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Pfad 2 · WEG / Mehrfamilienhaus

Wallbox in der WEG — 1.300 bis 2.000 € pro Stellplatz.

Das BMV-Programm „Laden im Mehrparteienhaus" 2026 hat bis zu 500 Mio € Volumen; der Aufruf für Wohnungseigentümergemeinschaften läuft vom 15. April bis 10. November 2026. Gefördert werden je Stellplatz die Vorverkabelung, die Wallbox-Errichtung und bidirektionale Ladepunkte — mit drei gestaffelten Pauschalen.

BMV-Programm 2026 — Stellplatz-Pauschalen

Wie setzt sich die BMV-Förderung zusammen?

Stellplatz-Pauschalen des BMV-Programms „Laden im Mehrparteienhaus" 2026
Baustein je Stellplatz Was gefördert wird
Vorverkabelung 1.300 €

Vorbereitende Verkabelung bis zu einem anschlussfähigen Endpunkt am Stellplatz, an den später eine Wallbox ohne weitere Elektroarbeiten angeschlossen werden kann.

Mit Ladepunkt 1.500 €

Vorverkabelung plus Ladepunkt, der mit mindestens 11 und höchstens 22 kW laden kann.

Bidirektional 2.000 €

V2H/V2G-fähige Wallbox — kann Strom aus dem Auto ins Hausnetz zurückspeisen.

Antragsberechtigung

Wer darf den BMV-Antrag stellen?

Im WEG-Aufruf antragsberechtigt sind die Wohnungseigentümergemeinschaft und ihre einzelnen Mitglieder; eine vertretungsberechtigte Hausverwaltung kann den Antrag mit Vollmacht stellen. Je Haus müssen mindestens sechs Stellplätze und zugleich mindestens 20 Prozent der wohnbezogen genutzten Stellplätze elektrifiziert werden — eine Vorverkabelung genügt. Gewerblich genutzte Stellplätze sind nicht förderfähig.

So gehst du vor

Wie laufen WEG-Beschluss und BMV-Antrag in fünf Schritten?

  1. 1
    Konzept erarbeiten. Wallbox-Modell wählen (mit Lastmanagement für mehrere Stellplätze!), Elektriker-Angebot einholen, Stellplatz-Anzahl klären.
  2. 2
    In Eigentümerversammlung einbringen. Tagesordnungspunkt mit konkretem Beschluss-Vorschlag. Jeder Eigentümer kann den Ausbau nach § 20 Abs. 2 Nr. 2 WEG verlangen; setzt er ihn allein durch, trägt er die Kosten (§ 21 Abs. 1 WEG). Der Beschluss darf bis sechs Monate nach der positiven Erstbescheidung nachgereicht werden.
  3. 3
    BMV-Antrag stellen. Online über laden-im-mehrparteienhaus.de, bis 10. November 2026 und vor jeder Auftragsvergabe. Beizufügen sind unter anderem Teilungserklärung oder Grundbuchauszug, Objektliste und Kostenvoranschlag.
  4. 4
    Bewilligung abwarten, dann beauftragen. Anträge werden in der Reihenfolge des Eingangs geprüft. Aufträge erst nach dem Bescheid vergeben; die verbindliche Beauftragung muss innerhalb von neun Monaten erfolgen, die Umsetzung innerhalb von 24 Monaten ab Bescheid.
  5. 5
    Auszahlung nach Verwendungsnachweis. Rechnungen, Zahlungsnachweise und das vom ausführenden Elektrobetrieb unterschriebene Ergänzungsblatt einreichen; ausgezahlt wird nach Prüfung des Verwendungsnachweises.

Häufige Fragen

Welche Wallbox-Förderung gibt es 2026 für WEG?
Das BMV-Programm „Laden im Mehrparteienhaus" nimmt seit 15. April 2026 Anträge an (bis zu 500 Mio € Volumen); der Aufruf für Wohnungseigentümergemeinschaften läuft bis 10. November 2026, sofern die Mittel nicht vorher ausgeschöpft sind. Pro Stellplatz: bis zu 1.300 € für die Vorverkabelung, bis zu 1.500 € inklusive Ladepunkt, bis zu 2.000 € inklusive bidirektionalem Ladepunkt. Gefördert werden nur Stellplätze, die ausschließlich Bewohner des Hauses nutzen — gewerblich genutzte Stellplätze sind ausgeschlossen.
Wie funktioniert der WEG-Beschluss für eine Wallbox?
Seit der WEG-Reform vom 1. Dezember 2020 kann jeder Wohnungseigentümer angemessene bauliche Veränderungen verlangen, die dem Laden elektrisch betriebener Fahrzeuge dienen (§ 20 Abs. 2 Nr. 2 WEG). Über die Durchführung beschließt die Gemeinschaft im Rahmen ordnungsmäßiger Verwaltung. Setzt ein einzelner Eigentümer die Maßnahme auf diesem Weg durch, trägt er die Kosten allein (§ 21 Abs. 1 WEG). Für die Förderung muss der Beschluss bei Antragstellung noch nicht vorliegen: Er kann bis sechs Monate nach der positiven Erstbescheidung nachgereicht werden.
Wer kann den BMV-Antrag stellen?
Im Aufruf für Wohnungseigentümergemeinschaften sind die Gemeinschaft selbst und natürliche Personen antragsberechtigt, die Mitglied der WEG sind. Die Hausverwaltung kann den Antrag stellen, wenn sie vertretungsberechtigt ist und eine Vollmacht beiliegt. Private Eigentümer eines ganzen Mehrparteienhauses und KMU beantragen im eigenen Aufruf, Wohnungsunternehmen im wettbewerblichen Aufruf. Für dasselbe Haus ist nur ein Antrag in einem der drei Aufrufe möglich; Mieter sind nicht antragsberechtigt.
Brauche ich eine bidirektionale Wallbox für die 2.000 €?
Ja — die volle Förderhöhe von 2.000 € pro Stellplatz gilt nur für bidirektionale Wallboxen (V2H/Vehicle-to-Home oder V2G/Vehicle-to-Grid). Diese können auch Strom aus dem Auto-Akku ins Hausnetz oder Stromnetz zurückspeisen. Für einen Stellplatz mit Standard-Ladepunkt gibt es höchstens 1.500 €. Liegen die tatsächlichen Ausgaben darunter, wird nur der tatsächlich angefallene Betrag ausgezahlt.
Transparenz

Unsere Quellen

  1. [01]
    Förderrichtlinie „Laden im Mehrparteienhaus" (PDF)
    laden-im-mehrparteienhaus.dePrimärquelleBundesministerium für Verkehr
  2. [02]
    Laden im Mehrparteienhaus — Förderung für Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG)
    laden-im-mehrparteienhaus.dePrimärquelleBundesministerium für Verkehr
  3. [03]
    § 20 WEG — Bauliche Veränderungen (Anspruch auf Lademöglichkeit für E-Fahrzeuge)
    gesetze-im-internet.deRechtsgrundlageBundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz
  4. [04]
    § 21 WEG — Nutzungen und Kosten bei baulichen Veränderungen
    gesetze-im-internet.deRechtsgrundlageBundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

Wie wir Quellen auswählen, gegeneinander abwägen und Angaben vor der Veröffentlichung gegen das Original prüfen, steht in unserer Methodik.

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