Auf einen Blick
| Förderart | Zuschuss |
|---|---|
| Förderebene | Bundesprogramm |
| Fördergeber | Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt |
| Zielgruppe | Unternehmen |
Worum geht es?
Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt bereitet die Förderung hochinnovativer Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsvorhaben im Bereich der Fusionstechnologie vor. Sie sollen einen Beitrag zu einem wichtigen Vorhaben von gemeinsamem europäischem Interesse leisten, dem geplanten IPCEI zu innovativen Nukleartechnologien. Die Förderung soll bestehende Finanzierungslücken zwischen Forschung und anwendungsorientierter Entwicklung schließen und strategisch bedeutsame Schritte auf dem Weg zur ersten gewerblichen Nutzung von Fusionstechnologien unterstützen.
Angesprochen sind innovative Projekte zur Magnet- und Laserfusion sowie vor- und nachgelagerte Wertschöpfungsketten. Förderfähig sind beispielsweise Entwicklungen zum Tritium- und Brennstoffkreislauf, supraleitende Magnetsysteme, Lasertechnik, plasmaexponierte Komponenten sowie zugehörige Querschnittstechnologien und Werkstoffe. Das Vorhaben muss sich plausibel in ein zukünftiges integriertes europäisches Gesamtvorhaben einfügen und grenzüberschreitende Kooperationen ermöglichen.
Die Richtlinie startet zunächst ein nationales Interessenbekundungsverfahren zur Vorbereitung einer späteren Förderung. Mit der Vorlage einer Skizze ist weder eine Zuwendungsgewährung noch eine Zusicherung darauf verbunden; für ausgewählte Vorhaben ist zusätzlich eine beihilferechtliche Genehmigung der Europäischen Kommission erforderlich.
Passt IPCEI INT zu dir?
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Welche Bedingungen gelten?
5 Pflicht-Kriterien
| Kriterium |
|---|
| Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft mit Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland (zum Zeitpunkt der Auszahlung) |
| Grundsätzlich noch kein Beginn der Arbeiten vor dem Zuwendungsbescheid |
| Hohes technologisches und wirtschaftliches Risiko über dem Stand der Technik |
| Vorhaben lässt sich in das europäische IPCEI-Gesamtvorhaben integrieren |
| Angemessener Eigenbeitrag |
Was bekommst du konkret?
Die Förderung wird im Wege der Projektförderung als Anteilsfinanzierung gewährt. Die konkrete Höhe der Beihilfe richtet sich nach der nachgewiesenen Finanzierungslücke des Projekts, also der Differenz zwischen den abgezinsten positiven und negativen Zahlungsströmen über die Lebensdauer der Investition. Antragsteller müssen einen angemessenen Eigenbeitrag leisten, um die verbleibenden Kosten zu decken und ihr Eigeninteresse an der erfolgreichen Durchführung zu sichern. Über die voraussichtliche Förderquote werden die vorausgewählten Unternehmen nach Abschluss der ersten Verfahrensstufe informiert.
Wie läuft ein Antrag typischerweise ab?
5 Schritte
- 01
Zur Skizzen- und Antragsberatung den Projektträger kontaktieren
Es wird dringend empfohlen, zur Skizzen- und Antragsberatung mit dem Projektträger VDI Technologiezentrum GmbH (Projektträger Fusion/Naturwissenschaftliche Grundlagenforschung) Kontakt aufzunehmen. Das Förderverfahren ist mehrstufig angelegt: nationale Interessenbekundung, europäisches Matchmaking und europäisches Beihilfeverfahren.
- 02
Skizze auf Englisch mit dem IPCEI INT Application Template erstellen
Die Projektskizze ist unter Verwendung des IPCEI INT Application Template zu erstellen, die Angaben sind in englischer Sprache zu machen; Freitextpassagen außerhalb der Templatestruktur sind nicht zulässig. Der Skizze ist eine ausgefüllte Vorlage zur vorläufigen Finanzierungslücke (Preliminary Funding Gap, Excel-Datei) beizufügen. Template und Vorlage stehen auf fusionstechnologien.de bereit.
Vorlagen auf fusionstechnologien.de - 03
Vorhabenskizze über easy-Online einreichen (Stichtag 15. Oktober 2026 abgelaufen)
Interessenten konnten bis zum Stichtag 15. Oktober 2026 vollständige Vorhabenskizzen über das elektronische Antragssystem easy-Online einreichen, mit denen sie ihr Interesse an einer Förderung bekunden. Das Einreichen einer Vorhabenskizze begründet keinen Anspruch auf eine Förderung im geplanten IPCEI INT.
Zu easy-Online - 04
Nationale Vorauswahl und europäisches Matchmaking abwarten
Das Prüfergebnis zur Passfähigkeit wird den Unternehmen im Rahmen der nationalen Vorauswahl schriftlich mitgeteilt (voraussichtlich ab Dezember 2026); die vorausgewählten Unternehmen werden über die voraussichtliche Förderquote informiert. In der zweiten Stufe werden sie zu einem europäischen Matchmaking eingeladen (derzeit voraussichtlich ab Februar 2027 bis März 2027) und erarbeiten eine detaillierte Projektbeschreibung mit Funding-Gap-Analyse.
- 05
Auf Aufforderung den nationalen Förderantrag stellen, Entscheidung abwarten
In der dritten Stufe wird das europäische Beihilfeverfahren bei der Kommission durchgeführt; die Anmeldung erfolgt durch die Bundesregierung. Die nationale Antragstellung erfolgt nach Aufforderung durch den Projektträger über das Antragsportal easy-Online oder schriftlich. Eine Bewilligung kann grundsätzlich nur erfolgen, wenn mit den Arbeiten am Vorhaben noch nicht begonnen worden ist.
Häufige Fragen
Welche Vorhaben zur Fusionstechnologie werden gefördert?
Wie hoch fällt die Förderung aus?
Bis wann lief die Interessenbekundung?
Habe ich mit der Skizze Anspruch auf Förderung?
Welche Vorhaben sind ausgeschlossen?
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Wo findest du die Originalquellen?
Unsere Quellen
- [01]IPCEI INT: Förderung innovativer Projekte zur Fusionstechnologie — Offizielle Programmseitebmftr.bund.dePrimärquelleBundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt
- [02]Richtlinie zur geplanten Förderung von innovativen Projekten zur Fusionstechnologie (IPCEI INT) vom 14. August 2026 (BAnz AT 24.08.2026 B3)bundesanzeiger.deRechtsgrundlageBundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR)
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