BundesBonus
Zuschuss · bis 1 Mio. € Bund Aktuell bis 31.12.2028

Kulturelle Filmförderung des Bundes

Die kulturelle Filmförderung des Bundes unterstützt deutsche Spielfilme, Dokumentarfilme, Kinderfilme und Kurzfilme als nicht rückzahlbarer Zuschuss. Die Förderung wird vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) bereitgestellt und von der Filmförderungsanstalt (FFA) in einem jurybasierten Verfahren vergeben — von der Drehbuchentwicklung über die Produktion bis zur Kinoauswertung.

Max. Förderung
1 Mio. €
pro Antrag
Fördergeber
Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM)

Auf einen Blick

Programm-Eckdaten in Kurzform
Förderart Zuschuss
Förderebene Bundesprogramm
Fördergeber Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM)
Förderhöhe bis zu 1 Mio. €
Zielgruppe Unternehmen, Existenzgründer

Worum geht es?

Die kulturelle Filmförderung des Bundes unterstützt den deutschen Film mit nicht rückzahlbaren Zuschüssen. Antragsberechtigt sind je nach Förderbereich Autoren (Treatment- und Drehbuchförderung), Hersteller (Projektentwicklung und Produktion) und gewerbliche Verleihunternehmen (Verleihförderung). Die Förderung ist jurybasiert und wird für Spiel-, Kinder-, Dokumentar- und Kurzfilme einschließlich Animations- und Experimentalfilme sowie hybride Formen gewährt. Förderbereiche sind die Entwicklungsförderung mit Treatment-, Drehbuch- und Projektentwicklungsförderung für programmfüllende Spiel-, Dokumentar- und Kinderfilme, die Produktionsförderung für Spielfilme, Dokumentarfilme, Kinderfilme und Kurzfilme sowie die Verleihförderung. Voraussetzung ist ein Film mit erheblicher deutscher kultureller Prägung, unter anderem mit Originalsprache Deutsch oder mit einer Regie, die die deutsche, eine EU-, EWR- oder Schweizer Staatsangehörigkeit oder ihren ständigen Wohnsitz in Deutschland hat. Die reguläre Kino-Erstauswertung muss in Deutschland stattfinden.

Schnell-Check

Passt Kulturelle Filmförderung des Bundes zu dir?

5 Pflicht-Fragen · keine Weitergabe deiner Angaben, alles bleibt im Browser.

Für die Produktionsförderung ist der Hersteller antragsberechtigt, für die Entwicklungsförderung (Treatment, Drehbuch) der Autor. Antragsteller müssen ihren Wohnsitz oder Geschäftssitz in Deutschland haben; wer Wohnsitz oder Geschäftssitz in einem anderen EU- oder EWR-Staat oder der Schweiz hat, braucht eine Niederlassung in Deutschland. Für die Verleihförderung sind Filmverleiher antragsberechtigt.

Bei Koproduktionen muss die finanzielle Beteiligung der Hersteller mit Sitz oder Niederlassung in Deutschland mindestens so groß sein wie die größte finanzielle Beteiligung eines ausländischen Herstellers. Für den geförderten Film ist eine reguläre Erstauswertung im Kino sicherzustellen.

Geförderte Filme müssen für die öffentliche Vorführung in Kinos in Deutschland bestimmt und geeignet sein. Die reguläre Kino-Erstauswertung muss in Deutschland stattfinden; eine Uraufführung auf Festivals ist dafür unerheblich.

Gefördert werden Filme, die ihren Schwerpunkt im filmkünstlerischen Ausdruck und Anspruch haben und eine erhebliche deutsche kulturelle Prägung aufweisen. Über die Förderung entscheidet die FFA auf Vorschlag einer unabhängigen Förderjury; einen Anspruch auf Förderung gibt es nicht.

Die Herstellung programmfüllender Spiel-, Kinder- und Dokumentarfilme wird nur gefördert, wenn dabei wirksame Maßnahmen zur ökologischen Nachhaltigkeit getroffen werden; das gilt als erfüllt, wenn die auf der Website der FFA veröffentlichten ökologischen Standards eingehalten werden. Ausgenommen sind Kurz- und Experimentalfilme sowie Produktionen mit Herstellungskosten unter 50.000 Euro.

