Auf einen Blick
| Förderart | Zuschuss |
|---|---|
| Förderebene | Bundesprogramm |
| Fördergeber | Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat |
| Förderhöhe | bis zu 500.000 € |
| Förderquote | bis 90 % |
| Zielgruppe | Unternehmen |
Worum geht es?
Die Richtlinie RIGE ist Teil des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und fördert Informationsmaßnahmen über regionale Bio-Wertschöpfungsketten sowie begleitende pädagogische Angebote. Gefördert werden vor allem Informationskampagnen, informierende Veranstaltungen und Informationsmedien. Inhaltlich soll es um das Prozessverständnis der ökologischen Land- und Lebensmittelwirtschaft gehen, um Mehrwerte und Besonderheiten der Bio-Landwirtschaft und -Verarbeitung einschließlich der rechtlichen Grundlagen, um aktuelle Entwicklungen des Ökolandbaus in Deutschland und der jeweiligen Region, um Kooperationen entlang der Wertschöpfungskette und Beispiele tragfähiger Wertschöpfungskettenpartnerschaften, um deren Wirkung für die Region wie Arbeitsplätze und Identifikation durch regionale Spezialitäten, um mögliche Berufe und Tätigkeitsfelder entlang der Bio-Wertschöpfungskette sowie um den Bezug zu gesellschaftlich relevanten aktuellen Themen. Antragsberechtigt sind Gemeinden, Städte, Verbandsgemeinden, Landkreise, Bezirke und Regionalkreise sowie Körperschaften des öffentlichen Rechts wie Verwaltungsgemeinschaften, Ämter und regionale Zweckverbände. In Verbundprojekten werden zusätzlich Universitäten und Fachhochschulen, Berufs-, Fach- und Meisterschulen sowie Interessenverbände, Vereine und Stiftungen mit Niederlassung in Deutschland gefördert.
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Welche Bedingungen gelten?
6 Pflicht-Kriterien
| Kriterium |
|---|
| Kommune oder Körperschaft des öffentlichen Rechts, in Verbundprojekten auch Hochschule, Schule, Verband, Verein oder Stiftung |
| Nachgewiesene Erfahrung bei der Durchführung vergleichbarer Maßnahmen |
| Transparente, unternehmensneutrale und differenzierende Kommunikation |
| Bagatellgrenze von 30.000 Euro |
| Förderdauer von einem bis drei Jahren |
| Benennung eines Projektkoordinators bei Verbundprojekten |
Wie setzt sich der Förderbetrag zusammen?
| Komponente | Förderquote | Max. Betrag |
|---|---|---|
| Grundförderungfür jeden förderfähigen Antrag | 90 % | 500.000 € |
Was bekommst du konkret?
Die Förderung erfolgt als Zuschuss mit einem Förderumfang von bis zu 90 Prozent der förderfähigen Kosten. Die Förderhöhe beträgt maximal 500.000 Euro für ein Verbundprojekt. Die Förderdauer liegt zwischen einem und drei Jahren. Es gilt eine Bagatellgrenze von 30.000 Euro. Rechtsgrundlage ist die Richtlinie des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat vom 22.06.2026, veröffentlicht im Bundesanzeiger vom 01.07.2026. Die Geltungsdauer der Richtlinie endet am 31.12.2030.
Wie hoch fällt deine Förderung aus?
Förderfähig sind max. 555.556 €
pro Antrag
- Gesamtkosten555.556 €
- Förderfähige Basis555.556 €
- Zuschuss– 500.000 €
- Dein Eigenanteil55.556 €
Unverbindliche Orientierung — keine verbindliche Förderzusage. Endgültige Berechnung erfolgt durch die Behörde.
Wie läuft ein Antrag typischerweise ab?
5 Schritte
- 01
Voraussetzungen und Eigenanteil vor der Skizze prüfen
Antragsteller müssen Erfahrungen bei der Durchführung vergleichbarer Maßnahmen nachweisen. Erforderlich ist ein Eigenanteil in Geld von mindestens 20 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben (bei pädagogischen Angeboten für Kinder, Jugendliche, Auszubildende, Studierende und deren Lehrkräfte mindestens 10 Prozent), und die zuwendungsfähigen Ausgaben müssen 30.000 Euro übersteigen. Bei Verbundprojekten benennen die Partner eine Person zur Projektkoordination.
- 02
Projektskizze über easy-Online bei der BLE einreichen
Das Zuwendungsverfahren ist zweistufig und beginnt mit der Projektskizze, die über das elektronische Antragssystem easy-Online bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) eingereicht wird. Die Vorhabenbeschreibung wird als einzelne PDF-Datei hochgeladen (maximal fünf Megabyte, Textteil höchstens 8 DIN-A4-Seiten). Skizzen können bis zum 1. Juli 2030 eingereicht werden.
Zum Online-Skizzenformular (easy-Online) - 03
Entscheidung zur Skizze abwarten
Auf Basis der eingereichten Unterlagen erfolgt eine erste Prüfung hinsichtlich Förderfähigkeit und Förderwürdigkeit. Bei erfolgreicher Skizzenbeurteilung erfolgt eine Aufforderung zum Antrag per E-Mail; daraus leitet sich noch kein Anspruch auf Förderung ab.
- 04
Ausführlichen Projektantrag nach der Aufforderung einreichen
Bei positiver Skizzenentscheidung wird der Projektverantwortliche aufgefordert, einen ausführlichen Projektantrag einzureichen; das Antragsverfahren wird über easy-Online abgewickelt. Der Antrag wird fachlich, beihilferechtlich und auf die Plausibilität des Finanz- und Ablaufplanes geprüft, das Evaluierungskonzept muss spätestens mit dem Projektantrag konkret beschrieben werden.
- 05
Mit dem Projekt erst nach dem Zuwendungsbescheid beginnen
Mit der Umsetzung darf begonnen werden, sobald ein Zuwendungsbescheid erteilt wurde. Als Beginn gilt bereits der Abschluss eines der Ausführung zuzurechnenden Leistungs- und Liefervertrages (Arbeitsvertrag oder Auftragsvergabe).
Häufige Fragen
Was wird über RIGE gefördert?
Wer kann einen Antrag stellen?
Wie hoch ist die Förderung?
Bis wann kann eine Projektskizze eingereicht werden?
Welche inhaltlichen Schwerpunkte soll das Vorhaben setzen?
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Wo findest du die Originalquellen?
Unsere Quellen
- [01]RIGE — Information über regionale Bio-Wertschöpfungsketten — Offizielle Programmseitenrwbank.dePrimärquelleBundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH)
- [02]Bundesprogramm Ökologischer Landbau — Programmseite der BLEbundesprogramm.dePrimärquelleBundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH)
- [03]Richtlinie des BMLEH vom 22.06.2026 (Bundesanzeiger AT 01.07.2026 B3)bundesanzeiger.deRechtsgrundlageBundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH)
Wie wir Quellen auswählen, gegeneinander abwägen und Angaben vor der Veröffentlichung gegen das Original prüfen, steht in unserer Methodik.