BundesBonus
Zuschuss · bis 60 % Bund Aktuell bis 30.06.2027

6G-Feldtests: Brücke zur Kommerzialisierung

Unternehmen und Forschungseinrichtungen erhalten einen nicht rückzahlbaren Zuschuss, wenn sie Technologien für den kommenden 6G-Mobilfunkstandard bis zum Funktionsprototypen weiterentwickeln und in großangelegten Feldtests unter realen Bedingungen erproben. Gefördert werden ausschließlich industriegeführte Verbundprojekte aus Wirtschaft und Wissenschaft. Die Frist für Projektskizzen endete am 15. Oktober 2026; sie gilt laut Bekanntmachung nicht als Ausschlussfrist.

Fördergeber
Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt

Auf einen Blick

Programm-Eckdaten in Kurzform
Förderart Zuschuss
Förderebene Bundesprogramm
Fördergeber Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt
Förderquote bis 60 %
Zielgruppe Unternehmen

Worum geht es?

Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt fördert mit dieser Richtlinie die Weiterentwicklung hochrelevanter 6G-Schlüsseltechnologien einschließlich Endgeräten bis zum Funktionsprototypen sowie deren Erprobung in großangelegten Feldtests. Im Mittelpunkt der Projektarbeit steht der praktische Nachweis, welchen Mehrwert 6G-exklusive Eigenschaften gegenüber bestehenden und alternativen Lösungen bringen.

Gefördert werden industriegeführte Verbundprojekte. An den Vorhaben müssen Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft sowie Hochschulen oder außeruniversitäre Forschungseinrichtungen beteiligt sein. Die Vorhaben adressieren relevante Anwendungsfelder, etwa die vernetzte Robotik, die Telemedizin, die Industrie 4.0 oder den Mobilitätssektor.

Die Maßnahme ist Teil der nationalen 6G-Forschungsinitiative des BMFTR. Geförderte Partner wirken in dieser Initiative mit, insbesondere in der 6G-Plattform, und nutzen die Projektergebnisse ausschließlich in Deutschland, im Europäischen Wirtschaftsraum oder in der Schweiz.

Schnell-Check

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Voraussetzungen

Welche Bedingungen gelten?

5 Pflicht-Kriterien

Pflicht-Kriterien der Förderung
Kriterium Details
Industriegeführtes Verbundprojekt aus Wirtschaft und Wissenschaft—
Betriebsstätte, Niederlassung oder Einrichtung in Deutschland—
Organisationsform des Antragstellers (bestimmt die Förderquote)Kleines Unternehmen · Mittleres Unternehmen · Großes Unternehmen · Hochschule oder Forschungseinrichtung
Schriftliche Kooperationsvereinbarung vor Beginn der Arbeiten—
Nutzung der Ergebnisse in Deutschland, im EWR oder in der Schweiz—

Was bekommst du konkret?

Die Zuwendung wird als nicht rückzahlbarer Zuschuss im Wege der Projektförderung gewährt. Wie hoch der Fördersatz ausfällt, hängt vom Zuwendungsempfänger ab: Für Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft ist die maximale Förderquote auf 40 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten begrenzt. Mittlere Unternehmen können maximal 50 Prozent, kleine Unternehmen maximal 60 Prozent erhalten. Hochschulen, Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen können im nichtwirtschaftlichen Bereich individuell bis zu 100 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben gefördert werden; bei nichtwirtschaftlichen Forschungsvorhaben an Hochschulen und Universitätskliniken kommt eine Projektpauschale in Höhe von 20 Prozent hinzu.

Ablauf

Wie läuft ein Antrag typischerweise ab?

5 Schritte

  1. 01

    Projektskizze beim Projektträger vorlegen (Frist 15. Oktober 2026 abgelaufen)

    Projektskizzen beziehungsweise Kurzskizzen waren dem Projektträger VDI/VDE Innovation und Technik GmbH bis 15. Oktober 2026 vorzugsweise in elektronischer Form vorzulegen; diese Frist ist abgelaufen. Bei Verbundprojekten erfolgt die Vorlage in Abstimmung mit dem vorgesehenen Verbundkoordinator. Die Vorlagefrist gilt nicht als Ausschlussfrist; später eingehende Skizzen können aber möglicherweise nicht mehr berücksichtigt werden.

  2. 02

    Skizze mit höchstens zwölf Seiten in easy-Online erstellen

    Zur Erstellung der Projektskizze ist das elektronische Antragssystem easy-Online zu nutzen. Dem dort erstellten Projektformular soll eine elektronische Skizze mit höchstens zwölf DIN-A4-Seiten inklusive Deckblatt beigefügt werden. Zusätzlich ist über easy-Online eine Bestätigung der Kenntnisnahme und der Richtigkeit der Angaben durch Vertreter aller Projektpartner einzureichen.

