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Agrarumweltmaßnahme NRW: Anlage von Erosionsschutzstreifen

Die Anlage von Erosionsschutzstreifen ist eine Agrarumweltmaßnahme in Nordrhein-Westfalen. Die Streifen werden auf Ackerflächen in der KWasser1- oder KWasser2-Kulisse nach Maßgabe der Boden- oder Gewässerschutzberatung angelegt, mit einer Mindestbreite von 5 m und einer Höchstbreite von 50 m. Die Bestätigung der fachgerechten Anlage durch die Beratung ist Voraussetzung für die Zuwendungen. Der Prämiensatz beträgt 960 €/ha.

Fördergeber
Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen

Auf einen Blick

Programm-Eckdaten in Kurzform
Förderart Zuschuss
Förderebene Landesprogramm
Fördergeber Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen
Zielgruppe Unternehmen

Worum geht es?

Erosionsschutzstreifen werden auf Ackerflächen in der KWasser1- oder KWasser2-Kulisse nach Maßgabe der Boden- oder Gewässerschutzberatung angelegt. Eine Bestätigung der fachgerechten Anlage der Erosionsschutzstreifen durch die Boden- oder Gewässerschutzberatung ist Voraussetzung für den Erhalt der Zuwendungen. Die Unterlagen des ersten Auszahlungsantrages werden hierfür durch die Kreisstelle an die Boden- und Gewässerschutzberatung weitergeleitet. Es empfiehlt sich, sich frühzeitig zu informieren oder beraten zu lassen, um zu vermeiden, dass die Anlage an falscher Stelle erfolgt.

Eine Förderung von Erosionsschutzstreifen mit einem Abstand von weniger als 10 Metern zu Oberflächengewässern ist ausgeschlossen. Als Oberflächengewässer gelten stationierte Gewässer, die in der auf Grundlage der Gewässerstationierungskarte vom LANUK erstellten Gewässerkulisse enthalten sind; sie wird in ELAN als Agrarförderrechtliche Gewässerkulisse NRW zur Verfügung gestellt.

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Voraussetzungen

Welche Bedingungen gelten?

4 Pflicht-Kriterien

Pflicht-Kriterien der Förderung
Kriterium
Liegen Ihre Ackerflächen in der KWasser1- oder KWasser2-Kulisse?
Wird die Anlage nach Maßgabe der Boden- oder Gewässerschutzberatung vorgenommen und von dieser als fachgerecht bestätigt?
Liegen die Streifen mindestens 10 Meter von Oberflächengewässern entfernt?
Legen Sie die Streifen mit einer Mindestbreite von 5 m und einer Höchstbreite von 50 m an?

Was bekommst du konkret?

Prämiensatz: 960 €/ha. Im Fall der gleichzeitigen Förderung der Öko-Regelung gemäß § 20 Absatz 1 Nummer 6 des GAP-Direktzahlungen-Gesetzes (GAPDZG) wird die Zuwendung in jedem Jahr um den geplanten Einheitsbetrag gemäß § 16 Absatz 1 GAP-Direktzahlungen-Verordnung (GAPDZV) gekürzt; relevant ist der Einheitsbetrag für Stufe 2. Bagatellgrenze: 500 €. Einer Erhöhung der bestehenden Bewilligung (Ersetzungsantrag) ist nicht möglich.

Wie stellst du den Antrag?

Neue Teilnehmer reichen über ELAN einen Grundantrag ein. Laut Landwirtschaftskammer war der Grundantrag 2026 bis zum 30. Juni 2026 zu stellen; die Verpflichtungen beginnen ab 01.01.2027, der Verpflichtungszeitraum beträgt drei Jahre bis zum 31.12.2029. Anträge und Formulare stellt die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen auf ihren Förderseiten bereit; dort sind der Elektronische Antrag (ELAN) sowie Formulare und Merkblätter verlinkt. Die Unterlagen des ersten Auszahlungsantrages werden durch die Kreisstelle an die Boden- und Gewässerschutzberatung weitergeleitet, die die fachgerechte Anlage bestätigt. Sollte im ersten Verpflichtungsjahr ein geringerer Umfang an Erosionsschutzstreifen angelegt worden sein, als ursprünglich bewilligt wurde, erfolgt eine Anpassung der Bewilligung auf den tatsächlichen, geringeren Flächenumfang.

Häufige Fragen

Wie hoch ist die Prämie für Erosionsschutzstreifen?
Der Prämiensatz beträgt 960 €/ha. Bei gleichzeitiger Förderung der Öko-Regelung nach § 20 Absatz 1 Nummer 6 GAPDZG wird die Zuwendung jährlich um den geplanten Einheitsbetrag gekürzt; relevant ist der Einheitsbetrag für Stufe 2. Die Bagatellgrenze liegt bei 500 €.
Wo dürfen Erosionsschutzstreifen angelegt werden?
Auf Ackerflächen in der KWasser1- oder KWasser2-Kulisse nach Maßgabe der Boden- oder Gewässerschutzberatung. Die Bestätigung der fachgerechten Anlage durch die Beratung ist Voraussetzung für den Erhalt der Zuwendungen.
Wie breit müssen die Streifen sein?
Die Mindestbreite beträgt 5 m und die Höchstbreite 50 m.
Welcher Abstand zu Gewässern gilt?
Eine Förderung von Erosionsschutzstreifen mit einem Abstand von weniger als 10 Metern zu Oberflächengewässern ist ausgeschlossen.
Wie wird der Streifen gepflegt?
Der Aufwuchs wird jährlich gemäht und das Mähgut von der Fläche abgefahren; lediglich zu Mulchen ist nicht ausreichend. Gedüngt wird nicht und es werden keine Pflanzenschutzmittel eingesetzt.

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Wo findest du die Originalquellen?

Transparenz

Unsere Quellen

  1. [01]
    Agrarumweltmaßnahme NRW: Anlage von Erosionsschutzstreifen — Offizielle Programmseite
    landwirtschaftskammer.dePrimärquelleLandwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen
  2. [02]
    Landwirtschaftskammer NRW: Formulare und Merkblätter
    landwirtschaftskammer.dePrimärquelleLandwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen

Wie wir Quellen auswählen, gegeneinander abwägen und Angaben vor der Veröffentlichung gegen das Original prüfen, steht in unserer Methodik.

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