Auf einen Blick
| Förderart | Zuschuss |
|---|---|
| Förderebene | Landesprogramm |
| Fördergeber | Land Hessen, Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank) |
| Zielgruppe | Privatperson, Unternehmen, Eigentümer |
Worum geht es?
Das Hessische Programm zur Energieeffizienz im Mietwohnungsbau ergänzt die Darlehen der KfW für energetische Modernisierungen und klimafreundliche Neubauten von Mietwohnungen in Hessen. Es ist Teil II Nr. 3 der Richtlinie des Landes Hessen zur Förderung von Investitionsvorhaben sowie von Forschungs- und Entwicklungsvorhaben im Energiebereich (RE-Invest) vom 26. Juni 2026, veröffentlicht im Staatsanzeiger für das Land Hessen Nr. 29 vom 13. Juli 2026; die Eckwerte der WIBank gelten ab 14. Juli 2026. Ziel ist die nachhaltige energetische Modernisierung von Mietwohnungen und der Neubau hocheffizienter Mietwohngebäude. Die WIBank wickelt die Förderung ab: Der Zinszuschuss wird gemeinsam mit dem Darlehen aus dem entsprechenden KfW-Programm bei der WIBank beantragt, bei Bewilligung des Darlehens schließt die WIBank mit dem Zuschussempfänger eine Vereinbarung über den Zinszuschuss. Die Gewährung hängt von der Verfügbarkeit der Mittel ab, ein Rechtsanspruch besteht nicht. Auf ihrer Programmseite weist die WIBank aus: „Dieses Programm kann nicht mehr beantragt werden“. Ein Enddatum oder einen Grund nennt die Seite nicht.
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Welche Bedingungen gelten?
5 Pflicht-Kriterien
| Kriterium |
|---|
| Du bist Eigentümer eines zur Vermietung bestimmten Wohngebäudes (keine selbstgenutzten Wohneinheiten) |
| Das KfW-Darlehen (BEG Wohngebäude oder Klimafreundlicher Neubau) wird bei der WIBank beantragt |
| Modernisierung erreicht mindestens Effizienzhaus 85, Neubau mindestens Klimafreundliches Wohngebäude |
| Primärenergieeinsparung von mindestens 20 Prozent (Modernisierung) bzw. 10 Prozent gegenüber dem Neubaustandard, bestätigt vom Energieeffizienz-Experten |
| Antrag wird vor Beginn der Maßnahmen gestellt |
Was bekommst du konkret?
Die Förderung erfolgt als Zinszuschuss auf KfW-Darlehen, die die WIBank gewährt; das Darlehen selbst bleibt zurückzuzahlen. Der Zinszuschuss verbilligt die KfW-Konditionen für Endkreditnehmer fünf Jahre lang ab dem ersten Tag des Monats nach der Vollauszahlung, längstens bis zum Ende der ersten Zinsbindung: um 1,32 Prozent (1,20 Prozent Landesmittel plus 0,12 Prozent Margenverzicht der WIBank) bei Neubau nach KFN Klimafreundliches Wohngebäude und bei Sanierung auf Effizienzhaus 40, 40 EE, 40 NH, 55, 55 EE und 55 NH, auch mit Bonusvarianten; um 0,97 Prozent (0,85 Prozent Land, 0,12 Prozent Margenverzicht) bei Sanierung auf Effizienzhaus 70, 70 EE, 70 NH, Denkmal, Denkmal EE und Denkmal NH; um 0,42 Prozent (0,30 Prozent Land, 0,12 Prozent Margenverzicht) bei Sanierung auf Effizienzhaus 85, 85 EE und 85 NH. Der Margenverzicht von 0,12 Prozent bleibt für die gesamte Dauer der Zinsbindung von zehn Jahren bestehen. Durch den Zinszuschuss darf der Zinssatz des Darlehens nicht unter 0,0 Prozent pro Jahr sinken. Nach der Vollauszahlung werden die monatlichen Zinszuschusszahlungen als Teilerfüllung der monatlichen Annuität verrechnet. Für die geförderten Darlehen können Bürgschaften des Landes Hessen übernommen werden. Nach der Richtlinie darf die Förderung 30 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben nicht überschreiten (Art. 38a Abs. 11 AGVO).
Wie stellst du den Antrag?
Wichtig vorab: Die WIBank weist auf ihrer Programmseite aus „Dieses Programm kann nicht mehr beantragt werden“; ein Enddatum und einen Grund nennt sie nicht. Bevor Sie Planungen darauf aufbauen, erfragen Sie den aktuellen Stand bei der WIBank. So war der Weg bis dahin vorgesehen: Der Zinszuschuss wird durch Vorlage des zuschussfähigen Darlehensantrags gemeinsam mit dem Darlehen aus dem entsprechenden KfW-Programm bei der WIBank beantragt, und zwar vor Beginn der Maßnahmen. Danach prüft die WIBank intern, ob das beantragte KfW-Darlehen zuschussfähig ist und ausreichend Fördermittel vorhanden sind. Nach erfolgreicher Prüfung übersendet sie gegebenenfalls eine Fördervereinbarung zum Darlehensvertrag. Die WIBank empfiehlt eine Vorabstimmung mit ihren Ansprechpartnern. Wird die Maßnahme nicht innerhalb von 12 Monaten nach Abschluss der Vereinbarung begonnen oder nicht zeitnah durchgeführt, kann der Zinszuschuss ganz oder anteilig gekündigt werden. Zur Laufzeit der Richtlinie: Die Möglichkeit einer Förderung auf Grundlage der AGVO ist bis zum 30. Juni 2027 befristet; wird die AGVO ohne relevante inhaltliche Veränderung verlängert, verlängert sich die Laufzeit entsprechend, aber nicht über den 31. Dezember 2031 hinaus.
Häufige Fragen
Kann ich den Zinszuschuss für den Mietwohnungsbau in Hessen noch beantragen?
Wie hoch ist die Zinsverbilligung?
Wer kann den Zinszuschuss bekommen?
Welche KfW-Programme müssen dahinterstehen?
Wann muss der Antrag gestellt werden?
Kann ich den Zuschuss mit der Passivhaus-Förderung des Landes kombinieren?
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Wo findest du die Originalquellen?
Unsere Quellen
- [01]Hessen: Energieeffizienz im Mietwohnungsbau (RE-Invest) — Offizielle Programmseitewibank.dePrimärquelleLand Hessen, Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank)
- [02]Richtlinie RE-Invest (Staatsanzeiger 29/2026)wibank.deRechtsgrundlageLand Hessen, Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank)
- [03]Eckwerte Energieeffizienz im Mietwohnungsbau (gültig ab 14.07.2026)wibank.dePrimärquelleLand Hessen, Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank)
Wie wir Quellen auswählen, gegeneinander abwägen und Angaben vor der Veröffentlichung gegen das Original prüfen, steht in unserer Methodik.