Voraussetzungen

Welche Bedingungen gelten?

5 Pflicht-Kriterien

Pflicht-Kriterien der Förderung
Kriterium Details
Antragsberechtigung: FilmherstellerFür die Produktionsförderung ist der Hersteller antragsberechtigt, für die Entwicklungsförderung (Treatment, Drehbuch) der Autor. Antragsteller müssen ihren Wohnsitz oder Geschäftssitz in Deutschland haben; wer Wohnsitz oder Geschäftssitz in einem anderen EU- oder EWR-Staat oder der Schweiz hat, braucht eine Niederlassung in Deutschland. Für die Verleihförderung sind Filmverleiher antragsberechtigt.
Deutscher Herstelleranteil bei KoproduktionenBei Koproduktionen muss die finanzielle Beteiligung der Hersteller mit Sitz oder Niederlassung in Deutschland mindestens so groß sein wie die größte finanzielle Beteiligung eines ausländischen Herstellers. Für den geförderten Film ist eine reguläre Erstauswertung im Kino sicherzustellen.
Reguläre Kinoauswertung in DeutschlandGeförderte Filme müssen für die öffentliche Vorführung in Kinos in Deutschland bestimmt und geeignet sein. Die reguläre Kino-Erstauswertung muss in Deutschland stattfinden; eine Uraufführung auf Festivals ist dafür unerheblich.
Kultureller und künstlerischer AnspruchGefördert werden Filme, die ihren Schwerpunkt im filmkünstlerischen Ausdruck und Anspruch haben und eine erhebliche deutsche kulturelle Prägung aufweisen. Über die Förderung entscheidet die FFA auf Vorschlag einer unabhängigen Förderjury; einen Anspruch auf Förderung gibt es nicht.
Ökologische Standards bei programmfüllenden FilmenDie Herstellung programmfüllender Spiel-, Kinder- und Dokumentarfilme wird nur gefördert, wenn dabei wirksame Maßnahmen zur ökologischen Nachhaltigkeit getroffen werden; das gilt als erfüllt, wenn die auf der Website der FFA veröffentlichten ökologischen Standards eingehalten werden. Ausgenommen sind Kurz- und Experimentalfilme sowie Produktionen mit Herstellungskosten unter 50.000 Euro.

Was bekommst du konkret?

Zuschüsse je nach Förderart: Treatmentförderung bis zu 15.000 Euro plus bis zu 2.500 Euro für Beratungsleistungen, Drehbuchförderung bis zu 40.000 Euro (bei besonders aufwendigen Animationsfilmen bis zu 50.000 Euro) plus bis zu 10.000 Euro für Beratungsleistungen, Projektentwicklungsförderung bis zu 100.000 Euro (bei besonders aufwendigen Animationsproduktionen bis zu 150.000 Euro), Produktionsförderung für programmfüllende Spielfilme bis zu 1 Mio. Euro und für programmfüllende Dokumentarfilme bis zu 500.000 Euro (in begründeten Ausnahmefällen bis zu 1 Mio. Euro), Produktionsförderung für Kurzfilme bis zu 40.000 Euro, Verleihförderung bis zu 150.000 Euro.

Ablauf

Wie läuft ein Antrag typischerweise ab?

6 Schritte

  1. 01

    Förderbereich und Einreichungsfrist prüfen

    Zuerst den passenden Förderbereich bestimmen (Treatment, Drehbuch, Projektentwicklung, Produktion, Kurzfilm oder Verleih) und die aktuellen Einreichtermine auf der FFA-Website unter ffa.de/einreich-sitzungstermine.html prüfen. Die Antragsunterlagen müssen bis zum Einreichtermin vollständig sein.

  2. 02

    Antrag im Antragstool der FFA vorbereiten

    Der Antrag wird digital über das Antragstool der FFA gestellt, alle Unterlagen in deutscher Sprache. Je nach Förderbereich gehören dazu etwa Treatment oder Drehbuch, Finanzierungsplan, der Nachweis eines bereits hergestellten Films (bei Projektentwicklung und Produktion) und bei programmfüllenden Filmen die Erfüllung der ökologischen Standards der FFA.

