEW und auf eine Einspeisevergütung? |
| Ist das Vorhaben noch nicht begonnen und handelt es sich weder um eine Umschuldung noch um eine Nachfinanzierung? |
| Wie hoch ist dein Kreditbedarf für das Vorhaben (in Euro)? Die KfW finanziert höchstens 150 Mio. € je Vorhaben. |
Was bekommst du konkret?
Zinsgünstiger Kredit von bis zu 100 Prozent der förderfähigen Kosten, maximal 150 Millionen Euro pro Vorhaben. Diese Kreditobergrenze kann laut Merkblatt überschritten werden, sofern das Vorhaben eine besondere Förderungswürdigkeit besitzt. Die Mehrwertsteuer ist mitfinanzierbar, sofern keine Berechtigung zum Vorsteuerabzug vorliegt. Zur Wahl stehen bis zu 5 Jahre Laufzeit bei höchstens 1 Tilgungsfreijahr, bis zu 7 Jahre bei höchstens 2 Tilgungsfreijahren, bis zu 10 Jahre bei höchstens 2 Tilgungsfreijahren sowie bis zu 20 Jahre bei bis zu 3 Tilgungsfreijahren; die Mindestlaufzeit beträgt 2 Jahre. Der Zinssatz ist für bis zu 10 Jahre fest. Die Auszahlung erfolgt zu 100 Prozent des zugesagten Betrags, die Tilgung in vierteljährlichen Raten nach Ablauf der tilgungsfreien Zeit. Der Kredit ist bis 12 Monate nach Zusage abrufbar, die Frist kann für noch nicht ausgezahlte Beträge um maximal 24 Monate verlängert werden. Die Bereitstellungsprovision beträgt 0,15 Prozent pro Monat. Die Sicherheiten werden banküblich zwischen Antragsteller und Finanzierungspartner vereinbart.
Wie läuft ein Antrag typischerweise ab?
5 Schritte
- 01
Antrag vor Vorhabenbeginn beim Finanzierungspartner stellen
Die KfW gewährt die Kredite über Finanzierungspartner (Banken und Sparkassen). Der Antrag wird bei einem Finanzierungspartner nach eigener Wahl vor Beginn des Vorhabens gestellt; eine direkte Antragstellung bei der KfW ist nicht möglich.
- 02
Gewerbliche Bestätigung zum Antrag (gBzA) abgeben
Für den Antrag ist die gewerbliche Bestätigung zum Antrag elektronisch im gBzA-Center abzugeben, selbstständig oder gemeinsam mit dem Finanzierungspartner. Das erzeugte und unterzeichnete Dokument wird dem Finanzierungspartner übermittelt.
- 03
De-minimis-Erklärung, Datenliste und KMU-Selbsterklärung bereitstellen
Die meisten Angaben werden automatisiert abgefragt. Zusätzlich werden die Anlage De-minimis-Erklärung über bereits erhaltene De-minimis-Beihilfen und die Datenliste Subventionserhebliche Tatsachen benötigt, für kleine und mittlere Unternehmen außerdem die Selbsterklärung zur KMU-Definition der EU-Kommission. Diese Unterlagen verbleiben beim Finanzierungspartner; die KfW kann ergänzende Unterlagen anfordern.
- 04
Zusage der KfW abwarten und Kreditvertrag abschließen
Der Finanzierungspartner (Hausbank) leitet die Unterlagen an die KfW weiter. Nach der Zusage der KfW kann der Kreditvertrag beim Finanzierungspartner abgeschlossen werden; bankübliche Sicherheiten werden mit dem Finanzierungspartner vereinbart.
- 05
Mittelverwendung gegenüber dem Finanzierungspartner nachweisen
Nach Durchführung der Maßnahmen ist der programmgemäße Einsatz der Mittel gegenüber dem Finanzierungspartner nachzuweisen.
Häufige Fragen
Wer kann den KfW-Kredit 570 beantragen?
Wie hoch ist der Kredit maximal?
Kann ich den Kredit mit der EEG-Einspeisevergütung kombinieren?
Wie stelle ich den Antrag?
Welche Laufzeiten und tilgungsfreien Jahre sind möglich?
Was unterscheidet Erneuerbare Energien Plus von Erneuerbare Energien Standard?
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Wo findest du die Originalquellen?
Unsere Quellen
- [01]KfW 570 — Erneuerbare Energien Plus — Offizielle Programmseitekfw.dePrimärquelleKfW Bankengruppe
- [02]NRW.BANK — Produktinfo zum KfW-Programm Erneuerbare Energien Plusnrwbank.dePrimärquelleNRW.BANK
- [03]Merkblatt Kredit Nr. 570 (PDF)kfw.dePrimärquelleKfW Bankengruppe
Wie wir Quellen auswählen, gegeneinander abwägen und Angaben vor der Veröffentlichung gegen das Original prüfen, steht in unserer Methodik.