Auf einen Blick
| Förderart | Zuschuss |
|---|---|
| Geltungsbereich | Bundesweit |
| Fördergeber | Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt |
| Förderhöhe | 100.000 € – 300.000 € |
| Zielgruppe | Unternehmen |
Worum geht es?
Ziel des Förderaufrufs ist eine sichere und nachhaltige Versorgung Deutschlands und Europas mit mineralischen und metallischen Rohstoffen. Damit werden die strategische Autonomie und die Resilienz der Wirtschaft gegenüber globalen Versorgungsrisiken gestärkt und technologische Abhängigkeiten bei Zukunftstechnologien wie der klimaneutralen Energieerzeugung oder der Digitalisierung verringert. Der Aufruf konzentriert sich auf zwei Schwerpunkte: Thema 1 umfasst die nachhaltige Versorgung mit primären Rohstoffen, also technische Innovationen in Erkundung, Gewinnung und Aufbereitung von Rohstoffen direkt aus der Natur. Thema 2 umfasst die nachhaltige Versorgung mit sekundären Rohstoffen, also neue Wege für das Recycling von Rohstoffen aus Altprodukten oder anthropogenen Lagern und deren Rückführung in den Wertschöpfungskreislauf. Der transnationale Forschungsverbund besteht aus mindestens drei förderfähigen Partnern aus mindestens 3 verschiedenen Teilnehmerländern, davon mindestens 2 aus unterschiedlichen EU-Mitgliedstaaten oder assoziierten Ländern. Nicht gefördert werden kommerzielle Explorationsvorhaben sowie Arbeiten zur Gewinnung und Verarbeitung mariner Rohstoffvorkommen.
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Welche Bedingungen gelten?
6 Pflicht-Kriterien
| Kriterium |
|---|
| Mindestens drei Partner aus mindestens 3 verschiedenen Teilnehmerländern |
| Mindestens 2 Partner aus unterschiedlichen EU-Mitgliedstaaten oder assoziierten Ländern |
| Zuordnung des Projektvorschlags zu Thema 1 (primäre Rohstoffe) oder Thema 2 (sekundäre Rohstoffe) |
| Schriftliche Kooperationsvereinbarung aller Projektpartner |
| Für den Forschungsverbund ist eine Koordination bestellt |
| Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland zum Auszahlungszeitpunkt |
Was bekommst du konkret?
Die Projekte werden mit einer nicht rückzahlbaren Zuwendung von mindestens 100.000 EUR und höchstens 300.000 EUR je Partner bei einer Laufzeit von in der Regel bis zu 36 Monaten gefördert. Übernimmt ein Partner die Koordination des Verbunds, kann die Förderung für diesen Partner bis zu 350.000 EUR betragen. Beteiligen sich mehrere deutsche Partner an einem Verbund, ist die Gesamtförderung auf bis zu maximal 450.000 EUR begrenzt. Hochschulen und Forschungseinrichtungen werden auf Ausgabenbasis mit bis zu 100 Prozent gefördert, Hochschulen erhalten zusätzlich eine Projektpauschale von 20 Prozent. Bei Unternehmen erfolgt die Förderung auf Kostenbasis mit angemessener Eigenbeteiligung: bis zu 100 Prozent in der Grundlagenforschung, bis zu 50 Prozent in der industriellen Forschung und bis zu 25 Prozent in der experimentellen Entwicklung; kleine und mittlere Unternehmen können unter bestimmten Voraussetzungen bis zu 80 Prozent erhalten.
Wie stellst du den Antrag?
Das Verfahren ist zweistufig. In der ersten Verfahrensstufe reicht die Verbundkoordination des europäischen Forschungsverbunds eine Ideenskizze in englischer Sprache elektronisch über das System ESES ein. Im RAMP Joint Call 2026 endete diese Frist am 22. September 2026 um 15.00 Uhr MESZ; sie galt als Ausschlussfrist, später eingegangene Ideenskizzen werden nicht berücksichtigt. Anweisungen zu Umfang und Inhalt der Ideenskizzen enthalten die Dokumente des RAMP Joint Calls 2026. Es wird empfohlen, vor der Einreichung Kontakt mit dem beauftragten Projektträger aufzunehmen. Der Aufruf 2026 ist der erste von insgesamt sieben geplanten Joint Calls; für jeden veröffentlicht das BMFTR einen jährlichen Förderaufruf. Die Rahmenbekanntmachung ist nach § 8 mindestens bis zum 30. Juni 2027 befristet (AGVO-Grundlage; De-minimis-Grundlage bis 30. Juni 2031) und verlängert sich bei Verlängerung der beihilferechtlichen Grundlagen, höchstens bis zum 31. Dezember 2037.
Häufige Fragen
Wie hoch ist die Förderung je Partner?
Welche Themen fördert der Aufruf?
Wie muss der Forschungsverbund zusammengesetzt sein?
Bis wann muss die Ideenskizze eingereicht werden?
Welche Vorhaben sind ausgeschlossen?
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Wo findest du die Originalquellen?
Unsere Quellen
- [01]RAMP – Resiliente und nachhaltige Rohstoff-Wertschöpfungsketten für Zukunftstechnologien — Offizielle Programmseitebmftr.bund.dePrimärquelleBundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt
- [02]Rahmenbekanntmachung Rohstoff-Wertschöpfungsketten (BMFTR)bmftr.bund.deRechtsgrundlageBundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt
Wie wir Quellen auswählen, gegeneinander abwägen und Angaben vor der Veröffentlichung gegen das Original prüfen, steht in unserer Methodik.