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Landesprogramm Wirtschaft Schleswig-Holstein – Förderung betrieblicher Innovationen (BIF)

Die BIF-Richtlinie des Landesprogramms Wirtschaft (2021–2027) fördert betriebliche Innovationen von Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft mit Sitz oder Betriebsstätte in Schleswig-Holstein. Gefördert werden Prozess- und Organisationsinnovationen, Entwicklungsvorhaben sowie komplexe Forschungs- und Entwicklungsvorhaben als nicht rückzahlbarer Zuschuss.

Fördergeber
Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus Schleswig-Holstein

Auf einen Blick

Programm-Eckdaten in Kurzform
Förderart Zuschuss
Förderebene Landesprogramm
Fördergeber Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus Schleswig-Holstein
Zielgruppe Unternehmen

Worum geht es?

Mit dem Landesprogramm Wirtschaft 2021–2027 bündelt Schleswig-Holstein seine wirtschaftspolitischen Fördermaßnahmen. Die BIF-Richtlinie unterstützt Unternehmen dabei, ökonomische und ökologische Herausforderungen durch Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zu umweltverträglichen Produkten und Verfahren anzugehen. Ziele sind die Stärkung von Leistungs-, Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit, die Anregung von Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sowie Prozess- und Organisationsinnovationen, die Verringerung von Treibhausgasemissionen, die Steigerung der Energie- und Ressourceneffizienz und die Schaffung zukunftsorientierter Arbeitsplätze. Die Förderung erfolgt mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), der Gemeinschaftsaufgabe GRW und Landesmitteln. Die Landesregierung setzt 50 Prozent der EFRE-Mittel für klimaschutz- und energiewenderelevante Vorhaben ein.

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Voraussetzungen

Welche Bedingungen gelten?

5 Pflicht-Kriterien

Pflicht-Kriterien der Förderung
Kriterium
Sitz oder Betriebsstätte in Schleswig-Holstein
Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft
Das Unternehmen ist ein kleines oder mittleres Unternehmen (KMU) nach Anhang I der AGVO oder beantragt ein komplexes Forschungs- und Entwicklungsvorhaben (Modul 3)
Ausreichend hoher Innovationsgrad des Vorhabens
Keine Förderung für Unternehmen in Schwierigkeiten (Art. 2 Nr. 18 AGVO)

Was bekommst du konkret?

Nicht rückzahlbarer Zuschuss als Anteilfinanzierung im Wege der Projektförderung. Gefördert werden drei Module: Modul 1 Prozess- und Organisationsinnovationen (nur KMU), Modul 2 Entwicklungsvorhaben der experimentellen Entwicklung (nur KMU) und Modul 3 komplexe Forschungs- und Entwicklungsvorhaben der industriellen Forschung und experimentellen Entwicklung, auch als Kooperationsprojekte zwischen mindestens zwei Unternehmen. In Modul 1 zählen zu den förderfähigen Kosten Instrumente und Ausrüstung, Dienstleistungen für Auftragsforschung und Innovationsberatung sowie pauschal 20 Prozent der direkten Kosten als Personalkosten. Die zuwendungsfähigen Kosten sollen in Modul 1 einen Betrag von 100.000 Euro nicht unterschreiten.

Ablauf

Wie läuft ein Antrag typischerweise ab?

5 Schritte

  1. 01

    Kostenlose Innovationsberatung vor der Antragstellung nutzen

    Vor der Antragstellung wird eine kostenfreie Beratung durch die Innovationsberatung der WTSH empfohlen, die Fragen zu Innovationsprozessen, Innovationsthemen, Technologieansätzen und Geschäftsmodellen beantwortet.

  2. 02

    Vorhaben noch nicht beginnen und Vergleichsangebote vorbereiten

    Bereits begonnene Projekte werden nicht gefördert; als Projektstart gilt insbesondere der Abschluss eines Lieferungs- oder Leistungsvertrags, also die verbindliche Auftragsvergabe. Ein vorzeitiger Maßnahmebeginn ist nur zulässig, wenn die bewilligende Stelle ihn auf Antrag genehmigt, das Finanzierungsrisiko tragen die Antragstellenden. Ab einem Auftragswert von 50.000 Euro netto sind grundsätzlich mindestens drei vergleichbare Angebote einzuholen, die schon mit dem Antrag zu übersenden sind.

