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Wärmepumpen-Stromtarif — wann lohnt sich der separate Zähler?

Viele Stadtwerke bieten spezielle Wärmepumpen-Tarife — typisch 5–10 ct/kWh günstiger als der Haushaltstrom. Die Pflicht-Voraussetzung: separater Zähler nur für die Wärmepumpe. Bei einem Verbrauch von 4.000 kWh WP-Strom pro Jahr spart das 200–400 € — die Kosten für den separaten Zähler (50–100 €/Jahr Zählermiete + ~500 € Installation) amortisieren sich nach 1–2 Jahren.

Auf einen Blick

Aspekt Wert / Hinweis
Preis-Vorteil WP-Tarif 5–10 ct/kWh günstiger
Lohnt ab ~2.000 kWh WP-Strom/Jahr
Zähler-Installation ~500 € einmalig
Zählermiete 50–100 €/Jahr
§ 14a EnWG-Drosselung max. 2 h/Tag, mind. 4,2 kW Restleistung

Ein separater Wärmepumpen-Stromtarif spart bei normalem Heizverbrauch (3.000–5.000 kWh WP-Strom/Jahr) jährlich 150–400 €. Die Investition in den Zweitzähler amortisiert sich in 1–2 Jahren. Wer dynamische Tarife wie Tibber nutzt, holt zusätzlich 50–150 €/Jahr — vorausgesetzt die Wärmepumpe lässt sich Smart-Home-fähig steuern und der Stromnetz-Betreiber erlaubt die Anbindung.

Wie funktioniert ein Wärmepumpen-Tarif?

Der separate Zähler wird parallel zum Haushaltstromzähler installiert (in der Hauptverteilung). Der Energieversorger rechnet zwei separate Stromverträge ab: Haushalt zu Standardtarif (35–40 ct/kWh in 2026) und Wärmepumpe zu vergünstigtem Tarif (25–30 ct/kWh). Der WP-Tarif ist meist mit § 14a EnWG-Steuerung gekoppelt — der Netzbetreiber darf die WP zu Spitzenlast-Zeiten kurzzeitig drosseln (max. 2 Std/Tag, mind. 4,2 kW Restleistung).

Wann lohnt sich der separate Zähler?

Faustregel: ab ~2.000 kWh WP-Stromverbrauch pro Jahr. Darunter sind die Fixkosten (Zählermiete, Installation) höher als die Ersparnis. Beispiel: ein gut sanierter EFH-Bau mit 4.500 kWh Heizwärme/Jahr und JAZ 3,5 hat ~1.300 kWh WP-Strom — knapp unter der Schwelle. Ein 200-m²-Altbau mit 12.000 kWh Heizwärme und JAZ 3,2 hat 3.750 kWh WP-Strom — klarer Lohnfall.

Welche Tarif-Anbieter eignen sich für Wärmepumpen?

Stadtwerke-Tarife schwanken stark — vor Anmeldung Vergleichsportale wie Verivox, Check24, Stromauskunft prüfen. Beispiele 2026: München SWM (28 ct/kWh), Hamburg Stromnetz (29 ct/kWh), RheinEnergie Köln (27 ct/kWh). Reine Online-Anbieter wie Tibber oder LichtBlick bieten dynamische Tarife — bei Wärmepumpen mit Smart-Home-Steuerung kann das zusätzlich 50–150 €/Jahr sparen, indem die WP zu billigen Strompreis-Stunden (nachts, wenn viel Wind) heizt.

Häufige Fragen

Muss der Stromzähler vom Energieversorger oder Elektriker installiert werden?
Beides möglich. Die meisten Stadtwerke schicken einen eigenen Techniker (Pauschale 200–400 €). Selbstständige Elektriker dürfen auch installieren — der Energieversorger plombiert den Zähler abschließend.
Lohnt sich ein WP-Tarif auch bei eigener PV-Anlage?
Bedingt. PV-Eigenstrom (15–20 ct/kWh „Opportunitätskosten") ist günstiger als jeder Tarif. Aber im Winter (wenig PV) heizt die WP aus dem Netz — dann lohnt der WP-Tarif. Empfehlung: Wenn PV-Anlage und WP groß sind, separater Zähler trotzdem sinnvoll.
Was bedeutet § 14a EnWG-Steuerung in der Praxis?
Der Netzbetreiber darf die Wärmepumpe zu Spitzenlast-Zeiten (typisch 17–20 Uhr) für maximal 2 Stunden pro Tag drosseln. Mindest-Restleistung: 4,2 kW. In der Praxis kommen Drosselungen kaum vor — sie zählen aber als Voraussetzung für den vergünstigten WP-Tarif.
Transparenz

Unsere Quellen

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