  3. 03

    Antrag fristgerecht einreichen

    Den vollständigen Antrag mit allen Unterlagen bis zum Einreichtermin über das Antragstool der FFA einreichen. Unvollständige Anträge können nicht berücksichtigt werden.

  4. 04

    Verwaltungsprüfung und Jury-Vorlage

    Die FFA prüft die Antragsvoraussetzungen und legt die Anträge der zuständigen Förderjury vor. Auf deren Vorschlag entscheidet die FFA über die Förderung; die antragstellende Person wird nach der Jurysitzung schriftlich informiert, eine Ablehnung ist zu begründen.

  5. 05

    Zuwendungsbescheid und Vorhabenbeginn

    Bewilligt wird durch Zuwendungsbescheid. Mit dem Vorhaben darf grundsätzlich erst nach Bestandskraft des Zuwendungsbescheids begonnen werden, mit Dreh- oder Animationsarbeiten erst nach seiner Erteilung. Einen vorzeitigen Beginn kann die FFA im Ausnahmefall auf Antrag zulassen.

  6. 06

    Projektdurchführung, Mittelabruf und Verwendungsnachweis

    Die Fördermittel werden nach Projektfortschritt abgerufen. Nach Abschluss der geförderten Projektphase ist ein Verwendungsnachweis mit Belegen bei der FFA einzureichen. Die FFA prüft die zweckentsprechende Mittelverwendung; bei Abweichungen kann eine Rückforderung erfolgen.

