Auf einen Blick
| Förderart | Darlehen |
|---|---|
| Geltungsbereich | Landesweit |
| Fördergeber | Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) |
| Förderhöhe | bis zu 5 Mio. € |
| Zielgruppe | Unternehmen |
Worum geht es?
Der Betriebsmittelkredit RLP wird von der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) vergeben und soll einen Beitrag zur langfristigen Betriebsmittelfinanzierung und zur Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen in Rheinland-Pfalz leisten. Das Programm richtet sich an Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft mit zusätzlichem Betriebsmittelbedarf für mittel- und langfristige Finanzierungszwecke.
Passt Betriebsmittelkredit RLP zu dir?
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Welche Bedingungen gelten?
5 Pflicht-Kriterien
Sitz oder Betriebsstätte in Rheinland-Pfalz
Antragsteller muss seinen Sitz oder eine geforderte Betriebsstätte in Rheinland-Pfalz haben. Reine Verwaltungsadressen ohne operative Aktivität werden nicht anerkannt.
KMU, MidCap bis 3.000 Mitarbeiter oder Freiberufler
Förderfähig sind KMU nach EU-Definition (bis 249 Mitarbeiter, bis 50 Mio Euro Umsatz), MidCap-Unternehmen mit bis zu 3.000 Mitarbeitern sowie Freiberufler aus Handwerk, Handel und Dienstleistungen.
Mittel- und langfristiger Betriebsmittelbedarf
Der Kredit dient laufenden Betriebsausgaben, Personal- oder Sachkosten, Vorfinanzierung von Aufträgen oder dem Aufbau eines Warenlagers. Umschuldung, Anschlussfinanzierung und Prolongation sind ausgeschlossen.
Kein Unternehmen in Schwierigkeiten (UiS)
Sanierungsfälle und Unternehmen in Schwierigkeiten im Sinne der EU-Definition sind ausgeschlossen. Die Prüfung erfolgt anhand des ISB-Merkblatts UiS bei Antragstellung.
Antrag über Hausbank vor Vorhabenbeginn
Der Antrag muss vor Beginn des Vorhabens über die Hausbank bei der ISB eingereicht werden. Eine nachträgliche Förderung bereits begonnener oder finanzierter Massnahmen ist ausgeschlossen.
Was bekommst du konkret?
Darlehen zur Deckung von Betriebsmittelbedarf und Warenlager. Kredithöchstbetrag 5 Millionen Euro. 100 % der Kosten können unter Beachtung des EU-Beihilferechts finanziert werden. Auszahlung zu 100 %.
Wie läuft ein Antrag typischerweise ab?
6 Schritte
- 01
Liquiditätsbedarf und Vorhaben definieren
Konkreten Betriebsmittelbedarf ermitteln (Personal, Material, Warenlager, Vorfinanzierung). Höhe, Laufzeit und Tilgungsstruktur grob planen. Prüfen, ob der Bedarf in den förderfähigen Verwendungszweck fällt.
- 02
Hausbank kontaktieren und Unterlagen vorbereiten
Vor Vorhabenbeginn Termin mit der Hausbank vereinbaren. Letzte zwei Jahresabschlüsse, aktuelle BWA, Liquiditätsplan und Selbstauskunft zusammenstellen. Hausbank prüft Bonität und Besicherung.
- 03
Antrag über Hausbank an ISB stellen
Hausbank reicht den Antrag inklusive eigener Stellungnahme und der ISB-Anlagen (Selbsterklärung verbundene Unternehmen, De-minimis-Erklärung, Beihilfeerklärung) bei der ISB ein. Der Antrag muss vor Vorhabenbeginn vorliegen.
- 04
ISB-Prüfung und Zusage
Die ISB prüft beihilferechtliche Voraussetzungen, UiS-Ausschluss und Programmkonformität. Bei positivem Bescheid erfolgt die Zusage an die Hausbank mit RGZS-Zinssatz, Auszahlungsbedingungen und Tilgungsplan.
- 05
Vertrag mit Hausbank schliessen und Abruf
Kreditvertrag zwischen Antragsteller und Hausbank wird unterzeichnet. Auszahlung erfolgt zu 100 Prozent in einer Summe oder per Abruf nach Bedarf. Ab dem siebten Monat nach Zusage fällt eine Bereitstellungsprovision von 0,125 Prozent monatlich auf nicht abgerufene Mittel an.
- 06
Tilgung und Verwendungsnachweis
Tilgung in vierteljährlichen Raten oder endfällig, abhängig von der gewählten Variante. Auf Anforderung der Hausbank oder ISB sind Nachweise zur zweckentsprechenden Verwendung vorzulegen. Vorzeitige Rückzahlung ist nach den allgemeinen Bestimmungen möglich.
Häufige Fragen
Wer kann den ISB Betriebsmittelkredit RLP beantragen?
Was zählt als förderfähiger Liquiditätsbedarf?
Welche Verwendungszwecke sind ausgeschlossen?
Wie hoch ist der Kredit maximal und wie lange läuft er?
Wie hoch ist der Zinssatz und welche Nebenkosten fallen an?
Wie läuft der Antrag über die Hausbank?
Wo liegt der Unterschied zu klassischen Investitionskrediten der ISB?
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Wo findest du die Originalquellen?
Unsere Quellen
- [01]ISB Rheinland-Pfalz - Betriebsmittelkredit RLP (Programm 605)isb.rlp.dePrimärquelle
- [02]ISB - Richtlinie Betriebsmittelkredit RLP (PDF)isb.rlp.deRechtsgrundlage
- [03]ISB - Konditionenübersicht Wirtschaftsförderung Darlehen (PDF)isb.rlp.dePrimärquelle
- [04]ISB - Merkblatt KMU-Definition (PDF)isb.rlp.deRechtsgrundlage
- [05]ISB - Merkblatt Risikogerechtes Zinssystem (RGZS)isb.rlp.deFachartikel