  3. 03

    Modul 1 und 2: Antrag digital über das Serviceportal des Landes stellen

    Anträge für die Module 1 und 2 sind vor Beginn des Vorhabens formgebunden bei der WTSH als Antrags- und Bewilligungsbehörde einzureichen. Die digitale Antragstellung erfordert ein Servicekonto Business, das mit einem ELSTER-Organisationszertifikat des antragstellenden Unternehmens authentifiziert wird; Anträge mit Zertifikaten anderer Unternehmen sind unwirksam. Im Antrag sind die eigenen Unternehmensdaten und die eigene E-Mail-Adresse anzugeben, das Vorhaben ist in Schleswig-Holstein durchzuführen.

    Zum Serviceportal des Landes
  4. 04

    Modul 3: zuerst Projektvorschlag, dann Förderantrag einreichen

    Für komplexe Forschungs- und Entwicklungsvorhaben (Modul 3) können Projektvorschläge jederzeit per Mail oder Post bei der WTSH eingereicht werden; sie teilt das Prüfergebnis schriftlich mit und empfiehlt bei positiver Einschätzung die Antragstellung. Erst danach ist ein formgebundener, vollständiger Förderantrag bei der WTSH zu stellen.

  5. 05

    Bewertung und Zuwendungsbescheid abwarten

    Alle Vorschläge und Förderanträge werden von der WTSH einer vorhabenspezifischen Bewertung unterzogen; ein ausreichend hoher Innovationsgrad ist unverzichtbare Voraussetzung. Bei nicht ausreichenden Haushaltsmitteln erfolgt eine Auswahl nach Innovationsgrad und Beitrag zum Klimaschutzziel; ein Anspruch auf die Zuwendung besteht nicht. Aufträge dürfen erst nach Zustimmung zum vorzeitigen Maßnahmebeginn oder nach dem Zuwendungsbescheid verbindlich erteilt werden.

Häufige Fragen

Wer wird durch die BIF-Richtlinie gefördert?
Begünstigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft mit Sitz oder Betriebsstätte in Schleswig-Holstein, vorrangig kleine und mittlere Unternehmen. Zuwendungen in den Modulen 1 und 2 werden ausschließlich kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) gewährt.
Welche Vorhaben werden gefördert?
Gefördert werden Prozess- und Organisationsinnovationen (Modul 1), Entwicklungsvorhaben der experimentellen Entwicklung (Modul 2) sowie komplexe Forschungs- und Entwicklungsvorhaben der industriellen Forschung und experimentellen Entwicklung (Modul 3). Ein Vorhaben ist ausschließlich einem Modul zuzuordnen.
In welcher Form wird gefördert?
Die Zuwendung wird im Wege der Projektförderung als Anteilfinanzierung in Form eines zweckgebundenen, nicht rückzahlbaren Zuschusses gewährt.
Wie hoch sollten die förderfähigen Kosten in Modul 1 mindestens sein?
In Modul 1 sollen die zuwendungsfähigen Kosten einen Betrag von 100.000 Euro nicht unterschreiten (in Modul 2 gilt 60.000 Euro, begrenzt auf maximal 200.000 Euro). Die Personalkosten werden in Modul 1 pauschal mit 20 Prozent der förderfähigen direkten Kosten für Instrumente, Ausrüstung und Dienstleistungen festgesetzt.

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Wo findest du die Originalquellen?

Transparenz

Unsere Quellen

  1. [01]
    Förderdatenbank – BIF-Richtlinie Landesprogramm Wirtschaft Schleswig-Holstein
    wtsh.dePrimärquelleWirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein
  2. [02]
    Allgemeine Gruppenfreistellungsverordnung (EU) Nr. 651/2014 (AGVO)
    eur-lex.europa.euRechtsgrundlageMinisterium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus Schleswig-Holstein
  3. [03]
    WTSH — BIF Modul 3: Komplexe FuE-Vorhaben
    wtsh.dePrimärquelleMinisterium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus Schleswig-Holstein
  4. [04]
    WTSH — BIF Modul 2: Entwicklungsvorhaben
    wtsh.dePrimärquelleMinisterium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus Schleswig-Holstein

Wie wir Quellen auswählen, gegeneinander abwägen und Angaben vor der Veröffentlichung gegen das Original prüfen, steht in unserer Methodik.

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