BundesBonus
Förderkredit · bis 5 Mio. € Land

Betriebsmittelkredit RLP

Zinsgünstiges Betriebsmitteldarlehen der ISB für KMU, MidCap-Unternehmen und Freiberufler mit zusätzlichem Liquiditätsbedarf. Darlehensvolumen bis 5 Millionen Euro mit flexiblen Laufzeiten bis zu 10 Jahren.

Max. Kreditrahmen
5 Mio. €
pro Vorhaben (Großprojekt-Cap)
Zuständig
Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB)
als Bewilligungsstelle

Auf einen Blick

Programm-Eckdaten in Kurzform
Förderart Darlehen
Geltungsbereich Landesweit
Fördergeber Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB)
Förderhöhe bis zu 5 Mio. €
Zielgruppe Unternehmen

Worum geht es?

Der Betriebsmittelkredit RLP wird von der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) vergeben und soll einen Beitrag zur langfristigen Betriebsmittelfinanzierung und zur Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen in Rheinland-Pfalz leisten. Das Programm richtet sich an Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft mit zusätzlichem Betriebsmittelbedarf für mittel- und langfristige Finanzierungszwecke.

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Antragsteller muss seinen Sitz oder eine geforderte Betriebsstätte in Rheinland-Pfalz haben. Reine Verwaltungsadressen ohne operative Aktivität werden nicht anerkannt.

Förderfähig sind KMU nach EU-Definition (bis 249 Mitarbeiter, bis 50 Mio Euro Umsatz), MidCap-Unternehmen mit bis zu 3.000 Mitarbeitern sowie Freiberufler aus Handwerk, Handel und Dienstleistungen.

Der Kredit dient laufenden Betriebsausgaben, Personal- oder Sachkosten, Vorfinanzierung von Aufträgen oder dem Aufbau eines Warenlagers. Umschuldung, Anschlussfinanzierung und Prolongation sind ausgeschlossen.

Sanierungsfälle und Unternehmen in Schwierigkeiten im Sinne der EU-Definition sind ausgeschlossen. Die Prüfung erfolgt anhand des ISB-Merkblatts UiS bei Antragstellung.

Der Antrag muss vor Beginn des Vorhabens über die Hausbank bei der ISB eingereicht werden. Eine nachträgliche Förderung bereits begonnener oder finanzierter Massnahmen ist ausgeschlossen.

Voraussetzungen

Welche Bedingungen gelten?

5 Pflicht-Kriterien

Sitz oder Betriebsstätte in Rheinland-Pfalz

Antragsteller muss seinen Sitz oder eine geforderte Betriebsstätte in Rheinland-Pfalz haben. Reine Verwaltungsadressen ohne operative Aktivität werden nicht anerkannt.

KMU, MidCap bis 3.000 Mitarbeiter oder Freiberufler

Förderfähig sind KMU nach EU-Definition (bis 249 Mitarbeiter, bis 50 Mio Euro Umsatz), MidCap-Unternehmen mit bis zu 3.000 Mitarbeitern sowie Freiberufler aus Handwerk, Handel und Dienstleistungen.

Mittel- und langfristiger Betriebsmittelbedarf

Der Kredit dient laufenden Betriebsausgaben, Personal- oder Sachkosten, Vorfinanzierung von Aufträgen oder dem Aufbau eines Warenlagers. Umschuldung, Anschlussfinanzierung und Prolongation sind ausgeschlossen.

Kein Unternehmen in Schwierigkeiten (UiS)

Sanierungsfälle und Unternehmen in Schwierigkeiten im Sinne der EU-Definition sind ausgeschlossen. Die Prüfung erfolgt anhand des ISB-Merkblatts UiS bei Antragstellung.

Antrag über Hausbank vor Vorhabenbeginn

Der Antrag muss vor Beginn des Vorhabens über die Hausbank bei der ISB eingereicht werden. Eine nachträgliche Förderung bereits begonnener oder finanzierter Massnahmen ist ausgeschlossen.

Was bekommst du konkret?

Darlehen zur Deckung von Betriebsmittelbedarf und Warenlager. Kredithöchstbetrag 5 Millionen Euro. 100 % der Kosten können unter Beachtung des EU-Beihilferechts finanziert werden. Auszahlung zu 100 %.

Ablauf

Wie läuft ein Antrag typischerweise ab?

6 Schritte

  1. 01

    Liquiditätsbedarf und Vorhaben definieren

    Konkreten Betriebsmittelbedarf ermitteln (Personal, Material, Warenlager, Vorfinanzierung). Höhe, Laufzeit und Tilgungsstruktur grob planen. Prüfen, ob der Bedarf in den förderfähigen Verwendungszweck fällt.

  2. 02

    Hausbank kontaktieren und Unterlagen vorbereiten

    Vor Vorhabenbeginn Termin mit der Hausbank vereinbaren. Letzte zwei Jahresabschlüsse, aktuelle BWA, Liquiditätsplan und Selbstauskunft zusammenstellen. Hausbank prüft Bonität und Besicherung.