Häufige Fragen

Wer ist antragsberechtigt für die kulturelle Filmförderung des BKM?
Für die Produktionsförderung von Spiel-, Dokumentar-, Kinder- und Kurzfilmen ist der Hersteller antragsberechtigt, für die Entwicklungsförderung (Treatment, Drehbuch) der Autor, für die Verleihförderung der Filmverleiher. Antragsteller müssen ihren Wohnsitz oder Geschäftssitz in Deutschland haben; wer Wohnsitz oder Geschäftssitz in einem anderen EU- oder EWR-Staat oder der Schweiz hat, braucht eine Niederlassung in Deutschland. Für geförderte Filme ist eine reguläre Erstauswertung im Kino sicherzustellen; bei programmfüllenden Spiel-, Kinder- und Dokumentarfilmen müssen zudem die ökologischen Standards der FFA eingehalten werden.
Welche Förderbereiche umfasst die kulturelle Filmförderung des BKM?
Das Programm deckt fünf Förderbereiche ab: Erstens die Treatmentförderung (bis 15.000 Euro, zuzüglich bis zu 2.500 Euro für Beratung). Zweitens die Drehbuchförderung für programmfüllende Spiel- und Kinderfilme (bis 40.000 Euro, bei besonders aufwendigen Animationsfilmen bis 50.000 Euro, zuzüglich bis zu 10.000 Euro für Beratung). Drittens die Projektentwicklung mit Stoffbeschaffung, Drehbuchentwicklung und sonstigen produktionsvorbereitenden Maßnahmen (bis 100.000 Euro, bei besonders aufwendigen Animationsproduktionen bis 150.000 Euro). Viertens die Produktionsförderung für programmfüllende Spielfilme (bis zu 1 Million Euro), programmfüllende Dokumentarfilme (bis zu 500.000 Euro, in begründeten Ausnahmefällen bis zu 1 Million Euro) und Kurzfilme (bis 40.000 Euro). Fünftens die Verleihförderung für künstlerisch anspruchsvolle programmfüllende Filme (bis 150.000 Euro).
Was ist die FFA-Jury und wie ist sie zusammengesetzt?
Die FFA (Filmförderungsanstalt) wickelt die jurybasierte kulturelle Filmförderung des Bundes im Auftrag des BKM ab, von der Antragstellung bis zur Prüfung der Verwendung. Für jeden Förderbereich gibt es eine eigene Förderjury mit fünf festen Mitgliedern und mindestens fünf Stellvertretern, die die FFA im Einvernehmen mit dem BKM für drei Jahre beruft. Die Besetzung soll die nötige Fachkenntnis in den jeweiligen Filmgattungen und Gewerken abbilden und die Geschlechter ausgewogen vertreten. Die Jurymitglieder sind nicht weisungsgebunden.
Was bedeutet die jurybasierte Auswahl in der Praxis?
Jurybasierte Auswahl bedeutet, dass unabhängige Förderjurys über jeden Antrag nach den Bestimmungen und Zielen der Richtlinie beraten und die FFA die Förderung auf ihren Vorschlag vergibt. Anders als bei der automatischen Referenzförderung nach dem Filmförderungsgesetz besteht kein Anspruch auf Förderung, auch wenn alle formalen Voraussetzungen erfüllt sind; die FFA entscheidet nach pflichtgemäßem Ermessen im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel. Nach der Jurysitzung teilt die FFA die Entscheidung schriftlich mit, eine Ablehnung ist zu begründen.
Wie funktioniert die Antragstellung und wann sind die Einreichungsfristen?
Anträge werden digital über das Antragstool der FFA gestellt, sämtliche Unterlagen in deutscher Sprache. Sie müssen bis zum jeweiligen Einreichtermin vollständig sein; unvollständige Anträge können nicht berücksichtigt werden. Die aktuellen Einreich- und Sitzungstermine veröffentlicht die FFA auf ihrer Website (ffa.de/einreich-sitzungstermine.html). Nach der Jurysitzung teilt die FFA die Entscheidung schriftlich mit; bewilligt wird durch Zuwendungsbescheid.
Wie hoch ist die maximale Förderung und wann wird die 1-Million-Euro-Grenze erreicht?
Für programmfüllende Spielfilme können bis zu 1 Million Euro vergeben werden. Für programmfüllende Dokumentarfilme sind es bis zu 500.000 Euro, in begründeten Ausnahmefällen mit Blick auf die besondere künstlerische Qualität und den Finanzbedarf bis zu 1 Million Euro. Kurzfilme werden mit bis zu 40.000 Euro gefördert, die Verleihförderung liegt bei bis zu 150.000 Euro. Die Zuwendungen sind grundsätzlich nicht rückzahlbare Zuschüsse in Anteilfinanzierung. Andere Beihilfen dürfen hinzukommen, die Beihilfeintensität aller Beihilfen für die Produktion darf aber grundsätzlich 50 Prozent der Gesamtherstellungskosten nicht übersteigen.
Was ist der Unterschied zwischen der kulturellen BKM-Filmförderung und dem DFFF (German Federal Film Fund)?
Beide Programme werden vom BKM finanziert, folgen aber unterschiedlichen Logiken. Die kulturelle Filmförderung ist jurybasiert: Unabhängige Förderjurys schlagen Projekte nach den künstlerischen und kulturellen Zielen der Richtlinie vor, für programmfüllende Spielfilme sind bis zu 1 Million Euro möglich. Der DFFF (Deutscher Filmförderfonds) ist dagegen eine automatische Förderung ohne Jury, die an die Ausgaben einer Produktion in Deutschland anknüpft. Die kulturelle Förderung richtet sich nach der Richtlinie grundsätzlich an Spielfilme mit Gesamtherstellungskosten bis zu 6 Millionen Euro und Dokumentarfilme bis zu 5 Millionen Euro.

Mehr zu Kulturelle Filmförderung des Bundes und verwandten Programmen

Verwandte Förderungen, regionale Detail-Seiten mit echten Daten und passende Themen-Hubs.

Wo findest du die Originalquellen?

Transparenz

Unsere Quellen

  1. [01]
  2. [02]
  3. [03]
  4. [04]
    FFA: Regelungen und Richtlinien
    ffa.deRechtsgrundlage

Wie wir Quellen auswählen, gegeneinander abwägen und Angaben vor der Veröffentlichung gegen das Original prüfen, steht in unserer Methodik.

Teilen
Merken