    Zu easy-Online
  3. 03

    Auswahlergebnis der Skizzenbewertung abwarten

    Die eingegangenen Skizzen werden bewertet; ein Ausschlusskriterium ist die Passfähigkeit der Projektidee zu den förderpolitischen Zielen und zum Gegenstand der Förderung. Das Auswahlergebnis wird den Interessenten schriftlich mitgeteilt. Eine förmliche Kooperationsvereinbarung ist in dieser ersten Stufe noch nicht erforderlich.

  4. 04

    Auf Aufforderung den förmlichen Förderantrag in easy-Online stellen

    In der zweiten Verfahrensstufe werden die Verfasser der positiv bewerteten Skizzen aufgefordert, einen förmlichen Förderantrag vorzulegen. Er ist mit easy-Online zu erstellen und kann mit TAN-Verfahren oder qualifizierter elektronischer Signatur eingereicht werden; bei Verbundprojekten erfolgt die Vorlage in Abstimmung mit dem Verbundkoordinator. Vollständig ist der Antrag nur, wenn mindestens die Anforderungen nach Artikel 6 Absatz 2 AGVO erfüllt sind.

  5. 05

    Kooperationsvereinbarung schließen und Förderentscheidung abwarten

    Die Partner eines Verbundvorhabens regeln ihre Zusammenarbeit in einer schriftlichen Kooperationsvereinbarung; vor der Förderentscheidung muss eine grundsätzliche Übereinkunft über weitere vom BMFTR vorgegebene Kriterien nachgewiesen werden. Über die Förderung wird nach abschließender Antragsprüfung entschieden. Aus der Vorlage eines förmlichen Förderantrags kann kein Anspruch auf eine Förderung abgeleitet werden.

Häufige Fragen

Wer kann die Förderung für 6G-Feldtests beantragen?
Antragsberechtigt sind Verbünde aus Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und Hochschulen oder außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Das Vorhaben muss industriegeführt sein, und alle Partner brauchen zum Zeitpunkt der Auszahlung eine Betriebsstätte, Niederlassung oder Einrichtung in Deutschland.
Wie hoch ist der Fördersatz für Unternehmen?
Für Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft ist die maximale Förderquote auf 40 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten begrenzt. Mittlere Unternehmen können bis zu 50 Prozent erhalten, kleine Unternehmen bis zu 60 Prozent. Hochschulen und Forschungseinrichtungen werden im nichtwirtschaftlichen Bereich individuell bis zu 100 Prozent gefördert.
Bis wann mussten Projektskizzen eingereicht werden?
Projektskizzen beziehungsweise Kurzskizzen waren dem Projektträger bis 15. Oktober 2026 vorzulegen, vorzugsweise elektronisch über easy-Online; diese Frist ist abgelaufen. Die Vorlagefrist ist keine Ausschlussfrist; später eingehende Skizzen können aber möglicherweise nicht mehr berücksichtigt werden.
Werden auch Einzelvorhaben ohne Partner gefördert?
Nein. Die Richtlinie fördert industriegeführte Verbundprojekte, an denen Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft sowie Hochschulen oder außeruniversitäre Forschungseinrichtungen beteiligt sind. Die Zusammenarbeit ist vor Beginn der Arbeiten in einer schriftlichen Kooperationsvereinbarung zu regeln.
Wie lange läuft ein gefördertes Vorhaben?
Verbundprojekte werden in der Regel für bis zu drei Jahre gefördert; die Laufzeit des Vorhabens ist in der Projektskizze auf dem Deckblatt anzugeben. Die Förderung wird als nicht rückzahlbarer Zuschuss im Wege der Projektförderung gewährt. Die Verbundprojekte sind verpflichtet, mit der 6G-Forschungsinitiative des BMFTR, insbesondere mit der 6G-Plattform, zusammenzuarbeiten.

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Wo findest du die Originalquellen?

Transparenz

Unsere Quellen

  1. [01]
    6G-Feldtests: Brücke zur Kommerzialisierung — Offizielle Programmseite
    forschung-it-sicherheit-kommunikationssysteme.dePrimärquelleBundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt
  2. [02]
    BMFTR: Förderrichtlinie im Wortlaut (BAnz AT 21.08.2026 B1)
    bmftr.bund.deRechtsgrundlageBundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt

Wie wir Quellen auswählen, gegeneinander abwägen und Angaben vor der Veröffentlichung gegen das Original prüfen, steht in unserer Methodik.

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