  3. 03

    Antrag über Hausbank an ISB stellen

    Hausbank reicht den Antrag inklusive eigener Stellungnahme und der ISB-Anlagen (Selbsterklärung verbundene Unternehmen, De-minimis-Erklärung, Beihilfeerklärung) bei der ISB ein. Der Antrag muss vor Vorhabenbeginn vorliegen.

  4. 04

    ISB-Prüfung und Zusage

    Die ISB prüft beihilferechtliche Voraussetzungen, UiS-Ausschluss und Programmkonformität. Bei positivem Bescheid erfolgt die Zusage an die Hausbank mit RGZS-Zinssatz, Auszahlungsbedingungen und Tilgungsplan.

  5. 05

    Vertrag mit Hausbank schliessen und Abruf

    Kreditvertrag zwischen Antragsteller und Hausbank wird unterzeichnet. Auszahlung erfolgt zu 100 Prozent in einer Summe oder per Abruf nach Bedarf. Ab dem siebten Monat nach Zusage fällt eine Bereitstellungsprovision von 0,125 Prozent monatlich auf nicht abgerufene Mittel an.

  6. 06

    Tilgung und Verwendungsnachweis

    Tilgung in vierteljährlichen Raten oder endfällig, abhängig von der gewählten Variante. Auf Anforderung der Hausbank oder ISB sind Nachweise zur zweckentsprechenden Verwendung vorzulegen. Vorzeitige Rückzahlung ist nach den allgemeinen Bestimmungen möglich.

Häufige Fragen

Wer kann den ISB Betriebsmittelkredit RLP beantragen?
Antragsberechtigt sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU gemäß EU-Definition), MidCap-Unternehmen mit bis zu 3.000 Mitarbeitern sowie Freiberufler aus Handwerk, Handel und Dienstleistungsgewerbe. Sitz oder Betriebsstätte des Antragstellers muss in Rheinland-Pfalz liegen. Sanierungsfälle und Unternehmen in Schwierigkeiten sind ausgeschlossen.
Was zählt als förderfähiger Liquiditätsbedarf?
Gefördert wird der mittel- und langfristige Betriebsmittelbedarf. Dazu gehören laufende Betriebsausgaben, Personalkosten, Mieten, Lagerhaltung, Vorfinanzierung von Aufträgen sowie das Warenlager. Es geht um zusätzlichen Liquiditätsbedarf zur Aufrechterhaltung und Sicherung des Geschäftsbetriebs sowie zum Erhalt und zur Schaffung von Arbeitsplätzen.
Welche Verwendungszwecke sind ausgeschlossen?
Nicht förderfähig sind Umschuldungen bestehender Verbindlichkeiten, Anschlussfinanzierungen sowie Prolongationen. Auch reine Sanierungsfälle und Unternehmen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten im Sinne der EU-Definition können das Programm nicht nutzen.
Wie hoch ist der Kredit maximal und wie lange läuft er?
Der Betriebsmittelkredit RLP beträgt bis zu 5 Millionen Euro pro Vorhaben. Die Laufzeit liegt bei bis zu 10 Jahren mit maximal einem tilgungsfreien Anlaufjahr. Die Tilgung erfolgt wahlweise in vierteljährlichen Raten oder endfällig in einer Summe.
Wie hoch ist der Zinssatz und welche Nebenkosten fallen an?
Der Zinssatz wird nach dem Risikogerechten Zinssystem (RGZS) der KfW von der Hausbank im Einzelfall festgelegt und richtet sich nach Bonität und Besicherung. Die Auszahlung erfolgt zu 100 Prozent. Ab dem siebten Monat nach Zusage wird eine Bereitstellungsprovision von 0,125 Prozent monatlich auf den noch nicht abgerufenen Kreditbetrag berechnet.
Wie läuft der Antrag über die Hausbank?
Es gilt das Hausbankprinzip. Der Antrag wird vor Beginn des Vorhabens über die eigene Hausbank bei der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) eingereicht. Die Hausbank prüft die Bonität, verhandelt Besicherung und Zinssatz und leitet den Antrag mit eigener Stellungnahme an die ISB weiter. Eine direkte Antragstellung bei der ISB ist nicht möglich.
Wo liegt der Unterschied zu klassischen Investitionskrediten der ISB?
Der Betriebsmittelkredit RLP finanziert ausschliesslich laufende Betriebsausgaben und Warenlager. Klassische Investitionsprogramme der ISB fördern dagegen Sachanlagen wie Maschinen, Gebäude oder Erweiterungen. Wer beides braucht, kann beide Programme kombinieren oder ein gemischtes ISB-Kombi-Darlehen prüfen lassen. Die Verwendungszwecke dürfen sich nicht doppeln.

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Wo findest du die Originalquellen?

Transparenz

Unsere Quellen

  1. [01]
  2. [02]
  3. [03]
  4. [04]
    ISB - Merkblatt KMU-Definition (PDF)
    isb.rlp.deRechtsgrundlage
  5. [05]
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